Leserbriefe aus MOTORRAD 19/2010 Leserpost

MOTORRAD 14 bis 18/2010
Es mag ja sein, dass es einige schwarze Schafe unter den Werkstätten gibt, doch, so glaube ich, ist das nicht die Regel. Jedenfalls habe ich andere Erfahrungen gemacht: Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Streben nach Perfektion sind für mich und meine Werkstätten die wichtigsten Komponenten. Als mein Freund und ich, er eine BMW R 90 S, ich eine R 1200 GS , auf dem Rückweg von Tschechien waren, streikte der linke Zylinder der R 90 S. Schnell fanden wir eine BMW Motorrad-Werkstatt. Nach fünf Minuten wurden wir dort vom Meister bedient, nach weiteren fünf Minuten kam der Besitzer und erklärte, dass unser Problem in kürzester Zeit gelöst werde. Er baue gerade eine R 90 S auf, daher gebe es ersatzteilmäßig überhaupt keine Probleme. Nach kurzer Zeit wurde festgestellt, dass die Zündspule unserer R 90 S ihren Geist aufgegeben hatte. Sofort wurde umgebaut; zwei neue Kerzen, und die ganze Sache war in 50 Minuten erledigt. Freundlichkeit und Kompetenz sind die Attribute, die den Erfolg dieser Werkstätten ausmachen.
Eckhard Knodel, Birkenfeld

MOTORRAD 18/2010
Ich wollte in diesem Frühjahr meine 650er-V-Strom gegen eine BMW F 800 R oder GS eintauschen. Beim BMW-Händler stand ganz einladend eine Vorführ-F 800 R vor der Ladentüre. Entweder hat MOTORRAD einen auf das Penibelste feingewuchteten R-Motor kredenzt bekommen, oder die Serienstreuung ist beim 800-Motor wirklich mehr als krass: Der Motor des Vorführers vibrierte einfach ganz ordinär, in jedem Drehzahlbereich, vor allem im mittleren. Ich fahre jetzt über 40 Jahre Motorrad, aber so einen missglückten Vibrator habe ich noch nie, nie, nie gefahren. Auf der Heimfahrt habe ich meiner V-Strom versprochen, dass wir auch diesen Sommer gemeinsam verbringen. Nun warte ich gespannt auf die 800er-Triumph im nächsten Jahr. Hoffentlich wird das nicht auch so ein Flop wie die 800er-BMW.
Hermann Riezler, Waltenhofen

Da ich eine BMW F 800 R fahre, war mir dieser Test besonders interessant. Sie schreiben, der Motor vibriert bei hohen Drehzahlen nervig. Für mich ist es oberhalb von 4200/min schwer erträglich - was mich aber nicht wirklich stört, da ich Autobahnen nicht fahre und Landstraßen sowie Gebirgsstrecken hohe Drehzahlen nicht erfordern. Allerdings beschränkt man sich dadurch auch auf nur zirka 50 PS. Zuvor fuhr ich Einzylindermaschinen wie Yamaha SRX-6, Suzuki DR 350 und Honda R 650 R; diese vibrierten deutlich weniger und angenehmer.
Jörg Bensinger, Upaix/F

Sieger Preis-Leistung: F 800 R, unter anderem wegen geringem Grundpreis. Warum wird dann nicht eine F 800 R zum Grundpreis getestet? Sieger Kosten: F 800. Wie beim Vergleichstest der Reiseenduros gewinnt diese Sparte BMW. BMW baut ohne Zweifel gute Motorräder. Aber gehört nicht der Anschaffungspreis mit in diese Kategorie? Ich finde, der Kaufpreis ist für viele ein Argument, sich für ein bestimmtes Motorrad zu entscheiden.
Ralf Hillen Delmenhorst

MOTORRAD 17/2010
Es ist einfach schön, so einen Artikel wie den über Toni Mangs Kawasaki zu lesen. Auch ich erinnere mich noch genau an das Duell mit Jon Ekerold. Auf der Döttinger Höhe sah man schon, dass Toni Mang leider nicht mehr herankommen konnte. Was für eine Zeit, als man selbst in der Formel 1 noch den Mechanikern beim Getriebezerlegen zuschauen konnte. Erfreulicherweise ist unter Motorradfahrern die Zeitlosigkeit geblieben: Bei Gesprächen und auf der Strecke spielen Altersunterschiede keine Rolle - wo sonst gibt es so etwas heute noch?
Klaus Wolter, Rosenfeld

