Leser fragen - Experten antworten (Archivversion)

Lenker anbohren
Ich möchte
einen LSL-Streetbar-Lenker in Alu. Nach längerer Recherche war ich mir
sicher, dass ich das Ding mit Bohrungen für
die Armaturen montieren möchte. Nun habe ich
erfahren, dass eben dieses nachträgliche Anbohren von Zubehörlenkstangen zum Erlöschen
der ABE führen kann. Die Alternative: ohne
Bohrungen und stattdessen Nippel abfeilen?
Antwort von Detlef Achterberg, LSL Motorradtechnik in Krefeld, Telefon 02151/55590:
Die Thematik ist bekannt bei LSL. Da kein Umbauer auf die Fixierung der Schalterelemente verzichten möchte, haben wir unsere Lenker
für das nachträgliche Bohren in diesem Bereich prüfen lassen. Alle LSL-Lenker sind dafür zugelassen, dass der Monteur eine maximal fünf Millimeter große Bohrung für den Eingriff der Gehäusestifte
einbringt. Das ist extra vermerkt im Teilegutachten unter Punkt IV.8. (»Hinweise und Auflagen«). Die Position der Bohrungen wird festgelegt, indem der Kunde den alten Lenker beziehungsweise Stummel misst und die Bohrungen identisch übernimmt. Sie müssen sich also kein Kopfzerbrechen wegen eines Erlöschens der Zulassung machen. Vielleicht noch als weiterer Hinweis: LSL hat vor fünf Jahren exklusiv einen Alu-Lenker für die Innenführung von Kabeln prüfen lassen
(Ausgang mittig zwischen den Klemmböcken). So ist es zum Beispiel bei BMW-Modellen möglich, die Kabel für die Griffheizung genau wie in serienmäßiger Ausführung innenliegend zu führen oder aber Kabel
für Blinker an den Lenkerenden innen zu verlegen. Diese Lenker
sind fertig gebohrt und dürfen nicht selbst gebohrt werden. Die Verwendung ist nur an Klemmungen ohne Gummilagerung möglich.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel