Laufruhe Motor/Antrieb

Der eine mag's durchaus geschüttelt, beim anderen darf sich überhaupt nichts rühren: Vibrationen sind ein ewiges Thema unter Motorradfahrern. Ganz emotionsfrei gesehen ist es am besten, wenn der Motor seine Lebensäußerungen so weit im Zaum hat, dass der Fahrer davon rein gar nichts mehr spürt. Vibrationen steigen in aller Regel mit dem Hubraum und umgekehrt proportional zur Zylinderzahl. Im Klartext: Große Zweizylinder schütteln tendenziell recht heftig, kleine Vielzylinder kaum. Der Konstrukteur kann je nach Zylinderkonfiguration durch Ausgleichswellen oder dämpfende Gummielemente für mehr Ruhe sorgen. Auch kommt es auf die Feinabstimmung zwischen Fahrwerk und Motor an, damit keine störenden Resonanzschwingungen entstehen. Oft stören die derben Schwingungen eines dicken V2 weniger als feines, nerviges Kribbeln mancher Vierzylinder. Vibrationen können aber ebenso von Fahrbahnunebenheiten, die das Chassis zu Resonanzschwingungen anregen, ausgehen.

Die KTM Adventure könnte wegen des starr verschraubten V2 mit geringen Schwungmassen ein kräftiger Schüttler sein. Doch die zentrale Ausgleichswelle schafft es in Verbindung mit Gummilagern am Lenker offensichtlich ganz gut, die Vibrationen im erträglichen Maß zu halten. Nur bei hohen Drehzahlen auf lange Dauer wird es auf der Adventure ungemütlich.

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