Kurtis und die Kennys (Archivversion)

Auch im Dreierpack gelang es der US-Rennsportfamilie Roberts nicht, sich vom letzten Platz der Ergebnislsiten wegzubewegen.

Das Roberts-Team tauchte in Mugello mit einem zweiten Fahrer auf: Kenny juniors Bruder Kurtis Roberts. »Was wir durch diesen Einsatz herausfinden wollten, hat sich schnell bestätigt: Dass das Motorrad nicht zieht«, brummte Teamchef King Kenny. »Kenny junior kommt von der 990er, und wenn er sich auf eine 800er setzt und sagt, sie ist nicht schnell genug, dann ist das eine Sache. Doch Kurtis fährt normalerweise eine 600er – und wenn er behauptet, der Honda-Motor beschleunige nicht, dann demonstriert das in aller Deutlichkeit, womit wir hier zu tun haben.« Kurtis und Kenny fuhren in Mugello an xxx Position, von der Ursprungsidee Anfang 2006, das beste Fahrwerk mit dem besten Motor zu kombinieren, ist derzeit nichts als Ratlosigkeit geblieben.
Trotzdem hält sich Roberts mit harscher Kritik an Honda bedeckt, denn man braucht einander. Honda will die Meinungen und Erfahrungen aus dem Roberts-Team, Roberts stellt mit Honda-Hilfe erste Prototypen für eine kommende GP2-Kategorie mit 1000er- oder 600er -Produktionsmotoren auf die Räder, und Roberts braucht weiterhin einen Motorlieferanten für eine bessere Zukunft.
Die soll sich durch die »F1MAX«-Initiative einstellen, eine Agentur mit Basis im Piratenhotel »Treasure Island« in Las Vegas, die die »Passion für den Motorradsport, wie wir sie in Italien oder Spanien erleben«, auch nach Übersee bringen und auf diese Weise Sponsoren finden will. Beispielsweise laufen bei Fernsehübertragungen eines F1MAX-Partnerteams in der NASCAR-Serie bereits minutenlange Spots über das Roberts-MotoGP-Team.
Noch freilich fließen die Dollars spärlich. »Kenny junior und Kurtis fahren umsonst. Sonst hätte ich als Teamchef längst den Stecker gezogen«, erklärt King Kenny.

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