Leserbriefe aus MOTORRAD 18/2010 Leserpost

MOTORRAD 14 bis 17/2010
Ich bin doch immer wieder erstaunt, an welchen banalen Fehlern Fachleute in Werkstätten scheitern, die jeder halbwegs begabte Laie entdecken und beheben könnte. Es macht mir Angst, mein Motorrad Mechanikern anzuvertrauen, die sich solche Schlampereien dann auch noch bezahlen lassen, was eigentlich den Tatbestand des Betrugs erfüllt. Was ich an den Tests vermisse, ist eine schriftliche Stellungnahme des Händlers und/oder des Importeurs.
B. Hannes, CH-Zug

Endlich ein ordentlicher Werkstättentest für Mopeds. Mir ist mit Werkstätten viel Arges widerfahren im Verlauf der letzten zwei Jahre vor Verkauf meiner KLR 600 Ende 2008. Einmal fiel der Bremssattel vorn während der Fahrt ab, baumelte an der Bremsleitung. Zufällig fuhr ich gerade langsam. Oder ich bekam die KLR nach Reparatur ohne Motorölzurück. Es war kein Öl im Motor! Ich kontrollierte glücklicherweise vor dem Losfahren. Nach diesen Erfahrungen habe ich die Werkstatt gewechselt. Weitet bitte eure Werkstättentests aus! Hier geht es um unsere Unversehrtheit und um unser Leben.
Werner Kohlwes, Braunschweig.

Wenn schon Ihre vorbereiteten, von jedem Laien festzustellenden Fehler (Prüfung vor der Fahrt) von den Fach-leuten zum Teil nicht behoben, aber voll berechnet wurden, muss die etwas böswillige Frage erlaubt sein, wie denn die nicht vom Fahrer kontrollierbaren Arbeiten tatsächlich durchgeführt und ob die erforderlichen Ersatz- bzw. Verschleißteile wie Ventil-Shims, neue Dichtungen oder auch nur die Zünd-kerzen in den heutzutage "verbauten" Motoren tatsächlich eingesetzt werden. Hinsichtlich der ordentlichen Durchührung dieser Arbeiten, die, nebenbei bemerkt, auch noch die höchsten Rechnungen bescheren, ist tatsächlich Vertrauen erforderlich; und genau dieses Vertrauen bröckelt aufgrund der Testergebnisse erheblich. Was kann helfen? Ein Blick in die Werkstatt, Kontakt zu den freundlichen und kompetenten Mechanikern/Mechatronikern garantiert zwar auch nichts, wirkt aber ungemein beruhigend.
Peter Piecha, Soltau

Die negative Bemerkung bei Firma Kato bzgl. der Kosten für ein Ersatzmotorrad finde ich nicht fair. Miet- oder Vorführmotorräder kosten den Händler Geld. Sie sind meist vollkaskoversichert und haben enorme Abnutzung, Kundendienst muss gemacht werden, Reifen usw. Auch wir sind Kawasaki-Händler. Wenn wir sechs bis acht Kundendienstdurchläufe pro Tag haben, müssten wir täglich sechs Motorräder kostenlos zur Verfügung stellen. Wer kann sich das leisten? Diese Motorräder fehlen dem Händler an diesen Tagen für Probefahrten und Vermietung. Dafür sind sie ja eigentlich da. Wichtig ist doch, dass die Kosten für ein Ersatzfahrzeug vor Übergabe besprochen und vereinbart werden.
Maria Grad, Brannenburg

Diese Tests sind seit Jahrzehnten in vielen Bereichen üblich, ebenso die Kommentare der betroffenen Werkstätten. Beides ändert nichts an der unbefriedigenden Werkstattsituation. Wenn ihr euch um die Sicherheit und den Geldbeutel der Motorradfahrer verdient machen wollt, ähnlich wie eure Schwesterzeitschrift mit Auto-Crashtests, dann strengt doch mal einen Musterprozess an und verklagt eine Werkstatt wegen Betrugs. Ihr seid einer der wenigen Motorradfahrer, die das richtig beweisen können. Das wäre mal was!
Stefan Kolodziejczak, Berlin

MOTORRAD 14 und 15/2010
Mich persönlich würde auch die Ge-ländetauglichkeit von Reiseenduros interessieren. Es gibt Fahrer, die mit ihrer Maschine, Koffern, Zelt und Schlafsack z. B. in Island, in der Sahara, auf dem Dalton- oder Dempster-Highway in Alaska bzw. Kanada ohne betreutes Fahren unterwegs sind.
Adolf Krauß, Ismaning

