Kennzeichen, geknicktes: Polizei macht Probleme (Archivversion) Kapriolen

Geknicktes Kennzeichen bringt 40 Tage Knast

Thomas Scheiter aus Großrückerswalde wollte mit Kumpels in die Alpen, kam aber nur bis Bayreuth. Weil ein Polizist bemaß, der Auspuff sei zwei dB (A) zu laut, und beobachte, wie der Biker seiner Suzi das Kennzeichen geradebog. Scheiter mußte die beiden Serienrohre abschrauben, konnte sich das verbogene Schild nur so erklären: »Dürfte beim Nachzurren des Gepäcks geschehen sein.« Worauf der Polizist das Kennzeichen beschlagnahmen, die Spurensicherung einschalten und Fingerabdrücke abnehmen wollte. Was natürlich seine Zeit dauern würde. Scheiter hoffte noch, seine Reise fortsetzen zu können, machte deshalb einen Fehler. Gab an, das Schild aus Angst vor Strafe zurechtgebogen zu haben. Ahnte nicht, was diese schnelle Lösung bedeutet, wußte noch nicht, daß ein Freund beim Tanken seine Suzi touchiert hatte. Das hätte er schon in Bayreuth erfahren können, doch einem Polizisten nervte das Schrillen von Scheiters Handy dermaßen, daß er es ausschaltete, dann aber vergaß, den Rucksack, in dem es lag, ordnungsgemäß zu schließen. Worauf Scheiter auf dem Weg nach Hause - ABE war infolge Auspufftauschs erloschen - dessen Inhalt über die Autobahn verstreute. Und dann kam der Strafbefehl: 2800 Mark. Ersatzweise 40 Tage Knast.

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