Kommentar (Archivversion) Groschen und Dukaten

Leistung, so sagt einem der gesunde Menschenverstand, hat ihren Preis. In der Realität sieht das aber oft anders aus. Mancher muß für sein karges Gehalt mächtig ranklotzen, andere mogeln sich durch und verdienen fürstlich. Betrachtet man die Ergebnisse von Yamaha aus diesem Blickwinkel, ist das Ergebnis doppelt traurig. Die billigste Niederlassung arbeitete besser als die beiden doppelt so teuren. Diese Kluft ist auch mit den allgemeinen Preisunterschieden zwischen neuen und alten Bundesländern nicht zu erklären. Außerdem ist die XJ 600 ein typisches Einsteigermotorrad, das recht wartungsfreundlich ist. Man wird das Gefühl nicht los, als wollten sich manche Händler schnellstmöglich eine goldene Nase verdienen. Wie man es auch wendet: Über 700 Mark - das entspricht 13 Prozent des Neupreis - für einen Kundendienst sind zu viel. Der Importeur sollte seinen Händlern bei der Preisgestaltung mal ein bißchen auf die Finger schauen. Sonst kann sich manch einer nämlich nie ein neues Motorrad leisten.

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