Langbahn-WM in Marmande/F (Archivversion) Exklusivrekord

Bei der beeindruckenden Erfolgsbilanz des Sandbahnfahrers Gerd Riss störte ein klitzekleiner Makel: Die Statistik, mit fünf WM-Titeln erfolgreichster Langbahnfahrer der Historie zu sein, teilte er sich mit dem 2000 verstorbenen Briten Simon Wigg. Bis zum 13. Juli im südfranzösischen Marmande: Als beim dritten und letzten Langbahn-Grand Prix 2007 im Finallauf mit dem Franzosen Matthieu Tresarrieu der dritte GP-Sieger des Jahres die Ziellinie kreuzte – zuvor waren Sirg Schützbach (Pfarrkirchen) und Stephan Katt (St. Macaire) erfolgreich gewesen – und Riss ihm als Zweiter folgte, hatte der 42-jährige Schwabe den alleinigen Rekord in der Tasche – möglicherweise für alle Ewigkeit. Denn sein Vorgänger, der vierfache Weltmeister Robert Barth, hat vor Jahresfrist seine Karriere beendet.
Der als WM-Spitzenreiter nach Marmande gereiste ­Stephan Katt sowie der in Pfarrkirchen erfolgreiche Schützbach fanden keine Einstellung zu der 500 Meter kurzen Grasbahn und verspielten ihre Titelchancen, da sie sich in den zwölf Vorläufen nur für das C-Finale qualifizierten. In dem ging es lediglich um die Tagesplätze 13 bis 18.
Riss dagegen führte im A-Finale gleich zwei Mal: Nach einem Sturz des Niederländers Fabriek wurde der Endlauf wiederholt, und dabei bewies der Bad Wurzacher Zimmerermeister einmal mehr seine Routine, indem er Tresarrieu ziehen ließ, aber Kylmäkorpi, der ihm den Titel noch hätte entreißen können, blockte.
Nach dem Finalsieg von Tresarrieu ergab sich Punktgleichheit auf dem dritten WM-Platz zwischen Tresarrieu und Katt. Das in diesem Fall vorgesehene Stechen gewann der junge Franzose; dem chancenlosen Holsteiner riss zu allem Überfluss noch die Kette.
Riss könnte seinem sechsten Rekordtitel in wenigen Wochen einen siebten hinzufügen: Am 1. September wird in Morizès/F die erste Langbahn-Team-WM durchgeführt. Klarer Favorit: Deutschland.ts

www.gerdriss.de; www.speedway.org

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