Lebensversicherung: Biker als Risikogruppe (Archivversion)

Die Statistik hat immer recht. Oder gibt es andere Gründe für höhere Prämien?

Mit Statistiken läßt sich alles beweisen. Etwa, daß rothaarige, Käsekuchen verspeisende Allgäuerinnen besser Skifahren als blonde, Labskaus vertilgende Holsteinerinnen. Zahlen belegen zwar auch, daß Biker gefährlicher leben als Nur-Autofahrer. Aber reicht das schon aus, um alle Kradler über einen Kamm zu scheren, wie es die Europa ungeniert praktiziert? Mir drängt sich eher der Verdacht auf, daß die Assekuranz den »Normalbürgern« mit ihrem Prämienaufschlag signalisieren möchte: »Kommt zu uns, hier ist es billiger, weil ihr nicht das Risiko für diese wilden Typen auf ihren schnellen Maschinen mittragen müßt.« Daß es sich dabei tatsächlich um eine Marketingstrategie handeln könnte, zeigt sich daran, daß andere Risikogruppen diskret in der allgemeinen Gesundheitsüberprüfung verarztet werden.

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