Leserbriefe aus MOTORRAD 04/2011 Leserpost

Ich habe am 20.12.2010 dieses Pärchen fotografiert. Es sind vermutlich zwei Chinesen. Die Bilder entstanden in Ungarn auf der Autobahn M1. Die beiden fuhren bei minus sechs Grad mit 60 km/h in Richtung Osten. Sind sie euch bekannt? Machen sie eine Weltumrundung? Sind sie angekommen? Nach China ist es ein langer, langer Weg… Falls ihr Infos habt, lasst es mich wissen.
Zeljko Durdevic, Altbach

MOTORRAD 3/2011, Seite 14
Glückwunsch zu dieser gelungenen Ausgabe. Von Andalusien (weckt Reiselust) über Helme (hoch informativ) und Highspeed (für Physikfreaks) bis Zweizylinder breitet ihr ein weit überdurchschnittliches Spektrum aus. Absolut wichtig sind für mich jedoch die subjektiven, emotionalen Eindrücke von Werner "Mini" Koch. Wer, wie ich, von Ducati 996 auf Suzuki GSX-R umstieg, wird dem angenehm genitalmassierenden Bollern beim Beschleunigen ohne Zwiebacksägendrehzahlen für immer nachtrauern. Herr Koch hat bei mir eine offene Tür nach der anderen eingetreten. Dafür danke ich ihm.
Udo Hoeltje, per E-Mail

MOTORRAD 2/2011, Seite 10
Die Diskussion um das Thema Winterreifen wurde ja schon entsprechend geführt. Ob es sinnvoll ist, mit einem Einspurfahrzeug über eine geschlossene Schneedecke zu fahren, sei mal dahingestellt (kann auch Spaß machen). Wie sieht es aber bei Motorradgespannen (mit Motorradbereifung) oder gar Quads aus? Das kann auf Schnee mächtig Laune machen und ist gegenüber dem Motorrad halbwegs sicher. Gilt hier auch die Winterreifenpflicht? Gibt es für Quads überhaupt Winterreifen?
Carsten Mächtel, Bad Schönborn

Mein Tipp für Reifengrößen, die es nicht als Winterreifen gibt: Alte Karkasse zum Immler (www.reifen-immler.de) schicken und mit Hakaa oder Nokian neu laminieren lassen. Der Hakaa ist bei Schnee, Eis, weichem Waldboden usw. ein echter Tausendsassa, auf trockener Straße verliert er aber schnell seine Profiltiefe. Der Nokian ist auf der Straße wesentlich beständiger, und wenn man den Reifendruck entsprechend reduziert, ist er ein echt guter Winterreifen, der auch im Schnee greift.
Stefan Eschweiler, Schmelz

In eurem Artikel "Wintermärchen" schreibt ihr auf Seite 11 oben rechts: "Mit anderen Worten: Wer bei Glätte über den Haufen gefahren wird, ist selber schuld." Das stimmt natürlich nicht. Ihr interpretiert die richtige Aussage der Ergo (Versicherung, Red.) falsch. Gemeint ist: Wenn ein Motorrad durch Sturz jemand anderem einen Schaden zufügt (z. B. einen Fußgänger erwischt) und der Sturz auf falsche Bereifung zurückzuführen ist, dann zahlt die eigene Haftpflicht des Unfallverursachers, also des stürzenden Motorradfahrers den Fremdschaden (z. B. am Fußgänger) und nimmt dann eventuell Regress beim eigenen Kunden (Motorradfahrer). Wenn ein Motorradfahrer aber von jemand anderem über den Haufen gefahren wird (z. B. wegen Missachtung der Vorfahrt oder Glätte), dann hat das nichts mit der Frage zu tun, ob das Motorrad Winterreifen drauf hatte.
Thomas Kubisch (Versicherungskaufmann und -fachwirt), Stuttgart

