Leserbriefe aus MOTORRAD 08/2010 Leserpost

MOTORRAD 6/2010, Seite 12
Nun ist sie endlich da, die neue Super Ténéré. Über 260 Kilogramm, jede Menge Hi-Tech und jede Menge Geld. Das hat meine Erwartungen weit übertroffen - derart weit, dass ich sie nicht kaufen würde. Gut, sie soll Konkurrenz für die GS 1200 werden, aber ich glaube, das
ist nicht das, was die Super Ténéré-Fans wollen. Mein Vorschlag an Yamaha: die Ténéré 660 mit dem Motor der TDM 900, das wärs! Ich würde gern Yamaha-Kunde bleiben, habe derzeit eine XTZ 750, aber wenn ich jetzt eine neue Enduro kaufen würde, dann die BMW F 800 GS, obwohl ich ein harter BMW-Kritiker bin!
Buricic Milce, per E-Mail

Als ehemaliger, langjähriger XT 550- und XT 600-Fahrer wartete ich natürlich ungeduldig auf die ersten Bilder und Daten der neuen XT. Zusammengefasst kann ich nur sagen: ein Drittel weniger Hubraum, ein Drittel weniger Gewicht, ein Drittel weniger Super, dafür ein Drittel mehr XT, und es hätte etwas werden können. So kann man ja gleich eine BMW GS fahren.
Walo Besch, Flims

MOTORRAD 7/2010, Seite 6
Ich habe den Eindruck, MZ darf nicht mehr auf die Beine kommen. Denn das Geld kann ja nicht knapp sein, wenn z. B. beim Bau des Leipziger Citytunnels eine Million nach der anderen im Erdreich verschwindet. Die veranschlagten 571,62 Millionen reichen bei weitem nicht mehr, 2010 wurde eine weitere Kostensteigerung auf 960 Millionen Euro bekannt. Bei MZ geht es um maximal fünf Millionen Euro, und da ist keine Bank bereit mitzugehen? Schade, dass weder Politik noch Finanzwirtschaft in diesem Land einen Funken Verantwortungsbewusstsein haben.
Mike Seydel, Bad Dürrenberg

Ihr wurdet in den letzten Monaten kräftig gescholten für eure BMW-Berichterstattung - und im Fall der ausgedehnten Vorberichte über die S 1000 RR auch aus meiner Sicht berechtigt. Wegen der kritisierten Testergebnisse jedoch muss ich eine Lanze für euch brechen: Die Punktewertung der Tests erlaubt einen differenzierten Blick auf die Testlinge, was eine Kaufentscheidung nach meiner Erfahrung hervorragend unterstützt. Da wird der vermeintliche Underdog plötzlich zum persönlichen Favoriten, wenn man sich die Mühe macht, die Einzelwertungen zu betrachten. Beispiel Vergleichstest Naked Bikes in MOTORRAD 6/2010. BMW K 1300 R auf Platz eins, Honda CB 1000 R auf drei. Die BMW liegt nach Punkten weit vorn, aber: Beide haben mehr als ausreichende Fahrleistungen, auch die schwächere Honda zieht unter sieben Sekunden von 60 auf 140 km/h durch. ESA brauche ich nicht, und ein Sozius verirrt sich vielleicht dreimal im Jahr auf meinen Rücksitz. Damit verbucht die BMW im Kapitel Motor und Fahrwerk in meiner Wertung noch ganze drei Punkte Vorsprung. Wichtiger sind mir da Handlichkeit und Ansprechverhalten. Im Kapitel Sicherheit stehts ebenfalls fast gleich. Und die Honda bekomme ich deutlich unter Listenpreis, die BMW nicht, macht im wirklichen Leben zirka 7000 Euro Unterschied. Mein Testsieger: Honda. So einfach ist das.
Johannes Sinstedten, Korschenbroich

Ich hatte mir fest vorgenommen, mich zum Thema BMW nicht zu äußern, weil ich den Spaßbremsen, die hinter jedem Test oder eigentlich hinter jeder Bemerkung eine Verschwörung vermuten, keine Aufmerksamkeit schenken wollte. Doch mittlerweile ist es nicht mehr unterhaltsam, sondern einfach nur noch albern. Und wenn man sich mal fragt, warum die Deutschen in der Welt als so unlustig wahrgenommen werden, dann sicher auch wegen dieser Art von Selbstzerfleischung. Jedes andere Land ist stolz, wenn seine Produkte an der Weltspitze stehen. Ich jedenfalls bin stolz, dass hier in Berlin (übrigens eine Stadt, die sonst nichts auf die Reihe bekommt) Motorräder gebaut werden, die, ob man sie mag oder nicht, einfach gut sind und immer besser werden.

