Leitplanken: Reportage über neue Systeme (Archivversion)

Helmut Nikolaus, Leiter des Rheinischen Straßenbauamtes Euskirchen, plädiert für die Verwendung von Leitplanken mit Unterfahrschutz.Was ist der Grund für Ihr Engagement?Wir haben festgestellt, dass die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer in unserem Zuständigkeitsbereich in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Deshalb wollten wir auf drei betroffenen Strecken den Straßenseitenraum entschärfen. Und wir haben uns überlegt, wie wir Stellen, wo zwingend Schutzplanken nötig sind, für Motorradfahrer sicherer machen können.Und das Ergebnis?Nachdem wir in rund 20 Kurven die neue Konstruktion haben, hat sich die Situation deutlich verbessert. Etwa an der Strecke von Münstereifel bis an die Ahr. Dort sind Stürze ohne schwere Verletzungen ausgegangen, weil der Anprall an Pfosten vermieden wurde.Sind Leitplanken mit Unterfahrschutz sehr teuer und werden deshalb meist nicht verwendet?Die Mehrkosten belaufen sich auf etwa 30 Mark pro laufenden Meter gegenüber herkömmlichen Schutzplanken. Wir sprechen von Beträgen, mit denen Straßenbauverwaltungen durchaus leben können.Was tun Sie dafür, dass Ihr Beispiel Schule macht?Wir haben Seminare für die Fortbildung von Straßenbauingenieuren durchgeführt und konnten die rheinischen Straßenbauämter von den Vorteilen überzeugen. Der Minister für Verkehr in Düsseldorf wird einen Pilotversuch in Nordrhein-Westfalen veranlassen.

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