Leserbriefe aus MOTORRAD 26/2009 Leserpost

MOTORRAD 10/2010, Seite 106
Ich verstehe das Geschrei nicht. Wenn jemand meint, sich den Regeln widersetzen zu müssen, dann muss er halt bezahlen. Das ist hier in Deutschland auch nicht anders als in Österreich. Wenn ich bisher in Österreich zahlen durfte, dann immer berechtigt. Lasst also bitte die Kirche im Dorf.
Thomas Lorenz, Lachen

Ein sehr interessanter Beitrag über unsere Nachbarn in Österreich. Als ich den Beitrag las, dachte ich erst, es wäre wieder erster April. Aber weit gefehlt. Wenn ich mir beide Fotos so anschaue, kann ich ja irgendwo verstehen, warum der Fahrer auf dem oberen Foto zahlen musste. Immerhin ist er wirklich im Gegenverkehr. Aber beim unteren Foto sehe ich Willkür des Ordnungshüters. Wenn ich mich an die Tipps und Tricks halte, die sowohl in eurer Broschüre "Sicheres Fahren" wie auch von den Trainern bei diversen Sicherheitstrainings genannt und gezeigt werden, so sehe ich dort einfach nur einen Fahrer, der die kommende Kurve von weit außen anfährt, aber immer noch innerhalb seiner Fahrspur. Dass das geahndet wird, ist meiner Meinung nach Abzocke.
Christian Severing, Grefrath

Wie tief seid ihr eigentlich gesunken, dass ihr eine Story derart reißerisch aufmachen müsst? Nur weil zwei Motorradfahrer einen offensichtlichen Fehler gemacht haben, beschuldigt ihr nun eine ganze Nation der Jagd auf Piefkes? Ich finde es schäbig, mit solchen Schlagzeilen an den Stammtischen Öl ins Feuer zu gießen und Stimmung zu machen. Ich war schon oft in Österreich unterwegs und hatte Kontakt mit der Polizei dort. Zu mir war man immer sehr freundlich und sehr kulant. Man hat mich nicht mit Strafzetteln zugeworfen, sondern eher präventiv auf Aufklärung gesetzt. Lag das vielleicht daran, dass ich keine Kurven geschnitten habe, nicht mit illegal lauten Auspufftüten und weit überhöhter Geschwindigkeit durch die Gegend gefahren bin? Ich finde es jedenfalls nicht in Ordnung, dass ihr solche Dinge immer bagatellisiert.
Christian Ludwig, per E-Mail

MOTORRAD 10/2010, Seite 36
Was habe ich nach den ersten Ankündigungen der neuen Monster 796 eurem Fahrbericht entgegen gefiebert. Doch schon im ersten Satz stockt das Herz einer jeden Ducatista: "...in der Toskana...". Als Fahrerin und Fan der Desmos sowie eingefleischter Italien-Fan weiß ich, dass ihr in Borgo Panigale wart, am Hauptwerk von Ducati. Borgo Panigale ist ein Stadtteil von Bologna, der Hauptstadt der Emilia Romagna, dem Land der Sportwagen und Sportmotorräder, des Parmaschinkens und des Parmesans, des Aceto Balsamico di Modena, Imola...
Daniela Bock, Ruhrgebiet

MOTORRAD 10/2010, Seite 38
Ich habe mich auf die aktuelle Ausgabe sehr gefreut, vor allem auf den Supersportlertest auf der Rennstrecke. Da BMW ja nun ein starkes Superbike hingestellt hat und ihr sie ja über alles lobt, dachte ich, brennt sie alles gnadenlos nieder. Aber entweder habt ihr euch verschrieben oder - schmunzel - sie ist doch nicht der Überflieger und nur auf dem fünften Platz bei den Profis. Aber trotzdem heißt der Testsieger Rennstrecke BMW. Wie geht das? Zählt da nicht die Bestzeit? Aber ich weiß schon die Antwort: es zählt das Gesamtpaket. Naja, was soll’s, muss man wohl mit leben.
Sebastian Warnke, Rossow

