Intro (Archivversion)

Verkaufs-Förderung

In Deutschland ist die Abwrackprämie auf Autos beschränkt. Wie sieht das in Italien aus? Und was macht die USA, um Verkäufe anzukurbeln?

In Italien sind die Verkaufszahlen für motorisierte Zweiräder im März 2009 im Vergleich zum März des Vorjahres um 7,8 Prozent auf 49 682 Stück gestiegen. Die italienische Industrie machte zuvor erfolgreich Druck auf die Regierung: Die Abwrackprämien für Motorräder und Roller bis 60 kW in Höhe von 500 Euro werden auf 50er sowie auf Zweiräder mit Elektro- oder Hybridantrieb ausgedehnt. Bei einem neuen 50er schießt der Staat bis 350 Euro zu, bei einem Elektroroller gar bis zu 1300 Euro. Auch in den USA gibt es staatliche Unterstützung: Wer bis Ende Dezember ein neues Motorrad kauft, kann die Mehrwertsteuer von der Steuer absetzen: Im Bundesstaat Indiana sind‘s bei einem netto 10000 Dollar teuren Bike 700 Dollar (rund 500 Euro).



Fotomontage: MOTORRAD
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Interview Industrie-Verband Motorrad Deutschland (Archivversion) - „Eine Prämie von 500 Euro würde wenig Erfolg zeigen“

Der Hauptgeschäftsführer des Industrie-Verbands Motorrad Deutschland (IVM) Reiner Brendicke, zur Abwrackprämie in Italien, Subventionen in den USA und den Möglichkeiten in Deutschland.
? Der europäische Herstellerverband ACEM möchte, dass die EU die Motorrad-industrie mit ähnlichen Maßnahmen fördert wie zuvor die Autoindustrie. Was verstehen Sie konkret darunter?

! ACEM, und damit auch der IVM als aktives Mitglied, fordert von der europäischen Kommission, bei Maßnahmen zur Unterstützung der Automobilindustrie Motorräder mit zu berücksichtigen. Dies betrifft auch Maßnahmen im Umfeld der Bankenkrise, die zur Konsolidierung des Finanzmanagements der Unternehmen sowie Festigung der Kreditlinien notwendig sind. Auch Hindernisse durch das europäische Wettbewerbsrecht sollten entfernt werden, wenn sie stützende Maßnahmen in den Ländern verhindern.

? In Italien gibt es inzwischen eine Abwrackprämie für Motorräder und Roller, die für mehr Verkäufe sorgt. Ist eine solche Abwrackprämie auch in Deutschland möglich? Unter welchen Umständen? Was tut der IVM dafür?

! Die italienische Abwrackprämie in Höhe von 500 Euro, die zunächst auf 400 cm³ begrenzt war und nun für Fahrzeuge bis 60 kW bei Neuanschaffung gilt, ist spezifisch auf den Markt südlich der Alpen zugeschnitten. Betrachtet man den Fahrzeugbestand in Deutschland, so wird dieser dominiert von größeren Motorrädern, die nach einer Studie des IVM meist noch zu Preisen von mehr als 1500 Euro auf dem Gebrauchtmarkt gehandelt werden. Folglich würde eine Prämie von 500 Euro wenig Erfolg zeigen. Laut Koalitions-ausschuss vom 14. Januar 2009 ist die Abwrackprämie in Deutsch-land von Beginn an ausschließlich zur Förderung des Pkw-Wirtschaftszweiges ausgelegt. Lkw und Motorräder sind nicht berücksichtigt. Folglich sind die Kriterien völlig auf den Pkw zugeschnitten, wie zum Beispiel ein zertifiziertes Verschrottungssystem, wie es für Motorräder nicht existiert, sowie die Euro-4-Norm bei den neu anzuschaffenden Fahrzeugen. Auch diese Norm muss erst gegenwärtig für Motorräder im europäischen Rahmen erstellt werden.

? In den USA können Bürger, die Motorräder und Autos kaufen, aufgrund des „Recovery and Reinvestment Act“ die Mehrwertsteuer von der Steuer absetzen. Was halten Sie von dieser Maßnahme? Ist sie übertragbar?