MOTORRAD 17/2010
Ich habe zwei Jahre benötigt, um ein Paar leichte sowie ein Paar gefütterte Sommerhandschuhe zu finden, die perfekt passen. Dabei habe ich festgestellt, dass teuer nicht automatisch gut ist. Letztlich musste ich nur 29 bzw. 59 Euro investieren und hoffe nun, dass die Handschuhe lange halten. Natürlich gibt es für diesen Preis keine MotoGP-Sicherheitsausstattung. Aber was nützen mir Rochenhaut und Karboneinlagen, wenn alles dermaßen kneift und zwickt, dass man solche Handschuhe schon nach 50 Kilometern in die Tonne werfen möchte? Stressfreies, weniger unfallträchtiges Fahren ist mir wichtiger als der letzte Schrei an Sicherheitsausstattung. Ich möchte übrigens hiermit noch den Motorradhändler grüßen, der mich verdutzt anschaute, als ich um eine Probefahrt für Handschuhe, die ich mir im Geschäft ausgesucht hatte, nachfragte. Darum habe ihn in zwanzig Geschäftsjahren noch nie jemand gebeten. Nun frage ich mich, ob ich ein Problem habe oder der Händler; die Probe gefahrenen Handschuhe haben meinen Test jedenfalls nicht bestanden.
Steffen Laabs, Jena

MOTORRAD 17/2010
Mit großem Interesse habe ich auf die Markteinführung der Yamaha XT 1200 Z Super Ténéré gewartet. Leider wurden bei der Probefahrt auch meine Erwartungen bezüglich der Leistung und Leistungsentfaltung nicht erfüllt. Ich finde es sehr entäuschend, dass eine Kawasaki Versys teilweise mehr punktet als die große Yamaha.
Uwe Schulz, per Mail

Ich habe die Rennen der Straßen-WM bis zur letztjährigen Saison mit großer Begeisterung im Fernsehen verfolgt. Leider hat die Begeisterung in diesem Jahr erheblich gelitten. Das liegt aber nicht an den Leistungen der Fahrer, sondern ausschließlich am übertragenden Sender Sport1 und dessen Mann am Mikrophon, Edgar Mielke heißt er. Was dieser Selbstdarsteller dort in einer reißerischen Art schreiend ablässt, ist kaum noch zu ertragen.
Hartmut Stöfer, Oldenburg

MOTORRAD 15/2010
Da ich gerade aus dem Urlaub zurück bin, konnte ich erst jetzt Ihren Bericht über die neue BMW K 1600 GT/GTL. Auf Seite 33 schreiben Sie: "Denn abgesehen vom Fahrbetrieb will so ein Schlachtschiff ja auch erst aus der Garage bugsiert werden und zwar ohne die peinlichen Hilfen wie etwa einen Rückwärtsgang." Wieso ist das peinlich? Ich bin nicht mehr der Jüngste (Jahrgang 1939) und fahre zur Zeit eine BMW K 1300 GT (inzwischen die zweite Kupplung), die vollbepackt einiges wiegt, und habe mir in verschiedenen Situationen einen Rückwärtsgang gewünscht. Es ist viel peinlicher, wenn vor versammelten Publikum unter Mithilfe der Sozia der Bock aus einer Unebenheit herausgewuchtet werden muss. Überlegen Sie mal, welche Klientel für die K 1600 infrage kommt. Richtig: Leute im fortgeschrittenen Alter, die sich so ein Gefährt jenseits der 20 000-Euro-Marke leisten können. Ich hatte schon mit dem Kauf geliebäugelt, bin aber davon abgekommen, da ich keine Lust mehr habe, umfangreiche Balanceakte in Kauf nehmen zu müssen. Meine wahrscheinlich letzte Maschine wird nach 40 Jahren BMW wohl eine Honda Gold Wing sein. Entsprechend Ihrer Philosophie haben Sie in Heft 17 über viel größere Peinlichkeiten berichtet und dies für Fortschritt gehalten: die Schalthilfen. Doppelkupplung an der Honda VFR 1200 F, hydrostatische Kraftübertragung an der Honda DN-01, Variomatik bei der Aprilia Mana, (Einschlafhilfe), hydraulische Kupplung bei der Yamaha FJ 1300 AS und als Lachnummer der Schaltautomat bei der BMW K 1300 S. Der ist nun wirklich überflüssig. Wer's kann, und ich kann's, braucht die Kupplung nur zum Anfahren. Alles andere - rauf und runter - geht übers Gefühl (rauf: unter Last Zug auf den Schalthebel und Gas weg - der nächste Gang ist schneller drin als bei einer Automatik, runter: Schiebebetrieb und Gasstoß , und der nächst niedere ist drin). Aber 400 Kilogramm aus dem Stand schieben, das bedeutet Aufwand.
Günter Tewer, Elsfleth

Habe neulich das ultimative Geheimrezept für schnelle Rundenzeiten entdeckt und möchte es auf diesem Wege der Öffentlichkeit bekannt machen.
Holger Aue, MOTORRAD-Comiczeichner

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote