Leistungseintragung (Archivversion)

Meine alte Suzuki GSX-R 750 ist mit versicherungsungünstigen 74 kW (100 PS) eingetragen, die sie mit inzwischen über 100000 Kilometer Laufleistung mit Sicherheit nicht mehr erreicht. Kann ich die Maschine von einem Sachver­-stän­digen auf den Prüfstand stellen lassen, um dies zu bescheinigen und dadurch eine Versicherungsklasse tiefer zu rutschen?

Dipl.-Ing. Harald Rüttgers, amtlich anerkannter Sachverstän­diger für den Kraftfahrzeugverkehr,TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH,www.tuv.com

Vermutlich würde eine Messung der Motorleistung in Anbetracht des Alters und der Kilometerleistung Ihrer Maschine tatsächlich ein Ergebnis passend zur 72-kW-Einstufung liefern. Eintragungs­fähig ist dieser gemessene Leistungs­verlust jedoch nicht, denn: Erstens ist das Fahrzeug technisch unverändert, es unterliegt bezüglich der Minderleistung lediglich einem (natürlichen) Verschleiß, der in den Fahrzeugpapieren nicht berücksichtigt werden kann. Zweitens: Eine Eintragung von veränderten Fahrzeugdaten bedarf immer einer technischen Änderung – und die liegt nicht vor. Und drittens: Nach einer Motorrevision – wie sie bei hohen Laufleistungen häufig vorkommt – müsste konsequenterweise die (wieder­hergestellte) Serien-Motorleistung eingetragen werden. In die niedrigere Versicherungsklasse rutschen Sie also nur, wenn Sie sich den Einbau eines entsprechenden Drosselsatzes bestätigen und eintragen lassen.

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