Leserbriefe (Archivversion) Sehr informativ

Übersicht der Sachverständigen

MOTORRAD 7/2009, Seite 12

Schwer, stark, sexy. Hätte es noch einer Definition des Begriffes Big Bike bedurft, MOTORRAD hat diese Frage beant-wortet. Aktuelle 1000er wirken dagegen wie frisierte Mofas, die es einer 80er zeigen wollen. Lasst uns auf den Beginn einer neuen Ära hoffen, in der auch den Japanern wieder das Benzin durch die Adern fließt.

Frank Ullrich, Flörsheim





MOTORRAD 6/2009, Seite 135

Einspruch!!! Hallo, mit welcher Begründung ist es grob fahrlässig, „ein Motorrad mehrere Tage auf einem ungesicherten öffentlichen Parkplatz abzustellen“? Das Oberlandesgericht ist in diesem Urteil grob grenzwertig beziehungs-weise darüber.

Dirk S. Bröder, Baldham





MOTORRAD 5/2009, Seite 42; MOTORRAD 7/2009, Seite 34

Nach gefühlten 100000 Tests, Vergleichstests oder sonstigen Fahrberichten der BMW 1200 GS im Jahr 2008 kam in der Ausgabe 1/2009, so zum Warmwerden wahrscheinlich, gleich mal ein Vergleichstest GS gegen Moto Morini, dann in Ausgabe 5/2009 ein Vergleich aller GS-Modelle und in der Ausgabe 7/2009 schon wieder ein Vergleichstest mit GS-Beteiligung. Das hat wirklich nichts mit den Emotionen zu tun, die Sie propagieren. Nein, es ist schlicht und einfach total langweilig. Wahrscheinlich geben Sie nicht eher Ruhe, bis die GS die 700 Punkte der 1000-Punkte-Wertung geknackt hat. Daher, bitte, bitte, bitte, berichten Sie doch mehr über andere, mindestens ebenso interessante Motorräder und Themen. Ach ja, mein Abo? Nein... niemals.

Alexander Schulz, Plochingen





MOTORRAD 6/2009, Seite 50

Der Bericht über das eROCKIT hat mir gut gefallen, und ich bin ziemlich sicher, dass in der Automobilentwicklung die Reise zum elektrisch betriebenen Fahrzeug geht. Und das ist wegen der Möglichkeiten, diese Energie bereitzustellen, auch langfristig vernünftig. Es wäre deswegen kurzsichtig zu glauben, dass Motorräder von dieser Entwicklung ausgenommen sind. Mal ganz abge-sehen davon, dass die Infrastruktur, also die Tankstellen, sich nach den Pkw richten. Da hätte ich Sorge, wo ich für eine schöne Urlaubsreise in 30 oder 40 Jahren unterwegs mein Benzin herbekomme. Sicher ist der Preis von fast 30000 Euro indiskutabel und auch der Pedalantrieb statt Gasdrehgriff eher ein Gimmick. Aber ein kleiner Motor mit 50 cm³, der mit konstanter Drehzahl den Generator antreibt, wäre eine sehr moderne Hybridlösung mit hoher Reichweite und niedrigstem Verbrauch. Für kürzere Strecken reicht die Steckdose. Ich wünsche mir, dass Ihr mehr über solche Fahrzeuge berichtet.

Jürgen Abraham, Darmstadt





MOTORRAD 7/2009, Seiten 6 und 100

Wie kann man eine nun wirklich nicht schön anzusehende BMW R 1200 R zum Naked Bike des Jahres 2009 wählen? Das Ergebnis ist für die anderen Designer eine riesige Watsche. Hat nicht gerade ein Naked Bike viel mit Emotionen zu tun? Kauft man (frau) sich nicht auch wegen der tollen Details ein Naked? Begeistern uns da nicht edle Verar-beitung und Materialien? Erfreuen wir uns nicht an der unverhüllt zur Schau gestellten Technik – wenn sie den schön gemacht ist. All dies vermisst man an der R 1200 R schmerzlich. Die fährt einfach nur klasse. Für einen Siegertypen in der Naked-Klasse ist das doch aber eindeutig zu wenig. Aber wie wir alle auf Seite 6 lesen konnten, sieht die Europawahl schon anders aus, da ist sie noch nicht mal unter den ersten drei. Scheinbar wird in Deutschland doch sehr durch die BMW-Brille geschaut.

