Intro (Archivversion)

Alu-Monster

Nicht nur der Werkstoff Aluminium, sondern auch das völlig veränderte Fahrwerk machen diesen Umbau auf Basis der Ducati Monster S4 zum Hingucker.
Ob man sie nun schön findet oder nicht – höchst außergewöhnlich ist die Alu-Monster von Ferruccio Codutti aus Italien auf jeden Fall. Vorn verpasste der Konstrukteur der Ducati Monster S4 eine selbst entwickelte Achsschenkellenkung, in die er sogar die Bremszangen integrierte. Das Plastikkleid über dem Original-Gitterrohrrahmen ersetzte er durch 1,5 Millimeter dünne Aluminium-Schichten. Der Kühler wurde deutlich vergrößert und wanderte unter den Motor, die Schwinge stammt von einer Ducati 748. Völlig neu ist auch die Auspuffanlage, die in zwei Aluminium-Töpfe auf der rechten Seite mündet. Über Arbeitszeit und Preis schweigt sich Ferruccio Codutti tunlichst aus.
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Interview mit Honda-Produktplaner (Archivversion)

Interview mit Honda-Produktplaner Klaus Bescher zur jüngsten CBF 600 und der CBF-Baureihe insgesamt.
Wie erfolgreich ist die CBF-Modellreihe?
Europaweit war die CBF 600 gleich im ersten Jahr 2004, aber auch 2005 die meistverkaufte Honda. Seit zwei Jahren gibt es die 1000er-CBF. Bis Ende 2007 veräußerte Honda in Deutschland über 25000 CBF, die CBF 500 nicht mitgerechnet. Im Januar 2008 waren es bereits 100000 CBF europaweit.

Was hat zum CBF-Konzept geführt?
Den Anstoß gab der deutsche Markt, der seit 1997 mit rückläufigen Verkaufszahlen kämpft. Zur Gewinnung neuer Motorradfahrer haben wir uns insbesondere an Wünschen orientiert, die Nicht-Fachleute hatten. Für die zählen eher Dinge wie einfaches Handling, ausreichendes Drehmoment, wenig Gewicht, niedrige Sitzhöhe und hohe Benutzerfreundlichkeit. Entsprechend ausgerichtet erfolgte dann die Entwicklung in Japan.

Was entgegnen Sie Stimmen, die eine derartige Orientierung mit Langeweile etikettieren? Und wer kauft CBF?
Bei CBF bedeutet das F Fun. Im Vordergrund stehen Motorradgenuss und Fahrspaß, nicht der Show-Effekt. Die CBF 600 ist kein prestigeträchtiger Hightech-Vorzeigerenner. Aber genau das ist gewollt, denn CBF-Kunden wollen fahren statt auffallen. Der Anteil der Wiedereinsteiger lag in den ersten drei Jahren bei 20 Prozent, der der Neulinge bei etwa 30 Prozent. Der Frauenanteil liegt bei über 20 Prozent, was mich besonders freut.

Das Design der CBF 600 ist eher sanft überarbeitet. Warum?
Bei einem Volumenmodell ist es wichtig, zu modernisieren und das Gesicht zu erhalten. Damit wird verhindert, bisherige Kunden vor den Kopf zu stoßen. Die Familienzughörigkeit muss erkennbar sein und erhalten werden. Wie beim Golf etwa.

Wie geht die Fertigung der CBF-Modelle vonstatten?
Die Motoren kommen fertig montiert aus dem Werk in Hamamatsu, der Geburtsstadt unseres Firmengründers Soichiro Honda, und werden mit den restlichen, in Europa produzierten Teilen im Honda-Werk Atessa in Italien zum fertigen Fahrzeug zusammengefügt.

