Leserbriefe aus MOTORRAD 01/2011 Leserpost

MOTORRAD 26/2010, Seite 3 und 10
Ich würde weniger den Politikern Vorwürfe machen als den Reifenherstellern. Wenn doch schon seit 2006 eine Regelung besteht, warum hat keiner der großen Reifenhersteller reagiert? Ganz klar: Es bringt nicht genug Profit. Wie viele Testfahrer und Enthusiasten (Wie nennt mich meine Frau? Bescheuerter...) fahren denn wirklich im Schnee bzw. zur Winterzeit? Einfach zu wenige. Daher mein Dank an Continental und das Reifenwerk Heidenau. Wahrscheinlich meckern nun eh wieder die am meisten, die sowieso ein Saisonkennzeichen haben oder nur bei freien Straßen und Sonnenschein fahren. Wozu aufregen? Dann sind die Straßen doch frei und ihr dürft!
Marc Neumann, Wuppertal

Hier kann aber unsere Regierung - ausnahmsweise - mal nichts dafür, dass es keine Winterreifen gibt, sondern einzig und allein die Industrie. Soll sie doch welche herstellen, dann ist das Problem erledigt. Bei uns in Bayern ist es jedes Jahr das Gleiche. Im November, oh Schreck, kommt ganz überraschend der Winter, und viele Autos haben keine Winterreifen montiert. Dasselbe gilt für die Zweiräder. Darum sollte man die Schuld bei den Fahrern suchen, die keine Winterreifen montieren, und bei der Industrie, die keine Winterreifen anbietet. Wenn bei uns im Februar das Elefantentreffen im Bayerischen Wald stattfindet, kann man bei schlechten Wetterverhältnissen leider immer wieder beobachten, wie sehr doch auch erfahrene Motorradfahrer Probleme haben, wenn sie keine geeigneten Reifen haben. Hier hilft halt keine Griffheizung, sondern nur gute Reifen. Die müssen aber erst von der Industrie hergestellt werden.
Rüdiger Bauer, Parsberg

Grundsätzlich bin ich dagegen, alles vom Staat vorgeschrieben zu bekommen, aber wenn es um die Sicherheit geht, bin ich einverstanden. Die meisten Menschen sind vernünftig und ziehen Winterreifen auf, aber so lange es die anderen gibt, die immer "alles im Griff" haben, sind solche Gesetze sinnvoll. Wenn einer mit einer Enduro über ‘nen verschneiten Acker brettert, schaue ich gern zu. Aber nicht, wenn einer mit einer 1000er auf Supersportpellen im Schnee rumeiert. Hier sind die Reifenhersteller gefragt. Und die Erfahrung zeigt, wo sich ein neuer Markt auftut, wird entwickelt und auch verkauft. In ein, zwei Jahren gibt es dann wirklich funktionierende Winterreifen für unser bestes Stück.
Stephan Engelmann, Weil im Schönbuch

Wenn man sich nur ein bisschen fürs Motorradfahren interessiert, weiß man, dass der Reifenmarkt sehr wenig für den Winterbetrieb zu bieten hat. Sorry, die Ausrede "...es gibt genug grobstollige Reifen" (Bundesverkehrsministerium, Red.) gilt nicht! Wer denkt an die Jugendlichen, die auch im Winter auf ihre Maschinen angewiesen sind, um beispielsweise zur Schule oder in den Ausbildungsbetrieb zu kommen?
Thorsten Heger, Rauenberg

Für mich ist das Ärgerlichste, dass diejenigen, von denen die größte Gefahr ausgeht, von dem neuen Gesetz nicht im gleichen Maße in die Pflicht genommen werden wie alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ich hätte mir gewünscht, dass alle Fahrzeugarten inklusive Lkw und Busse in gleicher, konsequenter Weise zum Aufziehen von Winterreifen verpflichtet worden wären und Ganzjahresreifen ausdrücklich als "nicht geeignet" bezeichnet worden wären. Schöne Grüße aus einem Tal an 16-prozentiger Steigung.
Jürgen-Michael Radtke, Freital-Kleinnaundorf

Der Wechsel auf Winterreifen für das Motorrad ist ungleich aufwändiger, und bei einem zweiten Felgensatz auch deutlich teurer als beim Auto. Ich hoffe also darauf, dass in Zukunft keine Winterreifen angeboten werden und das Gesetz mit eurer Hilfe praxisgerecht korrigiert wird. Bis dahin werde ich im Winter auf kalter, aber trockener Straße fahren und hoffen, dass die Gesetzesauslegung meint, dass Schnee, Eis und Matsch nicht gelten, wenn sie lediglich am Straßenrand zu finden sind. Bei einem Unfall werden aber die Versicherungen alles daran setzen, nicht zu zahlen. Ich kenne den Winter, und ich kenne die Versicherungen.
Uli Schnitkemper, Münster

Das ist ja wohl unbestreitbar: Wird es auf dem Motorrad kalt, nimmt man das Gas weg, weil es glatt sein könnte. Wird es jedoch im Auto kalt, stellt man die Heizung wärmer. Was daraus für die Verkehrssicherheit resultiert, mag sich jeder selbst beantworten.
Arnulf Mainzer, Mehringen

