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Mit frischem Geld und abgespecktem Programm will Guzzi aus der Krise

Die Gerüchteküche brodelte: Von der schlimmsten Guzzi-Krise seit Jahren war die Rede. Hintergrund: Der geplante Umzug von Mandello nach Monza war zum Zankapfel zwischen örtlichen Politikern, Gewerkschaft und Geschäftsleitung geworden. Außerdem wurden laufend neue Modelle angekündigt, doch auf den Markt kam nur wenig. Jetzt hat Guzzi einen neuen Geschäftsführer: Mario Tozzi-Condivi, 75, erfolgreicher Manager in der Autobranche und seit drei Jahren bereits Guzzi-Präsident. Er übernahm die Geschäfte von Oscar Cecchinato, der nach dem Scheitern der Umzugspläne das Handtuch warf.Guzzi soll sich auf seine Tradition besinnen: großvolumige Zweizylinder. Projekte wie der 125er Roller Trotter sowie der Einzylinder auf Gilera-Basis werden voraussichtlich eingestellt. Am neuen wassergekühlten Vierventilmotor wird weitergearbeitet, aber er hat keine Priorität. Außerdem erwartet Guzzi über den geplanten Zusammenschluß mit der börsennotierten US-Gesellschaft NAC (Northatlantic Aquisitation Corporation) Anfang 1999 rund acht Millionen Dollar, im Lauf des Jahres weitere zehn Millionen.

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