Buell wird 25 (Archivversion)

»Alles, was ich wollte, war eine Rennmaschine, und am Ende hatte ich meine eigene Firma.« Erik Buell brachte 1983 die RW 750 mit Zweitakter zur Serienreife und baute 1987 die RR 1000 Battletwin mit Harley-Motor. Sechs Jahre später übernahm Harley 49 Prozent der Buell-Aktien. Ergebnis der Kooperation: 1995 der Ur-Streetfighter S1 Lightning. Seit 1998 hält Harley die Aktienmehrheit. Zum 25-jährigen Firmenjubiläum legt Buell mit der flüssigkeitsgekühlten 1125 R den Grundstein für eine neue Modellfamilie mit Rotax-Motoren. Inzwischen fertigen rund 180 Mitarbeiter in Wisconsin, USA, mehr als 11000 Maschinen im Jahr.

Gold Wing Retriever (Archivversion)

In weniger als 90 Sekunden verwandelt sich eine Honda GL 1800 Gold Wing in ein Abschleppvehikel für Pkw. So jedenfalls wirbt der schwedische Hersteller, die Firma Coming Through, für den Retriever, der bis zu 2500 Kilogramm ziehen kann. Klarer Vorteil des Bikes: Die Honda windet sich durch jeden Verkehrsstau, in dem ein Abschleppwagen nicht mehr vorwärtskommt. Der Anhänger findet im Heck Platz, wird bei Bedarf ausgeklappt, und eine elektrische Seilwinde zieht den Pkw auf den Anhänger. In Deutschland ist der Retriever, der voraussichtlich um die 50000 Euro kostet, noch nicht zugelassen. Weltweit sind bislang 50 Stück ver-kauft worden. Infos unter www.comingthrough.se.

Travis Pastrana (Archivversion)

Travis Pastrana schreckt vor nichts zurück: Auf einem chinesischen Straßenmotorrad der Marke Fym hat der US-Freestyler einen Backflip samt Passagier durchgezogen. Bislang sprang Pastrana allerdings nur in einen mit Schaumstoff gefüllten Container, den die Freestyler zum gefahrlosen Trainieren nutzen; www.travispastrana.com.

Motorisierte Zweiräder ohne Plakette in Umweltzonen (Archivversion)

Generell von der Feinstaubverordnung ausgenommen sind Motor-räder. Quads und Trikes, die als Motorräder oder land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen geschlüsselt sind, brauchen ebenfalls keine Plakette. Drei- und Vierräder mit Pkw-Zulassung dagegen schon. Für die Zuteilung der Plakette ist das Feld 14.1. in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder die Stellen 5 und 6 der Schlüsselnummer zu 1 im alten Fahrzeugschein entscheidend.

Kurz Notiert (Archivversion)

Termine eingeben
Bitte geben Sie Ihre Termine im Internet unter www.motorradonline.de/termine selbst ein. Die Datenbank ist Grundlage für eine Veröffentlichung in der Rubrik Termine + Treffen in MOTORRAD.

Suzuki zulegen
Bis zu 1500 Euro gegenüber dem Neupreis können Motorradfahrer sparen, wenn sie ein Best-Price-Bike von Suzuki aus den Modelljahren 2006 und 2007 mit oder ohne Tageszulassung kaufen; www.suzuki.de.

Fazer ohne ABS
Yamaha bietet die FZ6 Fazer in begrenzter Stückzahl in einer Version ohne ABS zum Sonderpreis von 5495 Euro ohne Nebenkosten an. Die Fazer mit ABS kostet 7195 Euro.

Beta-Werk besichtigen
Vom 4. bis 11. Mai organisiert Fennek-Tours eine Beta Factory Tour mit Endurofahren in der Toskana und Werksbesichtigung. Telefon 02151/784056; Internet: www.endurocenter.de.

Führerschein finanzieren
Suzuki offeriert die Finanzierung des Motorrad-führerscheins ohne Anzahlung zu einem effektiven Jahreszins von 6,99 Prozent. Aktionsteilnehmer bekommen beim Kauf bestimmter Modelle wie GSR 600 ABS oder Bandit 650/S ABS einen Bonus von 400 Euro. Internet: www.suzuki.de.

Gabel umrüsten
Eine Umrüstung auf die neueste Gabeltechnik für viele gängige Modelle bietet die Firma HH-Racetech. Der Kit enthält je zwei Cartridge-Dämpfungsein-heiten und Gabelfedern. Eine Feinjustierung der Dämpfung in Druck- und Zugstufe sowie die indivi-duelle Vorspannung der Gabelfedern sind möglich. Preis: 625 Euro. Internet: www.hh-racetech.de.

