Leserbriefe aus MOTORRAD 06/2010 Leserpost

MOTORRAD 4/2010, Seite 89
Jahrelang dominierten die Sushi- und Reis-Motorräder den Markt der Supersportklasse und liefern sich bis heute PS-Kämpfe. Jeder jammerte rum, dass wir nicht in der Lage seien, ein Motorrad zu bauen, das annähernd solche Leistung und Sportlichkeit bringt. Jetzt haben wir ein Supersportgerät der Extra-Weißwurstklasse, die BMW S 1000 RR, das technisch auf höchstem Niveau ist, und trotzdem wird rumgejammert. Ist das der Neid der Japanerfahrer?
Marko Hagn, Kirchroth

Eigentlich bin ich ja nicht der Leserbrief-Schreiber und schmunzle nur ab und an über die Leserpost. Aber Heft 4/2010 fängt ja schon auf Seite drei mit den BMW-Nörglern an, nicht zu reden von weiteren Anti-BMW-Leserbriefen ab Seite 89. Warum erlebt man so viel Gegenwehr inklusive der Vorwürfe einer subjektiven Berichterstattung nur hierzulande? Wenn etwa ein italienisches Blatt über den Testsieg einer Ducati berichten würde, dann wären die Tifosis außer sich vor Stolz und Freude über den Heimsieg. Irgendwie sind manche hier im Lande falsch gepolt.
Lothar Hayo, Bad Laasphe

Bisher war es immer so: Abo kommt freitags, erste Tat "Vorletzte Seite" auf und etwas zum Schmunzeln. Aber seit einiger Zeit erwische ich mich immer öfter dabei, erst die Leserbriefe aufzuschlagen, weil ich hier noch mehr lachen kann. Leute, woher kommt diese Eng-stirnigkeit zu Modellen bzw. Herstellern? Entspannt euch, irgendwann fahren wir sowieso alle Elektrobikes mit ausfahrbaren Stützrädern, die in Warnfarben lackiert sein müssen, mit Nummernschildern vorn, hinten und seitlich. Damit alles politisch korrekt ist, wird auf unserer ebenfalls in Warnfarbe gestalteten Sicherheitsbekleidung die Versicherungs- und Perso-Nummer und die Blutgruppe gut sichtbar aufgedruckt.
Anton Parmasch, per E-Mail

Immer wenn ich lese, dass eine BMW einen Test gewonnen hat oder kaputt ging, freue ich mich auf das nächste Heft. Ich lese dann immer als erstes die Leserbriefe: einfach köstlich. Ich fahre übrigens selbst seit 2001 BMW, bisher ohne Panne, im Gegensatz zu früheren Japanern. Aus dieser Zeit kenne ich auch so eine Kurbelwelle wie bei eurer K 1300.
Jürgen Wondra, Freising

MOTORRAD 4/2010, Seite 52

Kaum zu glauben, doch schon wieder ist der völlig überteuerte und so genannte Luxustourer von BMW außer Gefecht gesetzt. Doch zu meiner Verwunderung ist dieses Wohnzimmer auf zwei Rädern in der Bestenliste im Heft 04/2010 auf Platz eins. Ich verstehe ja, dass es festgelegte Testkriterien gibt, aber ihr solltet gerade bei Tourern mal darüber nachdenken, ob die Testkriterien Zuverlässigkeit und Standfestigkeit Sinn machen würden. Solche Ausfälle dürften heute nicht mehr sein, und schon gar nicht im überteuerten Luxustourer-Segment, wo die Motoren nicht annähernd so ausgereizt werden wie bei aktuellen Supersportlern.
Holger Walter, Homberg

War ja klar, dass die BMWs am besten abschneiden. Was kann man von einem Werbeheft für BMW anderes erwarten? Egal was BMW bringt, für euch ist es das Beste. Ein kleiner Motorschaden gefällig (zum zweiten Mal)? Kann ja mal passieren, da war es halt eine Montagsmaschine. Es würde euch gut anstehen, die blau-weiße Brille abzunehmen und endlich objektiv zu berichten.
Markus Fischer, CH-Dagmersellen

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe soeben mein Abo gekündigt. Grund hierfür ist, dass Ihre Zeitschrift leider zu einer BMW-Hauspostille verkommen ist. Ich will weiter gar nicht auf irgendwelche Testergebnisse eingehen und stelle auch gar nicht in Zweifel, dass BMW gute Motorräder herstellt. Wenn aber zwei kapitale Motorschäden in einem Jahr und bei einer Kilometer-leistung, die gerade für einen Tourer lächerlich ist, als Pechsträhne bezeichnet werden, ist jegliche Objektivität in der Formulierung verloren gegangen.
Henning Sievers, Wetzlar

