Leistungs-Zuwachs (Archivversion)

Ist es möglich, mit einem Leichtlauf-Motoröl noch etwas Leistung
aus dem Motor meiner 2006er-R1 herauszukitzeln? Und bleibt die Schmiersicherheit auch bei extremen Bedingungen erhalten?
Ronald Kabella
Motorex,
Oil of Switzerland,
Leiter Export
www.motorex.com
Leistungsoptimierungen über das Motoröl sind grundsätzlich möglich. Allerdings kann dies nicht über einen möglichst tiefen Reibwert erreicht werden, wie er von den im Pkw-Bereich eingesetzten Leichtlauf-Ölen versprochen wird. Im Gegensatz
zu den Personenwagen verfügen Motor-
räder über nur einen Ölkreislauf, der den Motor und das Getriebe schmiert, aber gleichzeitig auch den Kraftschluss in der Kupplung unterstützt. Ein zu tiefer Reibwert hat zur Folge, dass die vom Motor produzierte Kraft nicht mehr optimal über die Kupplung an das Getriebe weiter-
gegeben werden kann. Eine so erreichte Leistungssteigerung verpufft also ungenutzt. Diese gegenläufigen Anforderungen an ein Öl sind für die Chemiker und
Ingenieure im Motorrad-Bereich ein alt-
bekanntes Thema, und deren ständige Optimierung gehört deshalb seit langem zur Kernanforderung jeder Neuentwicklung. Maximale Leistung darf dabei nie auf Kosten der Schmiersicherheit gehen, und es ist die Aufgabe der Ölhersteller, diese Gratwanderung möglichst optimal zu meistern. Motorex hat es beispielsweise beim Rennöl für das Yamaha-Supersport-WM-Werksteam in der vergangenen Saison geschafft, die Leistung im Vergleich zum zuvor eingesetzten Öl klar messbar zu erhöhen. Solche Entwicklungsschritte und Erfahrungen aus dem Renneinsatz fließen direkt in die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte ein. Qualitativ hochwertige Markenöle können ihre volle Leistungsfähigkeit auch unter extremen Belastungen entfalten, die Schmiersicherheit bleibt erhalten.

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