Interview (Archivversion)

«Ich setz’ mich nicht hin und mal ein Buch für die Tonne“

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft präsentiert Brösel den zehnten Werner-Comic. Eine schöne Bescherung

Zehntes Buch fertig, dritter Film in der Mache - das Unternehmen »Werner« brummt. Bist du noch der Alte?Weiß man ja nicht, was gewesen wäre, wenn das alles anders gelaufen wäre. Aber man hat ja schon immer darauf hingearbeitet, daß man ein bißchen Erfolg hat. Ich setz’ mich nicht umsonst hin und mal ein halbes Jahr lang ein Buch für die Tonne. Die Arbeit muß sich lohnen.Hast du noch Zeit zum Rumschüsseln?Nein, die ganzen Dinger stehen nur noch zu Hause rum.Ein Satz an die Biker?Die ganzen Motorräder, die sie Chopper nennen, sind doch überhaupt keine. Das ist nichts anderes als weichgespülter Mist. Denn choppen bedeutet abspecken.
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Werner-Comic, neuer (Archivversion) - Zehn - oder ...

... die Kunst, ums Motorrad zu stricheln
Exgummibur ist des Klempners Excalibur. »Kampfflansch der Gerechtigkeit«, so Brösel. Der seinen besten »Werner« seit langem vorlegt. Was nichts zu bedeuten hat. Seine letzten Büchlein flachten unheimlich ab. Nicht zu übersehen, daß Rötger Feldmann, wie Brösel standesamtlich heißt, mittlerweile in Kino-Formaten denkt: Eine politisch verdammt korrekte Story - der Kampf gegen die Atom-Mafia - wird so gnadenlos durchgestrichelt, daß der brillant blöde Esprit aus anarchistischen Werner-Zeiten flöten geht. Für 19,80 Mark in jedem Buchladen.

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