Leserbriefe aus MOTORRAD 15/2010 Leserpost

MOTORRAD 14/2010, Seite 14
Hut ab vor dem Mut der Beteiligten, dieses Projekt durchzuziehen. Wenn auch Zweifel bleiben, wie viel Platz im Markt für so einen hochpreisigen Power-Roadster ist. Und gegen eine breit aufgestellte Motorradpalette mit verschiedenen Varianten dieses Motorprinzips sprechen meiner Meinung nach die konstruktionsbedingten Nachteile in Leistungsausbeute und Effizienz, die es schwer machen, gegen die etablierte Konkurrenz anzukommen. Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen, wie weit dieses Konzept den Weg auf die Straße schaffen wird.
Kai Lunau, Ober-Mörlen

Wie ich die geplante Horex finde? Überflüssig! Seit Jahren ist der Motorradmarkt in Deutschland rückläufig. Immer weniger junge Leute können sich fürs Motorrad begeistern, wir frönen bald einem Altherrenhobby. Ich möchte auch nicht unbedingt als Chefredakteur Aufbruchsstimmung verbreiten müssen. Aber soll man deshalb jede Träumerei bejubeln? Wer braucht denn noch ein sündteures 200-PS-Gerät von einem Kleinsthersteller, der bald wieder zumachen wird? Das könnte man wirklich von den Italienern gelernt haben. Wer braucht denn exotische Motorentechnik, die gerade mal in einem Kriterium (Kompaktheit) fürs Zweirad geeignet ist? Hier hat Norton mit dem Wankelmotor doch wohl vorgeführt, dass das nicht reicht. Also, lasst alte Männer wie mich (56) weiter von früher träumen, als Motorradfahren nicht nur mit Zylinderzahl- und PS-Protzerei lockte, sondern ein bisschen nach Freiheit und Rebellion schmeckte. Die Horex VR6 stellt ins Museum. Direkt neben die Münch.
Mathias Nitz, Bochum

Ich finde das Motorrad schön! Es hat, für mich, eine stimmige, schlichte und offensichtlich benutzerfreundliche Optik! Die Sitzbank schaut einmal schon so aus, dass Fahrer und Sozius längere Zeit komfortabel darauf sitzen können. Heute eine Rarität! Außerdem sind die Armaturen und der Rundscheinwerfer sehr gelungen! Der Motor ist sehr innovativ, schauen wir einmal, ob er sich in der Praxis bewährt. Der Zirkapreis von 20 000 Euro, naja, der wird sich schon irgendwie stückzahlmindernd auswirken, ist aber für den technischen Aufwand sicher gerechtfertig.
Franz Feyertag, A-Sieghartskirchen

Zur vorgestellten Horex fällt mir spontan nur "Generation Playmobil" ein: emotionslos bis in die letzte Schraube! Ich bezweifele, dass Design-Professor Naumann Bikerblut in seinen Adern hat. Das Motorrad wird floppen - woher sollen auch die Käufer kommen? Von BMW? Oder gar V-Max-Biker? Nix da! Die nächste Standuhr von Horex. Denn nach der Regina kam ja nichts wirklich Attraktives mehr. Und der Imperator wird es ergehen, wie Nero einst: Sie wird gemeuchelt! Denn ehe das Hirn die Eckdaten des Motors registriert, funken Herz und Bauch schon: "Achtung, alle fertig machen zum Gähnen!"
Rene Scheer, Magdeburg

Wenn‘s klappt, wird die Horex sicher ein tolles Motorrad! Aber: Die Insolvenz ist jetzt schon programmiert! 20 000 Euro, wahrscheinlich sogar noch teurer, sind vollkommen am Normalo-Motorradfahrer vorbei geplant! Diejenigen, die sich dieses Bike leisten können und wollen, sind meines Erachtens keine wahren Mopped-Treiber! Die Macher hätten doch wohl erst einmal versuchen sollen, ein Motorrad mit 800 Kubik zu entwickeln, zwei, drei, vier Zylinder, egal, aber bezahlbar! Überhaupt planen die Hersteller allgemein am Kunden vorbei, immer schwerer, immer höher und bloß nicht zu wenig PS! Dieser Größenwahn wird langsam langweilig.
Lothar Bömack, Wilhelmshaven

MOTORRAD 14/2010, Seite 108
Ich kann Ihre "fahrpraktischen" Testergebnisse für den Schuberth S1 Pro nur bestätigen, muss allerdings die Problematik des versteckt montierten Verschlusses relativieren. Die ersten paar Mal dachte ich auch "was für ein Scheiß" - allerdings lernen auch mittelmäßige Feinmotoriker wie ich in sehr kurzer Zeit die zügige Sicherung das Helms, weil der Mensch an sich ja lernfähig ist (auch noch mit knapp über 50...). Der Test zeigt auch, dass Vorurteile gegen vermeintliche Billigmarken wie HJC nicht gerechtfertigt sind, denn mit einem Produkt aus einem Fernost-"Billigland" als Testsieger hätte ich nie gerechnet.
Roland Schwetz, A-Reichenau i. M