! Die Absetzbarkeit der Mehrwertsteuer wäre natürlich in der Tat auch für den deutschen Markt ein Anreiz, der in den weiteren Gesprächen des IVM auf politischer Ebene eine Rolle spielen kann.

Foto: IVM

(Archivversion) - Gilera feiert Jubiläum

Am 6./7. Juni steigt am Stammsitz in Arcore bei Mailand die große Gilera-Party. Motorräder baut die Marke, die heute zu Piaggio gehört, nur noch für die kleinen Rennklassen, weshalb im Mittelpunkt die Klassiker des Hauses stehen. Höhepunkt ist der Motorrad-Corso am Sonntag nach Monza, wo sich Old- und Youngtimer ein Stelldichein geben, historische Rennmotorräder eingeschlossen; www.registrostoricogilera.org.

(Archivversion) - Eis-Eiliger

Auf einem zugefrorenen See in Schweden erreichte Stunt-Fahrer Craig Jones mit einer durch Lach-gaseinspritzung getunten Buell 1125 R eine Höchstgeschwindigkeit von 238 km/h. Das Bike war mit 20 Milli-meter langen Spikes am Hinterreifen und 15-Millimeter-Spikes am Vorder-reifen ausgerüstet. Laut Buell ist das die schnellste Motorradfahrt auf Eis.



Foto: Double Red / James Wright

(Archivversion) - Kawasaki Zephyr X

Seit 1989 gibt es die Zephyr X in Japan. Jetzt kommt das im Lande Nippons sehr beliebte Vierzylinder-Bike als Final Edition zum letzten Mal auf den Markt. Der Grund: Auch in Japan werden die Emissionsregeln schärfer. Die Zephyr X holt aus 400 cm3 Hubraum 53 PS bei 11500/min. Das Bike wiegt 208 Kilogramm und rollt auf einem 150er-Hinterreifen.



Foto: Kawasaki

Roczen rockt (Archivversion)

Elf Tage nach seinem 15. Geburtstag, der ihm die Startberechtigung bei Motocross-Weltmeisterschaftsläufen brachte, hat das deutsche Offroad-Talent Ken Roczen bei seinem ersten MX2-Grand-Prix schwer für Aufsehen gesorgt. In Agueda/Portugal fuhr der Youngster im ersten Wertungs-lauf als Neunter gleich sein erstes Top-Ten-Resultat ein – obwohl er tags zuvor im Qualifikationsrennen gestürzt war und deshalb nur als 26. in der Startaufstellung stand. Im zweiten Durchgang lag eine Sensation in der Luft: Roczen fuhr als Vierter durchs Ziel und verpasste den ersten Podestplatz beim allerersten GP-Wochenende seiner Karriere nur um 2,3 Sekunden. „Bis auf den Sturz war das Wochenende perfekt“, freute sich der Suzuki-Pilot aus Mattstedt in Thüringen, „trotzdem hätte ich nie mit so einem Ergebnis gerechnet.“



Foto: Suzuki-Racing

Intro: Richtigstellung (Archivversion)

Zum 1. Mai hat BMW die Preise für einige Motor-räder um durchschnittlich ein Prozent erhöht. Die R 1200 GS beispielsweise kostet statt 12650 jetzt 12800 Euro ohne Nebenkosten. Die G 450 X gibt es nach wie vor für 8500 Euro.



Die Hamburg Harley Days werden vom 26. bis 28. Juni in Altona an der HSH Nordbank Arena gefeiert. Aus zollrechtlichen Gründen kann die Veranstaltung nicht, wie angekündigt, am Frei-hafen stattfinden; www.harley-davidson.de.



In Heft 10 hat sich auf Seite 29 ein Fehler eingeschlichen. Sieger im Kapitel Kosten der Punktewertung ist nicht die Honda CBF 600, sondern sind Yamaha XJ6 und Kawasaki ER-6n mit identischer Punktezahl.