P.S.: Ich kündige den "Kicker", weil Hertha absteigt, ich kündige meine Tageszeitung, weil Mallorca im Wetterbericht besser wegkommt als Berlin, und ich kündige den "Feinschmecker", weil mein Lieblings-Champagner schon wieder nicht gewonnen hat.
Guido Lancelle, Berlin

Ich lese MOTORRAD seit 20 Jahren und leider muss ich feststellen, dass die Leserbriefschreiber Recht haben: MOTORRAD ist die Hauspostille der BMW-Motorradabteilung. Ich habe keine Lust mehr, mit Werbung für diese Marke überschüttet zu werden. Ich kaufe meine Motorräder mit dem Bauch und den Augen, und BMWs sind so gebaut, dass ihr Anblick meinen Augen weh tut und ich Bauchschmerzen von ihnen bekomme. Eure Werbekampagne möchte ich nicht mehr bezahlen. Ich werde mir also ein neues Magazin suchen.
Herbert Hasslberger, Kiel

An alle Abokündiger und BMW-Dauernörgeler: Schaut euch doch bitte mal die Ergebnisse der Leserwahl zum Motorrad des Jahres an (MOTORRAD 6/2010, Red.). In allen fünf Kategorien, in denen BMW angetreten ist, belegen sie jeweils Platz eins - und noch drei weitere Platzierungen. Wo sind denn eure ach so hochgelobten Joghurtbecher? Seid doch mal stolz darauf, dass die besten Motorräder aus diesem unserem Lande kommen und auch zum allergrößten Teil hier produziert werden. Das bringt Arbeitsplätze und Kaufkraft. Wir können beides gut gebrauchen.
Hilmar Langguth, Berge

MOTORRAD 6/2010, Seite 18
Oft gab es Gründe, einen Leserbrief zu schreiben, doch in die Tat wurden sie nie umgesetzt. Bis jetzt. Heft Nr. 6, Seite 21 - schaut sie euch an: Diese elf vor Kraft strotzenden Körper in teils knackig engem Lederdress auf diesen schönen nackten Maschinen. Geiles Foto dachte ich mir. Doch es kommt noch besser: Wheelies, Burnouts - ein geiler Test. Genau so etwas möchte ich als Leser sehen, und nicht so steife Bilder, die einem den Eindruck vermitteln, der Fahrer würde zum nächsten Seniorenbingo fahren.
Udo Zimmermann, Bornich

Da kreiert ihr einen Vergleichstest mit zehn richtig schönen Naked Bikes plus einer BMW, dem aber nichts Wichtiges zu entnehmen war. Ich kann zwar die Punktewertung durchgehen und die Messwerte über Fahrleistungen, Verbrauch usw. studieren - aber was das Fahrfeeling und somit die Unterschiede der Bikes ausmacht, da war fast nichts darüber zu lesen. Sorry, aber das konntet ihr schon mal besser.
Matthias Wolz, Dittelbrunn

Es war ein Genuss, den Test der Naked Bikes zu lesen. Ich frage mich immer nur, warum es so lange dauert, bis die Hersteller den Markt mit solchen Motorrädern bedienen. Mir ging es zu lange, und so habe ich vor sechs Jahren mein eigenes Naked Bike gebaut. Gewichts- und leistungstechnisch bin ich immer noch voll auf der Höhe: 134 PS/116 Nm am Hinterrad und 196 Kilo vollgetankt. Man nehme eine Bimota SB 4, schmeiße alles weg außer Rahmen, Tank und Sitzbank, baue USD-Gabel, Aluschwinge, 17-Zoll-Räder und einen überarbeiteten Bandit-Motor ein, feine Bremsen drauf - fertig. Ich werde mir aber trotzdem die MV Brutale kaufen.
Wolfram Lang, per E-Mail

MOTORRAD 6/2010, Seite 34
Auf den Fotos im Bericht "Herzattacke" über die Naked Bikes tragen die Fahrer Jeans-ähnliche Motorradhosen. Könntet ihr mir bitte mitteilen, um welchen Hersteller es sich dabei handelt?
Jörg Schmidt, Wiehl

MOTORRAD 6/2010, Seite 68
Die weitaus größte Gefahr entlang der genannten Routen ist die helvetische Rennleitung, die für moderne, staatlich sanktionierte Wegelagerei zuständig zeichnet - sie ist natürlich immer omnipräsent. Und sie ist es auch immer öfter mit Laser-Pistolen! Vor allem der Susten, der Grimsel, der Oberalp, der San Bernardino und der Klausen sind aus dem Grund wahre Minenfelder und immer mit Vorsicht zu genießen.
Roger Seiler, per E-Mail aus der Schweiz

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