Leser fragen - Experten antworten (Archivversion) Leser fragen - Experten antworten

Was passiert: die Showeinlage wird zum Fiasko. Für ein besseres Verständnis, zunächst ein paar Worte über das Burnout-Prozedere: Die Vorderradbremse wird gezogen, das
Motorrad möglichst tief in die Gabel
gedrückt, das Heck entlastet. Dann lasse ich im ersten Gang die Kupplung kommen und beginne, Gas zu geben, damit das Hinterrad durchdreht.
Jetzt kann ich Drehzahlen geben und es qualmen lassen. So weit zum Grundsätzlichen. Mit ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl klappt das auf jedem Motorrad. Mit zwei großen Ausnahmen. Bei Motorrädern mit einem Integralbremssystem dreht sich logischerweise nichts. Ist das Motorrad mit ABS ausgestattet, passiert Folgendes: Das Steuergerät registriert ein stehendes Vorderrad sowie ein sich drehendes Hinterrad und gibt die Bremse urplötzlich wieder frei. Fatalerweise
erst dann, wenn das Hinterrad bereits ordentlich auf Touren
gekommen ist, wie ich bei einem Selbstversuch mit einer BMW F 800 feststellen musste. Wohl dem, der auf diesen
Augenblick gefasst ist und bei dem Manöver keine stehenden Hindernisse wie eine Ampelschlange vor der Nase hat.

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