Die Weltmeister-Replika (Archivversion)

Husqvarna bietet mit der Supermoto SM 450 RR einen Werksrenner mit 55-PS-Einzylinder-Triebwerk an. Was ist sonst noch dran?
Ready to Race – diesen Slogan beanspruchen eigentlich die Marketing-Strategen von KTM. Was nichts daran ändert, dass diese Aussage auch für den Supermoto-Production-Racer von Husqvarna zutrifft. Schließlich bieten die Italiener mit der SM 450 RR eine Kopie der Werks-maschine des amtierenden Supermoto-Weltmeisters Adrien Chareyre an. Herz des 13990 Euro teuren Profi-Drifters ist ein 55 PS starker, vergaserbestückter Single. Die noble Peripherie: handgeschweißter Rahmen mit einstellbarem Lenkkopfwinkel, kurze Schwinge, Anti-Hopping-Kupplung, Titan-Doppelauspuff, Monoblock-Bremszange, Stufensitzbank.

Superbike-WM: Free-TV per Internet dank Infront (Archivversion)

Gute Nachrichten für Neukirchner-Fans: Weil die Fernsehrechte für die Superbike-Weltmeisterschaft, wo der Deutsche dieses Jahr erstmals mit Werksunterstützung aus Japan an den Start geht, neuerdings von der Schweizer Agentur Infront Sports & Media vermarktet werden, sind alle Rennen auch live im Internet zu sehen. Infront, seit 2007 Besitzer der Anteilsmehrheit an Superbike-WM-Promoter FGSport, produziert Bewegtbilder für die Homepage www.worldsbk.com sowie für einen speziellen Kanal auf dem Online-Video-Portal YouTube (www.youtube.com/sbk). »Live-Berichterstattung im TV und per Internet können parallel zueinander erfolgreich sein«, glaubt FGSport-Chef Paolo Flammini. Zusätzlich soll die Serie auch für Renn-besucher attraktiver gestaltet werden.

Zur Hölle (Archivversion)

Quentin Tarantino produziert und präsentiert den Film Hellride, der 2008 beim Sundance Film Festival in den USA vorgestellt wurde. Pistolero, gespielt von Larry Bishop, der auch das Drehbuch schrieb und Regie führte, will sich für die Ermordung seiner Frau rächen, die über 30 Jahre zurückliegt. Dazu rückt der Rocker-Präsi der Victors mit seinen Kumpels The Gent und Comanche aus, um sich die rivalisierende Rockergang 666ers mit ihrem überbösen Boss Billy Wings vorzunehmen. Larry Bishop drehte bereits in den 1960er und 70er Jahren Biker-Movies, die beim breiten Publikum jedoch nicht ankamen. Der Kinostart von »Hellride« ist noch offen.

Die Schuldfrage (Archivversion)

Motorradfahrer – gefährlich oder gefährdet? Autolenker unterschätzen, dass Biker durch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Das hat eine repräsentative Umfrage mit 2000 Beteiligten im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) ergeben. Die größte Gefahr für Biker sei ihr eigenes Verhalten: Das glauben 72 Prozent der Pkw-Lenker, aber nur 57 Prozent der Motorradpiloten. Jeder zweite Biker meint, dass andere Verkehrsteilnehmer sie durch Unachtsamkeit gefährden. Von den Autofahrern sieht das nur jeder Vierte so. Fakt: 52 Prozent der Unfälle mit Verletzten, an denen Biker 2006 beteiligt wa-ren, verursachten andere Verkehrsteilnehmer, so der DVR.

Ducati kauft sich selbst (Archivversion)

Ducatis größter Aktionär Invest Industrial, der über luxemburgische Holdings knapp 30 Prozent an der Marke hält, will die Firma von der Börse nehmen. Gemeinsam mit zwei anderen Investoren, darunter ein kanadischer Pensionsfonds, bietet Invest Industrial nun 1,70 Euro pro Aktie, insgesamt rund 390 Millionen Euro, für die restlichen 70 Prozent. Grund sei, dass man Ducati stabile Mehrheitsverhältnisse garantieren wolle. Der Titel war in den letzten Monaten starken Schwankungen unterworfen.