Die Umfrage zur Winterreifenpflicht (www.motorradonline.de/winterreifen, Red.) ist leider sehr manipulativ ausgelegt, genau wie der Aufruf auf Seite 10 des Hefts. Es ist doch keineswegs - wie von Ihnen immer wieder suggeriert wird - im Winter das Fahren ohne Winterreifen verboten, sondern nur bei Schnee, Eis und Reifglätte. Bei solchem Wetter ohne Winterreifen Auto zu fahren, ist schon fahrlässig, aber mit einem Zweirad ist das grob fahrlässig, und der Motorradfahrer gefährdet damit sich und andere massiv. Insofern verstehe ich die Aufregung nicht.
Christian Nöll, Norderstedt

Nun haben wir den Salat. Feuerblöd und Konsorten dürfen bei Schnee und Eis nicht mehr fahren, weil es keine Winterschluffen für sie gibt. Große Sauerei, sieht man mal davon ab, dass es wohl auch mit Winterreifen absolut keinen Sinn macht, mit sowas rumzurutschen. Ob es allerdings sinnvoll ist, ein Gesetz zu erlassen, weil zwei bis drei Motorradfahrer wirklich bei Eis und Schnee noch fahren, darf dann wohl doch bezweifelt werden. Gruß an alle Winterfahrer, und immer daran denken: Erst anhalten, dann absteigen.
Marc Weber, Gilgenberg

MOTORRAD 26/2010, Seite 62
Letzte Woche die neue MOTORRAD im Kasten, wie immer gefreut wie Bolle und dann als erstes den Bericht über die Stage I auf Seite 62 gelesen. Ich habe schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht. Okay, ob solche Bikes nun noch sinnvoll sind, sei dahingestellt, aber genau solche Bikes machen doch das Motorradfahren aus. Als i-Tüpfelchen dann der Comic auf der "vorletzten Seite". Danke, macht weiter so!
Stefan Wagner, Würzburg

MOTORRAD 26/2010, Seite 98
Zu den "Fünf blöden Fragen" ist anzumerken, dass wir Fahrlehrer über Fragen dieser Art auch nicht glücklich sind. Wenn man sich jedoch anschaut, wer in den Fachgremien sitzt, dann ist es nicht verwunderlich, dass so etwas verzapft wird. Es ist die gleiche Art Fachleute, die darüber entscheidet, dass mit der Klasse M nur 45 km/h und mit A1 bis 18 Jahre nur 80 km/h gefahren werden darf.
Martin A. Brabandt, Dießen

Herzlichen Glückwunsch zur Reportage über die vier Mädels, die den Mopped-Lappen machen. Sehr interessant und unterhaltsam. Aber ich muss auch mal kritisieren: Auf Seite 100 sieht man, wie die Anna bei ihrer Bremsübung einen Stoppie hinlegt. Aber warum passiert das in Jeans? Gerade in der Fahrausbildung sollte doch für vernünftige Schutzkleidung sensibilisiert werden. Ich bin der Meinung, dass da eine Jeans auf dem Motorrad (auch auf einer 125er) nicht geht. Sollte die Jeans auf dem Foto Protektoren haben, dann habe ich nichts gesagt. Aber danach sieht die Hose nicht aus. Ansonsten bin ich gespannt, wie es weiter geht.
Frank Lambertz, Neuss

MOTORRAD 26/2010, Seite 6
Wahnsinn! Eine kleine Turiner Firma zeigt, wie man aus der netten Gladius mit kleinem Bugdet einen irren Hingucker macht. Bleibt nur die Frage, warum im Hause Suzuki niemand über diese Richtung nachdenkt. Wäre doch dieses Bike eine tolle Erweiterung des momentanen Angebots, da ja in Richtung Supermoto bei Suzuki nichts kommt. Zu sehr hat man sich auf Supersportler konzentriert und dieses Segment total vergessen.
Alexander Wunderle, Augsburg

MOTORRAD 24/2010, Seite 116
Ich vertrete einen großen Serviceversicherer und habe spaßhalber mal nachgerechnet: So kann ich die günstigste Prämie bei zwei eurer Bespielrechnungen sogar nochmals halbieren, bei anderen Beispielen lande ich im Mittelfeld. Auch gibt es in euren Modellen eine Konstellation, für welche von mir kein auch nur annähernd konkurrenzfähiger Vorschlag unterbreitet werden könnte. Was will ich damit sagen? Vergesst diese Prämienberechungsmodelle übers Internet. Diese wirken nur verunsichernd und verwirrend, da die Tarifvielfalt und die unterschiedlichsten individuellen Gegebenheiten für kaum einen Motorradfahrer identische Versicherungsvorschläge zulassen. So individuell wie unser Hobby ist, so individuell sind auch die Versicherungsprämien für Biker/innen und ihre Motorräder.
Uwe Bulling, Göppingen

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