Triumph bringt eine Sonderedition der Daytona 675 in Perl-weiß mit blauem Rahmen und blauen Pinstripes auf den Gussfelgen auf den Markt, die für 11240 Euro plus Nebenkosten zu haben ist. Die Serienversion der Daytona 675 kostet 10990 Euro.



In MOTORRAD 10/2009 ist uns in dem Artikel „Kinderprogramm“ auf Seite 104 ein Fehler unterlaufen. Fälschlicherweise wurde beim Kinderhelm „Marushin 111 Kids“ als Material Thermoplast angegeben. Richtig ist: Duroplast.

Dotson Aileron (Archivversion)

Der US-Designer Christian Dotson hat die preisgekrönte Aileron entwickelt.
Zum „schönsten Motorrad Amerikas 2009“ ist die Dotson Design Aileron bei der Grand National Roadster Show in Kalifornien gekürt worden. Angetrieben wird die Aileron von dem1376-cm³-Flathead-Motor einer Kiwi Indian. Im filigranen Rohrrahmen findet sich der Öltank. Weitere Gimmicks: die über Blattfedern abgestützte Hinterradschwinge sowie die Parallelogrammgabel. Auf Kot-flügel und Bremse vorn hat der Texaner Dotson verzichtet. Dafür wirkt die ISR-Sechskolbenbremse hinten auf das Kettenrad; www.dotsondesign.com.



Fotos: Linney

Tridays: Volles Programm (Archivversion)

Die Tridays werfen ihre Schatten voraus. Vom 26. bis 28. Juni wird zum vierten Mal in Neukirchen, Österreich, der Marke Triumph mit Shows, Musik und Comedy gehuldigt. Mit dabei: Ace-Café-Besitzer Mark Wilsmore, der zum Tridays Run von Göppingen nach „Newchurch“ lädt. Mehr Infos: www.tridays.com.

Foto: Triumph

Cross Country: BMW top (Archivversion)

Weil der deutschen Motocross-WM-Fahrerin Steffi Laier (Foto) nach einem unverschuldeten Sturz im ersten der beiden Wertungsläufe des Portugal-Grand-Prix der Motor ihrer KTM abstarb und erst mit Hilfe eines Streckenpostens wieder zum Leben erweckt werden konnte, wurde die 23-Jährige disquali-fiziert. Siegerin des Rennens in Agueda wurde ausgerechnet die Französin Livia Lancelot, die vor dem Wettbewerb punktgleich mit Laier die WM-Tabelle angeführt hatte. Im zweiten Lauf jedoch revanchierte sich Laier mit einem klaren Sieg vor Lancelot. In der WM-Zwischenwertung rangiert sie nach dem zweiten von sieben GP mit 72 Punkten auf Rang drei hinter Lancelot (94 Punkte) und der Amerikanerin Ashley Fiolek (80).



Business as usual heißt es in der amerikanischen Superbike-Meisterschaft, nachdem sich Ben Spies, der die Serie in den vergangenen Jahren dominiert hatte, in die Superbike-WM verabschiedet hat. Jetzt gibt wieder Mat Mladin den Ton an, Spies‘ ehemaliger Teamkollege im US-Suzuki-Werksteam. Der 37-jährige Australier war bereits sechs Mal US-Superbike-Meister in der Zeit, bevor der Stern von Ben Spies aufging. Ohne den er offenbar keine ernstzunehmenden Gegner mehr hat: Bei den ersten sieben Rennen der Saison 2009 gab es im US-Superbike-Geschäft nur einen Sieger – Mat Mladin.



Während der Angriff des BMW-Werksteams auf einen Titel in der Enduro-Weltmeisterschaft eher stockend vorankommt – bestplatzierter BMW-Fahrer ist der Finne Juha Salminen in der E2-Kategorie derzeit auf Position sechs –, darf sich die bayerische Truppe in der Deutschen Cross-Country-Meisterschaft bereits über den zweiten Sieg freuen. Nach dem Erfolg beim Saisonauftakt in Tollwitz triumphierte Simo Kirssi, ebenfalls ein Finne, auf der G 450 X auch beim zweiten Meeting in Walldorf.

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