Neue Kawasaki ZX-6R Die Rückkehr zum 636er-Motor bei Kawasaki

+++ Neue Kawa ZX-6R bei Videodreh erwischt +++ Rückkehr zum 636er-Motor +++ ABS +++ Verkleidung neu gestaltet +++

Foto: Pete Farthing

Es war bei den Dreharbeiten zu einem Präsentationsvideo auf der Isle of Man, als die neue Kawasaki ZX-6R dem britischen Fotografen Pete Farthing vor die Linse geriet. Diesem Umstand verdanken seine Fotos ihren informativen Mehrwert. Denn anstatt wie andere Vorserienmotorräder getarnt durch die Gegend zu fahren, musste die Kawasaki für diesen offiziellen Anlass die Karten auf-decken - und tat dies besonders plakativ per Kennzeichen. 636 ZX-6R prangt dort schwarz auf gelb; weniger auffällig ist die Aufschrift 636 vorn auf der Verkleidung.

Kawasaki kehrt also zurück zum sechsprozentigen Hubraumplus, das der japanische Hersteller seinen nicht für den Rennsport bestimmten ZX-6R erstmals im Jahr 2002 spendiert hat. Bis einschließlich 2006 blieb man beim „ausgefransten“ Hubraum; für den Rennsport gab es RR-Modelle mit regelkonformen 599 cm³. 7 PS Mehrleistung und vier Newtonmeter mehr an Drehmoment brachte der um je einen Millimeter mehr Bohrung und Hub vergrößerte Motor, vor allem aber einen viel gleichmäßigeren Drehmomentverlauf und besseren Durchzug. Ab 2007 hatte die ZX-6R wieder nur 599 cm³; begründet wurde dieser Schritt mit den zu hohen Kosten, die bei der -Weiterentwicklung zweier Motorvarianten anfallen.

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Foto: Pete Farthing

Damals war allerdings auch die Situation im Rennsport eine andere als heute. Die RR fuhren in der Supersport-WM hinterher, heute finden sich unter den ersten sechs der WM gleich drei Kawasaki-Piloten. Deshalb wird die aktuelle ZX-6R wohl noch für Rennfahrer im Programm bleiben, und die neue 636 kann deren Fahrwerk weitgehend unverändert übernehmen. Das zeigt ein Vergleich der Rahmen- und Schwingenprofile.

Ändern werden sich die Scheinwerfer und die Verkleidung, die weniger flächig ausgeführt wird und eine höhere Scheibe erhält. Ein Sensorkranz im Vorderrad deutet auf die Ausrüstung mit ABS und/oder Traktionskontrolle hin. Den Preis oder andere Daten wollte Kawasaki noch nicht verraten.

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Foto: Kawasaki

Dafür erklärte ein Kawasaki-Sprecher mit Vehemenz, dass das links unten abgebildete Motorrad, eine neu gestylte Ninja 250 R, für asiatische Märkte bestimmt sei und so nicht nach Europa komme. Was den Redakteur zu der Frage veranlasste, ob denn die aktuelle 250er im nächsten Jahr unverändert im Programm bleibe. „Kein Kommentar“, lautete die Antwort, und sie bedeutet, dass der in die Enge getriebene Mann nichts sagen durfte, aber auch nicht lügen wollte. Sprich: Die Ninja 250 R wird durch ein Motorrad ersetzt, das im Prinzip so aussieht wie das hier gezeigte, sich aber irgendwie unterscheidet. Vielleicht hat es ja auch sechs Prozent mehr Hubraum.

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