MOTORRAD 14/2010, Seite 20
Toll, wie Yamaha das mit dem Kardan der XT 1200 Z Super Ténéré hinbekommen hat. Endlich ein Kardan ohne nervige Reaktionen. Aber der Entenschnabel der Ducati Multistrada 1200, "eine Verbeugung vor der Formensprache der BMW?" Bestimmt nicht. Die Formensprache der BMW-Motorräder hat, glaube ich, noch niemand verstanden. BMW-Maschinen sind leider immer sehr unattraktiv. Zu Motorrädern mit Geländetauglichkeit gehört für mich ein kleiner Schnabel dazu. Das hat Ducati jedoch 1000 Mal besser hinbekommen. Außerdem sehen die anderen Maschinen aus, als hätte man bei der vorderen Gabel aufgehört, das Motorrad zu bauen. Der Verbrauch der Ducati ist allerdings tatsächlich kein Ruhmesblatt.
Michael Knappe, Jork/HH

Bisher war ich ziemlich sicher, dass die neue Super Ténéré der Nachfolger meiner R 1200 GS Adventure wird - aber mit einem in den ersten vier Gängen kastrierten Motor wird das wieder nix mit einem GS-Killer. Was glaubt Yamaha eigentlich, wer so eine Luftpumpe kaufen soll? Ob sie auch die nächste R1 runterregeln? Hatte mich schon gewundert, warum alle, die schon mal eine Probefahrt gemacht haben, von einem langweiligen Erlebnis berichten. Muss ich meine Adventure also noch ein bisschen pflegen. Vielleicht wird‘s ja was bei der ersten Yamaha-Modellpflege 2012. Oder Honda baut mit dem 1200er-V-Motor eine spannende Reiseenduro - die Hoffnung stirbt zuletzt.
Hartmut Kämper, per E-Mail

MOTORRAD 13/2010, Seite 94
Danke für diesen erfrischenden Artikel. Natürlich gibt es sie noch, die Enthusiasten, die mit dem Zeitgeist der 1960er-Jahre noch heute ansteckend wirken können. Eine Generationen- oder Geschmacksfrage? Wahrscheinlich beides - und von Erinnerungen an honorige Motorsporttradition in England genährt. ich bin ein unregelmäßiger Leser von MOTORRAD und daher nicht ganz sicher, ob‘s schon mal eine Rubrik gegeben hat, die da heißen könnte "Heute vor 30 Jahren..." Da gab es zum Beispiel tolle Motorrad-Grand Prix. Man denke nur an Spa-Francorchamps, Imatra, etc. Ich bin mir sicher: Manch ein Leser würde beim Blättern ins Schwärmen geraten.
Ralf Louis, Wintzen/Rhld.

MOTORRAD 10/2010, Seite 110
Danke an Kawasaki für die Versys! Sie ist perfekt für Hausstrecke oder auf großer Reise. Absolut inakzeptabel sind jedoch die Verwirbelungen des Modells bis 2010 bei Tempi über 100 km/h und die damit entstehenden Lautstärken. Da spielt der Scheibentyp ebenso eine untergeordnete Rolle wie die Körpergröße des Fahrers. In den Foren wird seit Jahren daran gearbeitet, Lösungen hierfür zu finden. Leider ohne echten Erfolg. Wie es perfekt geht, zeigt doch Suzuki mit der V-Strom. Ich fordere Kawasaki auf, hier noch ein paar Ingenieursstunden zu investieren und das Mopped fertig zu entwickeln.
Christian Klippel, per E-Mail

MOTORRAD 13/2010, Seite 100
Wie es der Zufall will habe ich eine Woche vor eurem Biker-Jeans-Test in der Eifel selbst Dummy auf einem Bitumenfleck gespielt. Testgeschwindigkeit 80 km/h und Gewicht 90 Kilo passen auch. Die Korrekturbremsung auf der Geraden vor einer Kurve führte zu sofortigem Niederschlag auf den Asphalt und 20 Metern Rutschpartie. Yamaha TRX Schrott, Vanucci Hose top getestet! Ich blieb bis auf eine kleine Hautabschürfung unterhalb des linken Knieprotektors unverletzt. Die Hose ist nicht gerissen, der linke Knieprotektor hat einen fünf Millimeter tiefen und 20 Millimeter breiten Krater, der ohne Protektor jetzt in meinem Knie wäre. Es ist mir unverständlich, dass es immer noch Motorradfahrer gibt, die in kurzen Jeans und T-Shirt durch die Gegend fahren. Super realistischer Test, macht weiter so. Der Kauftipp wird sofort wieder beschafft.
Rolf Scheerer, Wermelskirchen

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