MOTORRAD 17/2010, Seite 50
Ich war mit meiner FJR 1300 AS schon mehrmals in den Alpen, und ich bin von dem Schaltkomfort begeistert. Es ist äußerst angenehm, nur mit dem rechten Zeigefinger rauf- und runterzuschalten. Das macht richtig Spaß. Es stimmt, dass die AS sehr schwer ist, aber sie ist eben ein Tourer, der nicht speziell für das Pässefahren ausgelegt ist. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man mit diesem Motorrad sehr wohl recht zügig Pässe fahren kann.
Hans-Joachim Pross, Wildberg

MOTORRAD 17/2010, Seite16
Da war ich doch echt überrascht: Eine BMW R 1200 GS hat es tatsächlich mal bis zum Gewinn dieses überaus wichtigen Tests gebracht! Das gibt Anlass zum Grübeln über die eigenen Moppeds: Da werde ich mich wohl von meiner Duc und der Honda CBF trennen müssen, um mir eines dieser fahrerischen Wunderwerke zuzulegen - oder nicht?
Elmar Großmann, Otterndorf

Gespannt war ich auf das Alpenmasters 2010 und freute mich sehr, dass die Honda CBF 600 S und die Honda CBF 1000 F dieses Jahr mit dabei sein durften. Beiden Motorrädern haftet zwar der Ruf an, "langweilig" und "charakterlos" zu sein, aber für meinen Geschmack sind sie genau richtig. Dass auch die BMW R 1200 GS mitmischt unter den ersten Plätzen, war mir von vornherein klar: BMW baut zwar keine formschönen, jedoch gute Motorräder. Warum also schreibe ich diesen Leserbrief, wenn ich doch nichts zu meckern habe am Ergebnis des Alpenmasters 2010? Ganz einfach: Nirgends wird bei den Tests berücksichtigt, ob auch die weiblichen Fahrer bequem und sicher auf diesen Motorrädern sitzen! Gerade die BMW ist für Frauen mit einer Körpergröße zwischen 150 und 170 Zentimetern viel zu hoch, um im Stand noch die Balance zu halten. Solange BMW nicht auch ein gutes Allround-Bike über 1000 cm³ in Damengröße rausbringt, werde ich Honda treu bleiben. Es wäre schön, wenn Sie in Zukunft auch diese Aspekte in Ihren Tests berücksichtigen, denn die motorradfahrende Frauengemeinde wird immer größer.
Katja Brauer, Steinborn

Für mich ganz persönlich ist das Alpen-Masters der einzig wirkliche Test. Mit der R 1200 GS hat nun auch endlich die wirkliche Alpenkönigin diesen Vergleich gewonnen. Die BMW-Boxer mögen nicht jedem gefallen, aber in der Summe ihrer Eigenschaften gibt es wohl kaum ein besseres Motorrad für die Alpentour. Hier können die Verkaufszahlen kaum trügen, zumal die GS-Dichte auf den Alpenpässen noch größer ist als in der Zulassungsstatistik. Und wer je eine GS oder eine andere Boxer-BMW durch die Alpen bewegt hat, weiß, wie dies zustande kommt. Wo Licht ist, ist auch Schatten, welcher bei diesem Test allerdings keine Rolle spielt. Die Qualitätsprobleme bei BMW fließen ebenso wenig in die Bewertung ein wie die Tatsache, dass es nach meinem Geschmack einfach zu viele GS auf der Straße gibt, worunter dann die Individualität ein wenig leidet.
Heinz Nettesheim, Pulheim

MOTORRAD 17/2010, Seite 102
Seien wir doch einmal ehrlich: Die im Moment in Deutschland recht günstigen Versicherungsprämien für Motorräder sind doch vor allem der Tatsache geschuldet, dass ein großer Teil der Motorräder Zweit- oder Drittfahrzeuge sind, die in irgendwelchen Garagen auf ihre seltenen Einsätze warten. Wer meint, durch ein Wechselkennzeichen nennenswert Kosten sparen zu können, hat meiner Meinung nach das System nicht verstanden: Wenn Wechselkennzeichen eingeführt werden, ändern sich für die Versicherungen weder die Zahl der versicherten Risiken noch der Charakter dieser Risiken: Dieselben Fahrzeuge werden nach wie vor mit denselben Fahrern in etwa dieselbe Fahrleistung haben. Damit bleiben für die Versicherungen auch die Kosten gleich - kein Grund, irgendetwas zu verbilligen.
Kai Lunau, Ober-Mörlen

MOTORRAD 17/2010, Seite 102
Zum Aufklären eines Missverständnisses: In der Schweiz dürfen nur zwei Fahrzeuge mit einem Wechselschild betrieben werden, siehe Verkehrs-Versicherungs-Verordnung (VVV), Artikel 13. Die Möglichkeit, einen Pkw und ein Motorrad mit einem Wechselschild zu betreiben, existiert nicht. Trotzdem wünsche ich unseren nördlichen Nachbarn, dass ein Wechselschild in Deutschland bald eingeführt wird.
Marcel Bühler, CH-Birsfelden

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