Kurven ans Meer (Archivversion)

Im Kurvenrausch von den Alpen bis ans Meer schwingen - im Apennin wird Motorradfahren zur Sucht.

Italien ist eines der beliebtesten Reiseländer in Europa. Nicht nur für die Automobilisten, die an die Adria, die Riviera, in die toskanischen Städte, nach Rom, Neapel, Sardinien oder Sizilien strömen. Auch für viele Motorradfahrer ist Italien (neben Südfrankreich) so etwas wie das gelobte Land. Im Norden die Dolomiten und das Trentino mit wunderschönen Pässen und Kurvenstrecken bis zum Abwinken, etwas weiter im Süden die romantische Toskana mit ihren geschwungenen Straßen zwischen sanften Hügeln. Und was gibt es sonst noch? Klar doch: den Apennin! Verläßt man die malerischen oberitalienischen Seen und fährt nach Süden, eröffnet sich ein Mittelgebirge der besonderen Art. Von den großen Touristenströmen unberührt, sind die Strecken dort um so schöner. Wenig Sightseeing, dafür aber fahren, besser noch: unendlich schwingen auf den vielen kleinen, wenig befahrenen Sträßchen. Wie im Paradies. Ein Kurventraum, scheinbar eigens für Motorradfahrer gemacht. Es gibt Touren und Straßen, die sollten nie aufhören. Trotzdem nicht schlimm, daß die Tour zwei Tage in den Cinque Terre an der ligurischen Küste Pause macht. Die fünf pittoresk an den Felsen der Küste klebenden und früher nur mit dem Boot zu erreichenden Dörfer entschädigen voll und ganz dafür. Nach einem Erkundungstag - am Besten zu Fuß entlang der Via dell’amore - geht es über den Apennin zurück in heimatliche Gefilde.

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