Leserbriefe aus MOTORRAD 23/2010 Leserpost

MOTORRAD 22/2010, Seite 6
Als ich den Artikel über die Gestalt der neuen Wechselkennzeichen gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll: ein Zusatzschild, das am Fahrzeug verbleibt, eine Nummerntafel, die gewechselt werden kann, und eine Halteplatte, die "erst noch entwickelt werden muss". Sorry, liebes Verkehrsministerium, das kann doch nicht euer Ernst sein!
Roland Behme, Kelkheim

Schade, dass man sich nicht zu einer Regelung wie in Österreich durchringen kann - das teuerste Fahrzeug wird bezahlt, und bis zu zwei weitere können per Wechselkennzeichen betrieben werden. Viele haben noch ein "altes Schätzchen" in der Garage, das auch hin und wieder bewegt werden will. Und so mancher hätte sich zu einem Neukauf entschlossen, wenn er doch die alte geliebte Maschine ohne Nebenkosten weiter betreiben könnte. Sei der finanzielle Vorteil durch eine Wechselkennzeichenregelung wie in Österreich auch gar nicht so groß, es spielt auch der "gefühlte Vorteil" eine Rolle, dieses Entgegenkommen des Gesetzgebers verführt zum Kauf eines Zweitfahrzeuges. Aber wir in Deutschland kriegen es leider wieder nicht hin, da Regierung und Versicherungswirtschaft Angst haben, dass ihnen Steuern und Versicherungseinnahmen entgehen. So bleibt alles beim Alten, das Wechselkennzeichen wird verpuffen.
Manfred Berkemeyer, Ibbenbühren

Zuerst habe ich auf die Umschlagseite geguckt: nein, nicht der 1. April. Das kann sich nur so ein Bürokratenhirn des Verkehrsministeriums in der Besoldungsgruppe B6 ausgedacht haben. In meinen Augen völliger Schwachsinn.
Martin Kuhn, Wüstenrot

Wie konnte ich so naiv sein und mich schon auf ein Wechselkennzeichen freuen? War doch eigentlich klar: Wenn von unseren Politikern so etwas ausgetüftelt wird, dann mit äußerster Gründlichkeit. Man könnte das Ganze ja handhaben wie die Ösis, die das TÜV-Wapperl ans Fahrzeug kleben, aber nein, bei uns braucht es ein eigenes Blech!
Hubert Schack, Kirchheim

MOTORRAD 22/2010, Seite 58
Meine Anerkennung für diesen Beitrag. Über Jahre war ich beruflich in Brandenburg, Berlin und Potsdam tätig. Meine Touren durch Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt führen mich seit 2007 nicht nur zu den Menschen, die ich damals kennen lernen und mit denen ich arbeiten durfte, sondern auch zu den Orten, die hier so treffend beschrieben wurden. Und den Effekt von Kopfsteinpflaster in Heidesand übergehend kenne ich nun auch.
Peter Piecha, Soltau

MOTORRAD 22/2010, Seite 32
Da ich Altes und Modernes beides mag (ich fahre aktuell Yamaha R1 von 2009 und seit 1993 eine CB 750 Four von 1976 im Originalzustand) las ich diesen Bericht doch sehr interessiert und komme zum folgenden Fazit: Die Bonni ist einfach klasse bis auf fehlende Speichenräder. Die Honda ist zumindest optisch weder Fisch noch Fleisch. Dieses Motorrad erinnert mich nicht an die selige 750 Four und auch nicht an eine 900er oder 1100er Bol d'Or. Das Motorrad mag seine Berechtigung haben, wird aber eine seltene Erscheinung bleiben, da bin ich mir sicher.
Reinhold Ahrends, Großefehn

MOTORRAD 15 und 16/2010
Heute, 50 Jahre nach dem Horex-Zeitalter, hat man eine andere Einstellung zu Geschwindigkeit und Leistung. Wer das originale Horex-Feeling nachempfinden möchte, macht folgendes: Statt Horex Regina fährt er Royal Enfield Bullet 350 mit Rechtsschaltung, statt Horex Imperator fährt er Royal Enfiel Bullet 500 mit Linksschaltung. Technik, Leistung, gewicht und Sound, alles ist vergleichbar. Nur die Horex-Bremsen waren besser. Ich bin bis 1960 Horex gefahren und von 1980 bis heute verschiedene Enfields.
Werner Piel, Ratingen

MOTORRAD 22/2010, Seite 68
Vielleicht solltet ihr eure Leser darauf aufmerksam machen, dass man den Stol in Slowenien mit dem Motorrad nicht mehr befahren darf. Ich habe schon 2009, als ich den Schotterpass von der italienischen Seite aus befahren habe, am Ende dieses Schild fotografiert. Mittlerweile steht dasselbe auch in Italien an der Schranke. Wie streng das Verbot von den örtlichen Behörden genommen wird, kann ich glücklicherweise nicht beurteilen.
Ralph Bunke, Duisburg

MOTORRAD 21/2010, Seite 10
Moin Männer, grundsätzlich finde ich die Idee mit der iPad super, auch die erste Ausführung mit eingelegten Soundproben und Videos ist klasse. Wenn der Preis okay ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, zukünftig MOTORRAD auch über das iPad zu lesen. Zwei Anregungen habe ich aber: Warum kann ich MOTORRAD nicht ohne vorherige Synchronisierung lesen? Ohne Internetverbindung kein Lesen? Ich kann mir zwar das Inhaltsverzeichnis aus der gedruckten Version ansehen, aber nicht per Klick auf den jeweiligen Artikel gehen. Die untere Darstellung der Seiten ist zwar gut, aber was da dringend nötig ist, ist eine Seitennummerierung.
Kai v. Garnier, Kastel

