Lebensversicherung bezeichnet Motorradfahren als Risiko (Archivversion)

Diskriminierend

So mancher Biker blecht monatlich, um seine Lieben vorm finanziellen Ruin zu schützen, falls doch mal etwas passiert. Aber Vorsicht. Zumindest wer eine Risiko-Lebensversicherung abschließt, sollte aufs Kleingedruckte achten. Zum Beispiel bei der Cosmos Direkt. Denn dort erhöht sich der Nettobeitrag, wenn besondere Gefahren vorliegen. Unter Freizeitaktivitäten wird als Risiko Motorradfahren aufgelistet. Kostet 1,10 Mark mehr im Monat. Das freut vor allem diejenigen, die jeden Tag auf dem Zweirad zur Arbeit eilen. Rauchen jedenfalls kommt billiger als Biken: nur 60 Pfennig Aufschlag. Ganz schlimm dran ist ein motorradfahrender Bergarbeiter, der raucht und Fallschirm springt:ein monatliches Plus von 9,70 Mark. »Wir wollen niemand diskriminieren. Es geht uns um eine verursachensgerechte Prämie«, argumentiert Paul Neurohr, Pressesprecher der Cosmos Direkt. Vertreter anderer befragter Versicherungen geben sich dennoch empört: Die Reaktionen reichen von »um gotteswillen, das wäre ja schlimm« über »sinnlos« bis zu »als Fußgänger lebt man auch gefährlich«. Freilich verlangen auch VPV, Iduna Nova, WGV und Stuttgarter Lebensversicherung mehr von Rennsportlern.
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