Kurbelwellen-Reparatur: Beratung und Spezialisten (Archivversion) Fachgerechte Reparatur von Kurbelwellen

Für den Redaktionskollegen Baumann endete der geplante Wochenendausflug bereits am nächsten Ortsschild. Ohne Vorwarnung versagte der Motor seiner privaten RC 30 plötzlich den Dienst und blieb stehen. Ein Verschlußstopfen an der Kurbelwelle hatte sich gelöst, der Öldruck fiel ab, ein Pleuellager bekam zu wenig Schmierung und fraß - das ergab die Diagnose bei zerlegtem Motor. Häßliche Riefen zeigten sich auf den Lagerflächen des betreffenden Hubzapfens und der Lagerschalen des Pleuels.Mangelnde Schmierung ist der häufigste Grund für Kurbelwellenschäden. Egal ob zu niedriger Ölstand, zu dünnflüssiges Öl durch Benzin-Beimengung oder zu großes Lagerspiel, die Folgen sind immer gleich: Abriß des Schmierfilms und mehr oder weniger schnell beginnender Lagerschaden - was letztlich meist mit dem Motorexitus endet.Bevor die angeknackste Welle ausgemustert wird, sollte sich ihr Besitzer überlegen, ob er statt des Kaufs einer neuen nicht doch besser die alte reparieren läßt. Eine neue Kurbelwelle reißt je nach Modell immerhin ein Loch von bis zu 2000 Mark in die Haushaltskasse - im Fall einer RC 30 sogar deutlich mehr. Und damit ist es noch lange nicht getan. Die zugehörigen Pleuel, oder zumindest deren Lagerschalen, müssen ebenfalls erneuert beziehungsweise repariert werden.Deshalb lohnt sich die Nachfrage bei einem der vielen Motoreninstandsetzungs-Betriebe allemal. Je nach Aufwand und Anzahl der zu bearbeitenden Lagerstellen beginnen die Kosten für Kurbelwellen-Reparaturen bei etwa 400 Mark. Aufwendige Arbeiten an Kurbelwellen für Vier- oder gar Sechszylinder-Motoren schlagen in Einzelfällen auch schon mal mit deutlich über 1000 Mark zu Buche.Repariert werden so ziemlich alle Arten von Kurbelwellen: einteilige, mehrteilige, gepreßte, geschraubte, gleitgelagerte oder wälzgelagerte. Weisen die defekten Wellen allerdings zu tiefe Riefen in den Lagerstellen auf - in der Größenordnung von mehr als einem Millimeter - oder sind zu stark deformiert, raten selbst die Spezialisten zum Neukauf.Bei reparablen Beschädigungen gehen die Betriebe folgendermaßen vor: Die Wellen werden zunächst auf Rundlauf geprüft und falls nötig per Schlagrichten auf weniger als zwei hundertstel Millimeter ausgerichtet. Dieser Arbeitsschritt betrifft alle ungleichmäßig eingelaufenen Kurbelwellen, und das sind immerhin über 90 Prozent. Grund dieses Phänomens sind die durch die einseitigen Riefen verursachten Materialverdichtungen, die wiederum die betreffenden Wellen verziehen. Nach dem Schlagrichten schleifen die Mechaniker auf speziellen Bearbeitungsmaschinen die beschädigten Lagerstellen auf das nächstmögliche Untermaß, für das Lagerschalen erhältlich sind. Wenn es keine Untermaß-Lagerschalen gibt, hilft nur, Material aufzuschweißen und anschließend auf das Original-Lagermaß zu schleifen. Beschädigte Pleuel werden entweder ersetzt oder ebenfalls repariert.Doch Vorsicht: Wer seine Kurbelwelle richten läßt und sie wieder einbaut, ohne den Grund des Schadens zu kennen und zu beseitigen, läuft Gefahr, nach kurzer Zeit erneut stehen zu bleiben. AdressenEgu, Eisentalstraße 3, 71332 Waiblingen, Telefon 07151/561818, Fax 07151/55213Gölz, Am Hasenberg 2a, 64646 Heppenheim, Telefon 06252/4924, Fax 06252/5628Götz, Widdinger Straße 4, 50389 Wesseling, Telefon 02236/81756, Fax 02236/48444Israel, Hauptstraße 54, 56335 Neuhäusel, Telefon 02620/8800, Fax 02620/2799Kayser, Kirschblütenweg 11, 71384 Weinstadt-Strümpfelbach, Telefon 07151/64212, Fax 07151/610154Kexel, Flughafenstraße 10, 56459 Ailertchen, Telefon 02663/6823, Fax 02663/7855Scheuerlein, Hardtstraße 28, 91522 Ansbach, Telefon 0981/17554, Fax 0981/95478Steger, Engersgaustraße 88, 56566 Neuwied, Telefon 02622/98190, Fax 02622/83423

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