MOTORRAD 5/2010, Seite 14
Ich habe mir die neue Z 1000 schon angesehen. Sie ist ultrascharf, und ich kann den Test visuell bestätigen. Das oft bemängelte Cockpit sieht allerdings in natura besser aus als auf diversen Fotos. Trotzdem erinnert es mich irgendwie an eine chinesische Spielkonsole. Sorry, Kawasaki, aber das könnt ihr besser!
Manfred Rieckmann, Stelle

Richtig gut wäre der Test geworden, wenn die 2003er-Z 1000 mit von der Partie gewesen wäre. Dunkel kann ich mich erinnern, dass euer Fazit zur 2006er war, dass diese nicht viel besser sei, als die 03er. Im aktuellen Test lese ich zwar, dass Kawasaki ordentliche Arbeit geleistet und viel Geld investiert hat, um das 2010er-Modell zu entwickeln. Aber überragend ist der Vorsprung gegenüber der 06er nicht. Für mich stellt sich die Frage, sind 20 Prozent Preissteigerung innerhalb von acht Jahren eigentlich gerechtfertigt? Klar haben die Nachfolger ABS. Aber sonst?
Dieter Busse, München

Glückwunsch zum Test der Z 1000! In erster Linie, weil das seit langer Zeit mal wieder ein Text ohne dieses verdammte Denglisch war, mit dem ihr euch mit wachsender Begeisterung daran betei-ligt, unsere Sprache zu verknödeln. Kein Powerpäckchen, keine Performance, Handling, Features, Sound, Updates usw. Mich schüttelt es immer, wenn die Gabel nicht weich ist, sondern soft.
Jan Berghaus, Kleve

Der Test ist mit seinem unerträglichen, pseudo-pfiffigen Worthülsen-Geschwurbel sehr mühsam zu lesen.
Michael Bär, Bonn

MOTORRAD 5/2010, Seite 86
Schön, dass ihr euch der alten, schwachen Marken annehmt, denn die sind das Salz in dem ganzen Einheits-brei der anderen Hersteller. Schade nur, dass ihr Potenzial von den jeweiligen Managern nicht genutzt wird, um es in schöne Motorräder umzusetzen. Beispiel Guzzi: Da werden, typisch italienisch, diverse Design-Ikonen auf der Mailänder Messe gezeigt (siehe MOTORRAD 26/2009, Red.) wo nun keiner weiß, ob sie je gebaut werden. Warum gelingt es Guzzi nicht, eine Neuauflage der ersten Le Mans mit 1200er-Vierventilmotor, Speichenrädern, beidseitigem Auspuff und ABS-Bremsen zu bauen? Fragt doch einfach mal die Kundschaft, was sie sich von Indian, MZ, Norton, Kreidler und Co. wünscht, und reicht die Vorschläge an die Hersteller weiter.
Joachim Stuth, Hamburg

MOTORRAD 4/2010, Seite 12
Nach der Lektüre des Fahrberichts über die neue Honda CBF 1000 F stelle ich mir wirklich die Frage, ob die japanische Flagge nun die auf- oder doch eher die untergehende Sonne symbolisiert. Die Qualität des Produkts will ich dabei gar nicht anzweifeln. Die wird sich sicher auf dem gewohnt hohen Honda-Standard bewegen. Vielmehr geht es mir um die Frage, die sich auch der Autor Stefan Kaschel stellt: Warum bietet Honda ein offenbar neues Modell an, lässt das alte aber im Programm und begründet das auch noch mit dem Preisvorteil des Vorgängers? Der Sinn dieser Maßnah-me erschließt sich mir jedenfalls auch nach längerem Nachdenken nicht. Oder sollen nur die Restbestände an alten CBF 1000 abverkauft werden?
Michael Böllner, Wallenhorst

MOTORRAD 5/2010, Seite 34
Dafür hat sich Captain America nicht in den Tank schießen lassen, dass heute ABS und dergleichen an einem angeblichen Chopper vermisst wird. Chopper kommt von "to chop" und bedeutet "alles Überflüssige abbauen". Ist er doch seinerzeit ohne Vorderradbremse durch den Film gerollt. Er würde sich im Grab umdrehen. Bitte mehr Respekt!
Franz Hah, Hannover

MOTORRAD 4/2010, Seite 112
Ich verstehe ja, dass es sehr verlockend ist, einen Motor als quer eingebaut zu bezeichnen, wenn die Breite größer ist als die Länge, wie zum Beispiel der im Artikel als "quer eingebaut" bezeichnete Honda-CX-500-Motor. Fakt ist jedoch, dass sich die Einbaulage immer auf die Lage der Kurbelwelle bezieht, was dazu führt, dass der Motor der CX längs eingebaut ist, wie auch die Motoren der Boxer-BMWs, der Guzzis oder auch der Triumph Rocket III. Auf die Gefahr hin, jetzt als Klugscheißer zu gelten - ich finde, dass ein Fachblatt auch solche Feinheiten korrekt wiedergeben sollte.
Markus Bauer, Markt Schwaben

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