INTERVIW (Archivversion)

Martin Röth, deutscher Voxan-Importeur, zu den neuerlichen Übernahmeverhandlungen des französischen Motorrad-Herstellers.

? Herr Röth, nach dem Rücktritt des italienischen Investors MerkerYshima ist zu befürchten, dass die Firma Voxan in Teilen verkauft wird, womit die Marke vermutlich am Ende wäre. Wie stehen die Verhandlungen?! Nach meinen Informationen liegen vier Angebote für eine Komplettübernahme des Unternehmens vor. Die Gefahr einer Zerschlagung der Motorradproduktion scheint somit erst mal gebannt. Sobald entschieden ist, welcher Interessent den Zuschlag erhält, soll die Fertigung unverändert fortgeführt werden.? Wer sind die Interessenten?! Darüber darf ich freilich wenig verraten. Nur so viel: Ein Vorschlag kommt von der Belegschaft selbst, die drei anderen Angebote stammen von größeren Firmen, darunter eine, die schon bei der alten Runde dabei war.? Wann fällt die Entscheidung?! Am 11. Juni. Doch bis sich alles wieder eingespielt hat, dürften ein, zwei Monate vergehen.? Kann der neue Eigentümer mit der alten Mannschaft rechnen?! Ja. Die Beschäftigten wurden zwar – wie man heute so schön sagt – freigestellt, allerdings haben sie sich zusammengeschlossen. Das Team ist also noch da und einsatzbereit, sobald der Startschuss fällt.? Wie stehen Sie nach all den Querelen zu Voxan?! Nun, ich rege mich auf, dass schon wieder eine Saison verloren gegangen ist. Voxan baut wirklich tolle Motorräder, darum bleibe ich dabei, aber bis der Image-Verlust wieder wett gemacht ist, das wird ein kleines Stück Arbeit.

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