Leserbriefe (Archivversion) Für immer

Berühmte Motorräder: Münch-4 TTS-E; Yamaha RD 350 YPVS

MOTORRAD 8/2009, Seite 114

Nicht nur Waldi und der Wimmer Martin sind ehemalige Rennfahrer, auch Helmut „Lichti“ Lichtenberg ist eines dieser Vollgastiere. Grand-Prix-Zirkus und DM der 1980er Jahre, die 125er durften noch zweizylindrig plärren. Helmut Lichtenberg als Pilot, heute würde man Privatfahrer dazu sagen, in der WM im Mittelfeld und in der DM oft ganz weit vorne mit dabei. Tatsächlich schon vergessen? Aber egal, darum geht’s hier nur am Rande. Viel wichtiger ist, dass sich in Zeiten von weltweiten Wirtschaftskrisen einige Motorrad-verrückte, die noch dazu etwas von der Materie verstehen, zusammenfinden und versuchen, die Traditionsfirma MZ wiederzubeleben. Ich denke, dass der Plan, bezahlbare und optisch an-sprechende 125-cm³-Maschinen unters motorradfahrende Jungvolk zu bringen, aufgehen wird. Gerade Mopeds wie etwa eine Aprilia RS 125 oder eine Cagiva Mito lassen doch jedem 16-Jährigen das Bauchfell vibrieren, nur bezahlbar sind sie für die wenigsten. Ihr wisst schon, 5000 Euro waren mal 10000 Mark! Einzige Ausnahme: die Yamaha YZF-R 125, eben vorzeig- und bezahlbar, und genau da sollte meiner Meinung nach MZ positioniert sein. Ich für meinen Teil wünsche den neuen „Machern“ von MZ jedenfalls viel Erfolg und den zukünftigen Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz. MZler, baut’s Mopeds, dass es den jungen Burschen die Playstation aus der Hand reißt!

Bert Skorpil, Fuchstal





MOTORRAD 8/2009, Seite 20

Ich freue mich immer besonders, wenn ein großes Testfeld sportlicher Maschinen gegeneinander antritt. Als ich dann auch noch die bergige Landschaft gesehen habe, war mir klar, den Artikel lese ich zuerst! Kerniger Sound, schimmernde Abendröte, tiefe Täler, unendliche Kehren... um dann herbe enttäuscht zu werden. Was war das denn? Nur Technik-Gesimpel, vollkommen emotionsfrei! Dazu ein Vergleichstest, der keiner war – tauchen Kawasaki und MV nur mal kurz aus Versehen im Text auf. Da stören die direkten Kaufaufforderungen für Fireblade und R1 auch nicht mehr. Hier hat doch der Ingenieur den Job des Redakteurs übernommen. Wie schön es anders geht, zeigt der Artikel zu Triumph Street Triple R und Honda Hornet 600. Hier menschelte es wieder erfrischend.

Stefan Phillipeit, München

Bin ich jetzt ein unverbesserlicher Leistungsfetischist, weil ich gern eine 1000er mit zu viel Leistung fahre? Kann es nicht sein, dass es einfach nur Spaß macht, mit zu viel Leistung zu fahren? Dass es mich auf der Landstraße nicht schneller macht, weiß ich auch. Bis vor einigen Jahren waren die 1000er-Supersportler in Euren Tests noch das Größte und Beste, was man haben konnte. Souveräner Durchzug, Power ohne Ende et cetera. Ich habe meine GSX-R 1000 sogar noch kürzer übersetzt, das sind zehn gefühlte PS mehr, und die machen immer wieder aufs Neue richtig Spaß. Es stimmt, dass ich gerne schnell fahre, trotzdem bin ich kein hirnloser Fahrer. Doch mittlerweile wird man an manchen Treffpunkten schon regelrecht angefeindet nach dem Motto: „Ihr mit Euren großen Karren seid ja nur auf den Geraden schnell.“ Was sind denn alltagsrelevante Beschleunigungswerte? Will man auf dem Motorrad den Alltag nicht wenigstens ein bisschen vergessen? Warum testet Ihr die 1000er denn überhaupt noch, wenn die kein Mensch wirklich braucht? Braucht ein Golf TDI 140 PS?