MOTORRAD 22/2010, Seite 19
Endlich bauen die Japaner mit der Kawasaki W 800 wieder ein Motorrad, kein übermotorisiertes Plastikflugzeug. Ich hätte den Japanern keine so große Kreativität bei den Tankdesigns zugetraut, alle Achtung. Auch die Auspufftöpfe sehen wieder nach Auspuff aus, nicht nach Ofenrohr. Fast niemand hat damit gerechnet, dass ein Bike dieses Designs gerade aus Japan kommen wird, eher aus England. Die Japaner besinnen sich als Erste darauf, wieder Bikes nach dem Geschmack vieler Kunden zu fertigen.
Harald Schwed, A-Wien

Ich habe das Bild der Kawasaki W 800 auf Seite 19 sowie den Fahrbericht der Honda CB 1100 regelrecht verschlungen - was für traumhaft schöne Motorräder, reduziert auf das Wesentliche, ohne den Druck, sich auf jedem Kilometer ständig neu beweisen zu müssen. Und dann die Ernüchterung: Die Kawasaki W 800 ohne ABS - dabei zeigen Sie in Ihrem Blickpunkt auf, wie lebenswichtig ein ABS gerade für einspurige Fahrzeuge ist. (Vergleichstest Assistenzsysteme, Teil 1, Red.) Ich sage nur: Kawasaki, Hausaufgaben nicht gemacht, setzen, sechs!
Andreas Arndt, Hörnum/Sylt

Motorrad 22/2010, Seite 12
BMW hat technisch betrachtet sicherlich ein tolles Motorrad vorgestellt, etwa was Sechszylinder-Motor, Fahrwerk und Kurvenlicht betreffen. Die gleiche Plattform für zwei Modelle (GT/GTL) ist betriebwirtschaftlich gesehen vernünftig, denn das Luxussegment (GTL) ist wohl - von den Absatzzahlen her betrachtet - eher ein schwieriges Terrain. Die bisherigen GT-Fahrer werden sich auch überwiegend von der neuen K 1600 GT angesprochen fühlen. Soll jedoch die K 1600 GTL tatsächlich ein Ersatz für die K 1200 LT sein? Nun, über Design lässt sich streiten, aber der K 1600 GTL fehlt meines Erachtens die Eigenständigkeit und Harmonie in der Linienführung, die ich an meiner K 1200 LT so schätze. Die Rückspiegel wurden nicht in die Verkleidung integriert, was wohl die Stirnfläche verbreitert und den Spritverbrauch erhöht hätte. Das Topcase macht optisch den Eindruck, als hätte man im letzten Moment bemerkt, dass noch eines untergebracht werden muss; und auch noch ohne Lautsprecher? Die K 1600 soll den letzten Stand der Technik repräsentieren, jedoch ohne (zumindest optionalen) Airbag? Das sind nicht nur Luxusprobleme, denn es geht hier um einen Luxustourer für ordentliches Kleingeld! In deutschen und amerikanischen Foren werden diese Punkte bereits sehr kontrovers diskutiert. Gerade die K 1200 LT-Fahrer haben wohl Verdauungsprobleme mit der Neuen. Für die Entwickler bei Honda ist nunmehr wieder Entspannung angesagt, denn es wird für sie eine lösbare Aufgabe sein, mit der nächsten Gold Wing die Möbel wieder gerade zu rücken.
Jürgen Honolke, F-Niederlauterbach

Man soll ja keinen vorverurteilen, also habe ich mir nach den ersten Bildern der neuen Sechszylinder-BMW erstmal nur meinen Teil gedacht: "Das Ding sieht aus wie ein Roller." Dann zur Intermot, und alles ist noch viel schlimmer. Das Ding sieht wirklich aus wie ein aufgeblasener Roller. Wer, bitte, kauft sowas? Aber sie wird ihren Markt finden, trotz Spülkasten-Design an Scheinwerfer und Armaturen, Hauptsache Asymmetrie als Alleinstellungsmerkmal. Schade, man hätte auch was fürs Herz mit Boah-geil-haben-will-Effekt bauen können (siehe Horex). Chance vertan. Aber ich bin überzeugt, es wird wieder die beste BMW der Welt werden und alle wollten immer schon einen Sechszylinder-Roller haben. Viel Spaß damit.
Hans-Peter Zumbach, Ratingen

MOTORRAD 20/2010, Seite 108

Der Test war top, aber es wurden meines Erachtens nicht die Werkstätten getestet, sondern das Management des Herstellers/Importeurs. Und das sieht leider markenübergreifend gleich mies aus (es glaubt doch hoffentlich keiner nach diesem Test, Triumph würde besser arbeiten als Yamaha). Der Kostendruck auf die Händler nimmt immer mehr zu, weil die Hersteller immer höhere Anforderungen stellen. Dies fängt bei der Verfügbarkeit der Modelle an und hört mit dem Erscheinungsbild des Showrooms auf. Die Werkstätten, insbesondere kleine Betriebe, stehen mit dem Rücken an der Wand und werden nicht ausreichend von den Herstellern/Importeuren unterstützt. Da helfen schlaue Worte und gute Schulungen auch nicht.
Markus Giebels, Viersen

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