Interview (Archivversion) «Die neue 600er kann unser Topmodell werden“

Der Eigentümer von Triumph, John Bloor, 55, zur Entwicklung der Firma

Wieviel Geld haben Sie bereits in Triumph investiert, und erreicht die Firma jetzt schwarze Zahlen?Ich habe bislang rund 110 Millionen Pfund investiert. Wir sind an dem Punkt angelangt, wo Triumph sich selbst trägt. Im letzten Jahr haben wir rund 18 000 Motorräder produziert. Davon sind 80 Prozent exportiert worden. Wir beliefern 37 Länder. In Europa haben wir bei Maschinen über 750 cm³ einen durchschnittlichen Marktanteil von drei Prozent erreicht. Deutschland ist unser wichtigster Markt. Wann wird die Produktion im neuen Werk in Hinckley starten?Voraussichtlich nächstes Jahr. Die Erdarbeiten auf dem 16 Hektar großen Gelände haben begonnen. Die erste Baustufe umfaßt das Gebäude, was allein etwa 6,8 Millionen Pfund kosten wird. Die »alte« Fabrik, in der wir seit 1991 Motorräder bauen, ist ursprünglich auf eine Produktion von höchstens 12 000 Maschinen ausgelegt. Diese Zahl haben wir längst überschritten. Im nächsten Jahr planen wir knapp 20 000 Bikes herzustellen. Wie steht´s um die neue 600er?Ein neues 600er Vierzylindermodell wird ab Herbst 1999 gebaut. Der Motor verfügt über Einspritzung und Ram Air und ist genau wie der Alu-Brückenrahmen komplett neu entwickelt worden. Die Sitzposition fällt bequem aus, das Styling ist britisch. Wir wollen mit diesem Supersportler beweisen, daß wir konkurrenzfähig sind. In Europa visieren wir etwa 3000 verkaufte 600er pro Jahr an. Das könnte unser neues Spitzenmodell werden.

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