Digitale Doppelkarte (Archivversion)

Wer ein Kfz zulassen will, braucht dazu einen Nachweis über die Haftpflichtver-sicherung. Ab 1. März führt die Versicherungswirtschaft mit einer Übergangsfrist bis Anfang nächsten Jahres statt der bislang üblichen Doppelkarte in Papierform einen siebenstelligen Code ein. Dieser Code soll später auch per E-Mail oder SMS versendet werden. Weil noch nicht alle Zulassungsstellen elektronisch vernetzt sind, wird der Code jedoch zunächst in die alte Doppelkarte gedruckt. Durch die Änderung erhoffen sich die Versicherer weniger Bürokratie und kürzere Wartezeiten. Die elektronische Versicherungsbestätigung ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Online-Anmeldung eines Fahrzeugs; www.versicherung-und-verkehr.de.

Hyperpro-Importeur (Archivversion)

Die Firma SO Products (Telefon 05924/ 78360, www.so-products.com) ist neuer Importeur für Hyperpro-Fahrwerkskom-ponenten. Dazu gehören Lenkungs-dämpfer, Federbeine, Gabelfedern sowie Höher- und Tieferlegungskits mit in der Regel progressiven Federn und YSS-Fahrwerke für ältere Maschinen.

Ein Krachhut aus Bambus (Archivversion)

mit EU-Norm Die französische Firma Roof hat einen Jet-Helm aus Bambusfasern entwickelt, der die ECE-Norm 22.05 erfüllt und in sieben Größen lieferbar ist. Die Helmschale stellt Roof aus zwei Lagen mit Harz getränken Bambusmatten und einer als Verbindung dienenden Spezialfasermatte her. Preis: 289 Euro; www.careflon.de.

SportKompakt (Archivversion)

Doppelsieg: Troy Bayliss
Ducati-Werksfahrer Troy Bayliss hatte es angekündigt: »Die Rennen in Phillip Island werden mein letzter offizieller Einsatz bei einem Superbike-WM-Lauf auf der Heimatrennstrecke.« Der Australier, mit 38 Jahren als Motorradrennfahrer nicht gerade der Jüngste, blieb seinen Fans bei der Abschiedsparty nichts schuldig. Lauf eins beendete er mit 4,221 Sekunden Vor-sprung vor Landsmann Troy Corser auf der Yamaha als Sieger, Lauf zwei immer noch 1,127 Sekunden vor Honda-Pilot Carlos Checa – da hatte sich Bayliss aber in der letzten Runde schon Zeit genommen, dem Publikum zuzuwinken. Jetzt führt er im WM-Zwischenstand nach vier Rennen mit 88 Punkten vor dem Spanier Fonsi Nieto auf Suzuki (61). Nietos deutscher Teamkollege Max Neukirchner konnte sich mit einem siebten und einem fünften Platz gegenüber dem Ergebnis des ersten WM-Laufs in Losail/Qatar nur minimal verbessern. »Wir kämpfen immer noch mit Fahr-werksproblemen – ohne die wäre Platz zwei im ersten Rennen möglich gewesen.« Immerhin: Platz sechs in der WM-Tabelle liegt absolut im Plan.

Rücktritt: DMSB-Präsi Tomczyk
Hermann Tomczyk, der erst vor zwei Jahren zum Präsidenten des Deutschen Motor Sport Bunds (DMSB) gewählt wurde, wird dieses Amt bei der Mitgliederversammlung am 5. April vorzeitig wieder abgeben. »Meine ehrenamtliche Tätigkeit für den Motorsport hat sich zum Full-time-Job entwickelt«, erklärte der 57-jährige Funktionär, der seine Ämter als ADAC-Sportpräsident und beim internatio-nalen Automobilsportverband FIA weiterhin ausüben wird. Zwei Jahre hätten genügt, den DMSB zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen, so Tomczyk.

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