Burkhard Spekking, Emmerich am Rhein





MOTORRAD 5/2009, Seite 16; 6/2009, Seite 20

Man kann natürlich darüber streiten, inwieweit das sklavische Festhalten an der reinen 600er-Lehre Sinn macht. Schon die ZX-6R mit 636 cm³ hat gezeigt, was mit einem Schnapsglas mehr Hubraum möglich ist. Und so verwundert es nicht weiter, dass die motorseitig klar überlegene Daytona 675 diesen Vergleichstest mit ABS locker gewonnen hätte. Zweifellos ist die Triumph ein klasse Bike, aber sie gehört eigentlich nicht in dieses Testfeld. Mit dem gleichen Recht könnte man sie nämlich auch gegen eine GSX-R 750 antreten lassen, die ebenfalls wiederum nur 75 cm³ größer ist. Und da würde sich die Daytona vermutlich schwerer tun.

Martin Holzner, München





MOTORRAD 5/2009, Seite 12; 7/2009, Seite 98

Ich lache mich einfach nur kaputt, wenn ich die Versuche lese, die BMW S 1000 RR als Japan-Replik hinzustellen. Wie hätte das Motorrad denn sonst aussehen sollen? Vielleicht ein „Wasserboxer“? Oder besser noch ein V-Motor? Klar, hat BMW ja schon immer gebaut. Wenn sich bestimmte Konzepte bereits seit 20 Jahren bewähren, finde ich es mehr als legitim, keine Experimente zu machen. Im Übrigen: So wie die sieht keine aus. Ach ja, der Preis: stimmt – kostet die BMW doch glatt 200 Euro mehr als eine R1. Schlimm, diese Deutschen... Wie viel Motorräder bauen die noch mal? Und wie viele baut so ein japanischer Her-steller? Und wie ist noch mal das Lohn-niveau hier und da? Und die Italiener? Mensch, Leute, freut Euch gefälligst mal an Eurem, unserem Hobby! Und hört das Nörgeln auf (huch, mach ich ja grad selbst...)

Sascha Haase, Hamburg





MOTORRAD 4/2009, Seite 8, Seite 20; 6/2009, Seite 40

Es ist schon ziemlich auffallend, wie Ihr die neue R1 geradezu glorifiziert. Da kommt ein wenig der Verdacht auf, dass die führende Fachpresse den Japanern Schützenhilfe leisten will, um den dramatischen Verkaufsrückgang japanischer Motorräder insgesamt (siehe Zulassungsstatistik) etwas zu dämpfen. Aber ein – sicher genialer – Motor garantiert noch keinen Verkaufserfolg. Wenn man sich die Modellpalette der Japaner so anschaut, wird deutlich, dass sie es perfekt beherrschen, Motorräder mit guten Ansätzen ständig zu verschlimmbessern. Das Design wird von mal zu mal ätzen-der, und die stetig schärfer werdenden Vorschriften bezüglich Abgase und Lautstärke werden in immer monströseren und optisch völlig verhunzten Auspuffanlagen mangelhaft umgesetzt. Hinzu kommt, dass die einstigen Do-mänen der Japaner, nämlich hohe Leistungsdaten und Qualität, von den Europäern mittlerweile pulverisiert werden. Unterm Strich tritt nun das optische Erscheinungsbild, das Design, viel mehr in den Vordergrund und wird zur wichtigsten Kaufentscheidung. Insgesamt sehe ich diese Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende freut sich mit den europäischen Herstellern über den verdienten Erfolg, das weinende weiß sehr wohl, dass die japanische Motorradindustrie für die gesamte Branche überlebenswichtig ist und auch ihren verdienten Platz innerhalb dieser „Familie“ hat.

Rainer Diehl, Bad Vilbel





MOTORRAD 5/2009, Seite 104

Euer Artikel über Anlaufstellen bei Abnahmen und technischen Änderungen an Motorrädern hat mir gut gefallen, auch die Auflistung der Prüfstellen nach Postleitzahlen war sehr informativ, vor allem auch deshalb, weil je Region mehrere Institutionen berücksichtigt wurden. Was ich mich nach Durchsicht der PLZ-Tabelle aber frage: Gibt es nördlich von Rheinland-Pfalz eigentlich keinen TÜV?

Hans-Werner Becher, Hilchenbach

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