Dass die BMW das Superbike des Jahres wird, war keine Überraschung. Dass sie auf der Rennstrecke nur die fünftbeste Rundenzeit geschafft hat, dagegen schon. Bei dem von Ihrer Schwesterzeitschrift PS veranstalteten Master-Superbike hat die BMW alles in Grund und Boden gefahren mit einer absoluten Bestzeit von 1.59.93 min. Peter Öttl ,der sicherlich fahren kann, kam dagegen mit der BMW nur auf 2.07.13 min und das auf derselben Strecke. Wie kann das sein? Die von Ihnen im letzten Jahr so hoch gelobte R1, die ich deshalb Probe gefahren bin und dann auch gekauft habe, hat sich in dem Test hervorragend geschlagen. Der Test, aufgeteilt in drei Kategorien, war große Klasse. Zu Ihrer Arbeit kann man nur gratulieren.
Martin Burk, Leutkirch

Im Editorial von Heft 10 werden Suzuki und Yamaha genannt, weil sie für den dritten Teil des Mega-Tests eine neue Maschine stellen mussten, und die BMW wird in höchsten Tönen gelobt. Ich fahre selber eine S 1000 RR, suche also nicht das Haar in der Suppe. Aber könnt ihr bitte erklären, warum im Teil drei eures Tests auch eine andere BMW teilnimmt? Die in Teil eins und zwei war weiß, in Teil drei ist sie plötzlich schwarz. Und erwähnt wird es nirgends.
Klaus Folger, Regensburg

MOTORRAD 10/2010, Seite 20
Zum Gewicht der Ducati Multistrada: Wie kommt ihr auf 234 Kilogramm? 189 Kilo leer, 3,3 Liter Öl, 20 Liter Sprit - machen zusammen 212,3 Kilo. Hat die Ducati 21,7 Liter Wasser dabei? Oder habt ihr wohl die Koffer mitgewogen?
Thomas Döring, St.Ingbert

MOTORRAD 9 u. 10/2010, Seite 7 u. 8
Die Diskussion über die Messgenauigkeit der Provida-Überwachungsmotorräder erscheint mir als ziemliche Erbsenzählerei angesichts der Tatsache, dass bei solchen Messfahrten oft mehr als nur geringfügige Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt werden. Aber man sollte sich mal ernsthaft Gedanken machen, ob nicht vielleicht die ganze Praxis solcher Nachfahrmessungen in Frage zu stellen ist. Stellen wir uns doch mal vor: Da filmt also ein Polizist auf einem zivilen Motorrad als rasender Reporter Reality-TV. Hat er so einen richtigen Heizer - wir nennen ihn mal Hans Dampf - auf seiner Hausstrecke ausgespäht, nimmt er umgehend die Verfolgung auf. Sieht nun unser Hans Dampf plötzlich so einen dicken Tourer im Spiegel, wird er vielleicht noch eine Schaufel drauflegen. Schließlich soll so ein Teil nicht seiner "Feierblöd" die Butter vom Brot nehmen. Nun geht die Hatz erst richtig los. Das scheint aber ebenso billigend in Kauf genommen zu werden, wie die Tatsache, dass nicht nur unser Hans Dampf, sondern auch der rasende Reporter dicht hinter ihm, ein ziemliches Unfallrisiko eingeht. Spätestens jetzt taucht die Frage auf, ob man hier nicht versucht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

Die Herren Kollegen des rasenden Reporters, die mit der Laserpistole im Gebüsch, gefährden weder sich noch andere Verkehrsteilnehmer. Fahrt also vorsichtig, Mädels und Jungs, Gefahr lauert von allen Fronten!
Ulrich Moll, Korschenbroich

MOTORRAD 9/2010, Seite 3
Da fühlen sich bestimmt eine Reihe von EU-Bürokraten auf den Schlips getreten, wenn man sich als Motorradfahrer leichter durch den Verkehr bewegen kann. Von Sachverstand zeugen deren Pläne jedoch nicht. Als ob Leistungsbegrenzung oder Abriegeln der Höchstgeschwindigkeit die Unfallzahlen nennenswert zurückgehen lassen würden. Sicherheit fängt im Kopf an.
Klaus Wolf, Dietzenbach

