Italienische Motorradindustrie im Aufbruch (Archivversion) Italien

In der italienischen Motorradindustrie tut sich was. Alte Namen mit gutem Klang sollen wiederbelebt werden. Benelli stellt bereits Ende Juli ein Motorrad vor, das voraussichtlich in Erinnerung an die 650er Zweizylinder der 70er Jahre Tornado heißen soll, nun aber mit einem brandneu konstruierten wassergekühlten 900er Dreizylinder, zwei obenliegenden Nockenwellen, Einspritzung. Der vollverkleidete Sportler soll sogar in der Superbike-WM antreten. Entwickelt hat den Motor Riccardo Rosa, früher Technik-Chef des 500er GP-Teams von Cagiva. Produktionsstart: 2001. Auch Morini plant ein Comeback. Die Familie Morini aus Bologna hat die Namensrechte an der traditionsreichen Marke von Ducati zurückgekauft. In den vergangenen Jahren produzierte sie unter dem Namen Franco Morini vor allem 50er Zweitakter für Roller. Fest steht bislang, daß künftig auch Motoren mit 300 bis 400 cm³ hergestellt werden – vielleicht nicht nur für Roller, sondern auch für Motorräder. Maßgeblicher Mann ist Franco Lambertini, der von Piaggio zurückkehrte und zuvor bereits 19 Jahre Entwickungschef bei Morini war. An eine Rückkehr zum Motorrad denkt offenbar auch Gilera beziehungsweise die Muttergesellschaft Piaggio. Angeblich arbeitet eine externe Gruppe bereits intensiv an einem Vierzylinderprojekt, ein Vertrag mit dem Ex-Gilera- und Aprilia-Manager Carlo Pernat soll bereits kurz vor dem Abschluß stehen.Last but not least: Cagiva stellt in Mailand ein brachiales Powerbike vor. Optisch stark an Ducatis Monster angelehnt, bekommt die Raptor - so der Name - den Suzuki TL 1000 S-Motor. Eventuell soll es auch eine mit Lenkerverkleidung bestückte Variante geben.

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