Leistungsentfaltung

Power satt, und das in allen Lebenslagen- so hat es der Motorradfahrer im allgemeinen gern. Was ein Motor leistet, lässt sich an Zahlen und Messwerten erkennen, und jedes Motorrad kann sich in den Kriterien Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Durchzug reichlich Punkte verdienen. Andererseits gibt es neben nüchternen Zahlen noch etwas wie "gefühlte" Power, das subjektive Erlebnis der Leistungsentfaltung. Eine im Alltag besonders wichtige Komponente ist das nutzbare Drehzahlband. Wirkt der Motor gequält, muss er für zügiges Vorankommen auf der Landstraße durch ständiges Schalten in einem schmalen Bereich bei Laune gehalten werden? Oder zieht er im hohen Gang ohne Delle in der Leistungskurve satt und gleichmäßig durch? Ein weiterer Aspekt ist die Drehfreudigkeit, die nicht unbedingt im Widerspruch zu einem kräftigen Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen stehen muss. Bei der Bewertung wird neben den subjektiven Fahreindrücken verschiedener Testfahrer auf der MOTORRAD Testrunde auch das Prüfstandsdiagramm herangezogen.

Ein gutes Beispiel für eine vorbildliche Leistungsentfaltung liefert die Suzuki GSX-R 1000, die enormen Druck aus dem Drehzahlkeller mit spritziger Drehfreude bis an den Begrenzer verbindet. Dafür kassiert der Supersportler die maximale Punktzahl, nämlich 30. Am anderen Ende der Skala findet sich die Harley Sportster 883 mit nur zehn Punkten, da der Zweizylinder in keinem Bereich durch Kraft überzeugt. Die Kawasaki Z750 verdient sich wegen ihrer gleichmäßigen Motorcharakteristik gute 25 Punkte.

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