MOTORRAD 8/2010, Seite 105
Ich habe mich immer für charakterstark genug gehalten, um nicht im Rudel derer mit zu heulen, denen die Dauersiege der BMWs auf die Nerven gehen.Bis jetzt. Das liegt jedoch eher an der Erkenntnis, dass ich euer Punkte-Ranking nicht mehr nachvollziehen kann. Als Technokrat und Erbsenzähler findet man sicherlich Gefallen an Punkteverteilungen im Tausendstelbereich, und BMW scheint da die richtigen Antworten auf die Fragen der Tester zu haben. Aber fühle ich als Normal-Horst im Alltag die Punkte-Perfektion einer Maschine, oder erfreue ich mich eher an Motorcharakteristik, Sound, Eigenständigkeit und Aussehen? Selbst ein nicht perfektes Fahrwerk ist doch kein Hindernis, sich für ein Motorrad zu entscheiden, zu dessen Charakter man sich hingezogen fühlt. Eure über die Maßen detaillierten Vergleichstests und das abschließende Ranking spiegeln Verhältnisse wider, wie es sie eigentlich im Alltag nicht gibt. Als Treiber einer nicht zeitgemäßen und unglaublich unperfekten Vmax der ersten Generation kann ich nur sagen: BMW stellt für mich das dar, was bei uns früher in der Schule die Streber waren: gute, leistungsorientierte Schüler in allen Fächern. Aber die Mädels haben wir anderen bekommen.
Dirk Vorrath, Flintbek

MOTORRAD-Leserfoto
Ich habe eine Fahrt in die Toskana gemacht mit neuen Reifen. Am zweiten Tag kam ich in die Tiefgarage meines Hotels in Caorle, wo ich sofort einen Plattfuß am Hinterrad feststellte! Ein Metallspan hatte sich hinein gebohrt. Ich flickte mit dem Bordwerkzeug von einer BMW den schlauchlosen Hinterreifen, pumpte ihn mit zwei kleinen Pressluftflaschen aus demselben Bordwerkzeug auf und erhöhte den Luftdruck an der nächsten Tankstelle. Dieser Tag war gerettet. Am dritten Tag - Entfernung vom Hotel zirka 200 Kilometer - begann meine Ducati Hypermotard sehr stark zu schlingern. Ich hielt sofort an und stellte erneut einen Plattfuß am Hinterrad fest, genau gegenüber der geflickten Stelle. Jetzt hieß es wieder BMW-Bordwerkzeug raus und erneut flicken, was auch gelang. Nur war bloß noch eine Pressluftflasche vorhanden. Die reichte gerade für etwa ein halbes bar Druck. Die nächste Tankstelle war laut Navi zirka sieben Kilometer weit weg. Also setzte ich die Fahrt langsam mit Tempo 50 fort. Rund sechs Kilometer gings ganz ordentlich, danach schweres Schlingern und sofortiger Stopp. Die Luft war total raus! Durch den geringen Druck hatte sich der Reifen erhitzt und die Flicken hatten sich gelöst. Also Radausbau ohne Hauptständer. Zum Glück hatte ich die Idee, meine Ducati an einem Verkehrsschild aufzuhängen. Für Notfälle habe ich immer einen Spanngurt dabei. Mit dem Hinterrad unterm Arm also weiter zur Tanke, Samstag Nachmittag, 15 Uhr. Glück gehabt! Der Tankwart repariert mit Reparatursets die beiden Löcher im Reifen, aufgepumpt auf drei bar und fertig. 15 Euro, alles klar. Hinterrad eingebaut und weiter gings Richtung Hotel. Die restlichen Urlaubstage verliefen reibungslos trotz geflicktem Reifen. Für die nächste Fahrt kommen auf alle Fälle ein kleiner Kompressor und genügend Flickzeug ins Gepäck.
Konrad Kollmannsberger, Mindelheim

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