Michael Jungblut, Uelzen





MOTORRAD 8/2009, Seite 106

Wir leben ja schon in einer toleranten Gesellschaft. Und gerade Motorradfahrer strapazieren diese Toleranz ja auch immer wieder mehr oder weniger gern (mit dem Moped nachts ins Wohngebiet einrollen und dabei die Nachbarn wecken. Ja, das ist Öl, das da auf den Bordstein tropft...). Ich lese schon die Reak-tionen auf die zehn Dinge, die man 2009 noch angehen sollte. Besonders in Jeans und mit Jethelm. Um Gottes Willen! Vorbildfunktion, Un/mfallzahlen und so weiter. Wie könnt Ihr nur. Ja, was war Motorradfahren früher für eine problemlose Angelegenheit. Draufsitzen und das Gefühl genießen. Nachdenken ist anders. Doch heute sind wir ja alle vernünftig und versichert bis zum Ende, nicht wahr? Warum fahre ich eigentlich nicht auch meine Vespa mit Vollkombi und Protektoren? Mit 70 über Land, weil’s viel schneller eh nicht geht. Was für eine erlebte Geschwindigkeit. Back to the roots ist manchmal ganz schön heilend und bringt mir den Spaß an dem zurück, was mir mal richtig wichtig war: das Fahren und das Erleben davon. Und wenn einer einen hilfsbedürftigen Eindruck macht, dann hält man an – gelber Schal hin oder her... gell?

Martin Wagner, Weil der Stadt





MOTORRAD 8/2009, Seite 20, Seite 52, Seite 64, Seite 80

Ich möchte Ihnen ein Lob zu Ausgabe 8/2009 aussprechen: Test Supersportler, Vergleichstest Street Triple vs. Hornet und dazu die emotionalen Reiseberichte von Sardinien und den Dolomiten waren richtige Highlights und erhellten mein Gemüt inmitten dieser scheinbar heuer nie enden wollenden Winter-depression. Eine Anmerkung zum Dolomiten-Bericht: Namlos liegt in einem Seitental vom Lechtal, und das ist ausschließlich in Österreich. Als Allgäuer, der Tagestouren in diese herrliche Gegend unternehmen kann, können Sie mir Glauben schenken.

Rainer S., Memmingerberg






MOTORRAD 5/2009, Seite 130; 8/2009, Seite 142

Einfach spitze – da werden alte Erinnerungen wach als ehemaliger Münch-Mit-arbeiter und noch immer leidenschaftlicher Fan. Diese Ansauggeräusche durch die offenen Lufttrichter, die bei den letzten Modellen mit einem Luftfilter ver-sehen wurden, oder den Ölbadkettenkasten, wo die Kette im separaten Getriebeöl lief. Es war keine Seltenheit, dass sie 20000 Kilometer und mehr hielt. Dieses Motorrad begeistert. Ich erinnere mich mit Wehmut an die Zeit zurück. Wenn ich bei Kollegen von der Münch schwärme, stellt man immer wieder die Frage: Was ist schon eine Münch? Ein hervorragendes Motorrad, 99 Prozent der Motorradfahrer werden in ihrem Leben keine Münch mehr live sehen – geschweige unter den Hintern bekommen. Vielleicht macht diese Seltenheit diese Begeisterung aus. Weiter so mit den Klassikern, eine Super-Idee, diese Rubrik.

Wolfgang Hardt, Grebenhain

Die Münch-4 1200 TTS war Anfang der 70er Jahre das schwerste Motorrad aus deutscher Fertigung. Der legendäre NSU-Automobilmotor in diesem Big Bike brachte die Maschine locker auf 240 Sachen. Bei diesem Tempo schluckte die Münch 10 bis 12 Liter verbleites Super, und im Rückspiegel blieb die nicht minder legendäre Honda CB 750 Four immer zurück. Im Vergleich zu diesem japanischen Besteller blieb die Münch-4 1200 TTS immer ein gigantisches Motorrad mit besonderer Exklusivität für einige wenige Enthusiasten.

Albert Alten, Wernigerode

Es gab einige gute Motorräder in meinem Leben, zum Beispiel Kawasaki GPZ 600 R, ZXR 750, GPZ 900 R, ZX-9R und aktuell ZRX 1200 R. Aber wenn die Rede auf die eigenen Mopeds kommt, die am meisten fasziniert haben, denke ich als Erstes an meine Yamaha RD 250 und RD 350 YPVS (Baujahr 1985) mit Tuning von Armin Collet zurück. Dieser Stachel sitzt für immer im Fleisch und erinnert an diese einfach nur geilen Mopeds mit dem Wunsch, so was noch in der Garage zu haben.

Christoph Bintz, Fremersdorf

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