MOTORRAD 25/2010 bis 2/2011
Warum soll eine Frau keinen Motorradführerschein machen? Da möchte ich einmal meine Geschichte erzählen: Ich bin Jahrgang 1941 und habe im Mai 2003 meinen Motorradführerschein gemacht. Also mit 62 Jahren. Der erste Fahrlehrer hat mich abgelehnt und gesagt, ich wäre zu alt. Aber ich habe den Schein trotzdem gemacht und auf Anhieb bestanden. Ich fahre von März bis Oktober 12 000 Kilometer und freue mich jedes Jahr, wenn die Saison wieder anfängt. Im März werde ich 70 und erfülle mir einen Traum: Ich fahre im Juli von Denver aus mit einer Harley durch die USA. Damit möchte ich nur sagen, auch Frauen in meinem Alter können noch Motorrad fahren.
Karin Niedermeyer, Hanau

Ich ärgere mich jetzt schon zum wiederholten Mal über "Mädels machen Führerschein". Ihr habt vier vielseitige, witzige und selbstbewusste Frauen für eure Berichterstattung ausgewählt und trotzdem gelingt es euch mit einer erschreckend unbedachten Leichtigkeit, die Klischees der maskulinen Motorradwelt munter zu bedienen. Es mag den ein oder anderen Motorrad-Redakteur oder -Leser schockieren, aber motorradfahrende Frauen interessieren sich ebenso wenig (oder viel) wie Männer für die Farbe der Schutzkleidung, das Tattoo auf dem Bizeps eines Fahrlehrers und die Handtaschentauglichkeit von Kettenspray. In meinen zwölf Jahren Motorrad-Erfahrung musste ich noch nie einen Spiegel mit Panzerband ankleben, meine 600er Hornet hat keinen Vornamen, darf dafür aber täglich mit mir zur Arbeit fahren und erfreut sich eines rassigen Streetfighter-Umbaus, den ich komplett selbst vorgenommen habe. Wir Frauen sind im 21. Jahrhundert angekommen - wenn ihr Männer ordentlich Gas gebt, dann seid ihr auch bald da.
Anna Schiller, Washington, USA

MOTORRAD 3/2011, Seite 87
Eine Motorradzeitschrift liefert für Männer wie Frauen dieselben Informationen. Auch Männer kaufen Motorräder nach Bauchgefühl (Aussehen). Und wir kaufen Motorräder auch danach, ob sie uns passen. Das erfährt man durch Probesitzen und Probefahren. Von daher verstehe ich deine Erwartungen nicht. Soll nun MOTORRAD diverse Damen in diversen Größen bevorraten, die sich dann auf die verschiedenen Motorräder setzen, sodass Fotos gemacht werden, ob die Füße noch auf den Boden kommen? Muss dann die Redaktion auch noch ein paar kleinere und ein paar sehr groß geratene Männer aus gleichem Grund haben? Und entgegen allgemein gültiger und irriger Meinung ist Männern der Umgang mit Werkzeug nicht angeboren. Auch Männer müssen das lernen. Diesen Herbst habe ich das erste Mal mit einem Freund zusammen einen Zylinderkopf abgebaut. Wollte ich mich nun im Bereich Mode, Stricken oder Schminken versuchen, müsste ich mich heute auch neu einarbeiten. Ich schlage dir aber einen Deal vor: Du bügelst, putzt und kochst. Dafür kümmere ich mich um dein Motorrad und um die Fragen deiner Freundinnen.
Martin Esser, Windach

MOTORRAD 1/2011, Seite 9
Eine große Masse Motorradfahrer in Deutschland ist mit einer Saisonzulassung unterwegs. Aus welchem Grund wurde bei der Beispieldarstellung nicht auch die Variante "Saisonkennzeichen" berücksichtigt? Die Beispieldarstellung ist so schön detailliert und vermaßt, aber leider eben unvollständig. Jetzt hoffen ganze Völkerstämme von Bikern auf die rasche Umsetzung dieser Sache, um endlich ihre alten Kuchenbleche los zu werden.
Steffen Gaßmann, Oschatz

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