Leserbriefe (Archivversion)

Sehr handliche
US-Marke Victory
MOTORRAD 21/2008, Seite 46
Auf Heft 21 habe ich mich besonders gefreut wegen des Berichts über die Victory Vision Tour. Konnte sie in Utah schon mal Probe fahren. Obwohl ich als Streetfighter-Fahrer eigentlich nicht so auf Tourer stehe, fühlte sich das Trumm doch sehr handlich an.
Thomas Letzner, Grimma


Verfallen
Tourer-Konzeptvergleich
MOTORRAD 21/2008, Seite 20
Das war klar. Alle Mitglieder des SPRINTer-Forums (www.sprinter-forum.net) haben das vorausgesagt: Die BMW wird Erste und unsere Lady nur Dritte. Nachdem ich 17 Jahre hochzufrieden meine gute alte FJ 1200 A gefahren bin und nie ein neues Motorrad im Auge hatte, ist es dieses Jahr passiert. Klar, ich habe jedes Jahr die neueste Version der FJR Probe gefahren und auch alle neuen BMW. Und ich war immer enttäuscht. Teure und schwere Dickschiffe mit ESA und Automatikgetriebe, die zwar gut "touren", aber alles andere als sportlich sind, obwohl die weltfremden Marketingabteilungen diese Gefährte als Sporttourer bezeichnen. Und dann habe ich den verhängnisvollen Fehler begangen, die Triumph Sprint ST zu fahren, und bin ihr völlig verfallen. Der genialen, liebevoll durchgestylten Dreier-Optik. Dem Sound und dem nie zuvor erlebten, idealen Drehmomentverlauf des Triples. Ganz einfach einem Motorrad, das, wie Ihr völlig zu Recht sagt, in dieser Klasse das beste Motor-Rad ist. Danke, dass sie in diesem Test nur Dritte geworden ist. Alles andere hätte mich enttäuscht.
Roland Bachmann, Sindelfingen


Putzige Drehorgel
Neue Yamaha XJ6 Diversion
MOTORRAD 20/2008, Seite 16
Ihr lobt in Eurer Vorstellung der Yamaha XJ6 Diversion, dass damit endlich eine fette Lücke gefüllt werde. Welche Lücke? Die angesprochene Klasse wird doch bestens bedient, auch von Yamaha. Die FZ6 Fazer ist ein attraktives Motorrad und ganz sicher mit wesentlich mehr Sexappeal gesegnet als die aufgeführte Konkurrenz. Das gilt auch noch in 2009. Was Yamaha jetzt vorstellt, ist nur eine weitere drehmomentschwache, putzige 600er-Drehorgel und schließt höchstens eine bei Yamaha gefühlte Lücke. Warum nicht eine echte Lücke schließen und die Diversion so auslegen: 750 cm3, 78 (wahlweise 98) PS, Drehmoment 70 bis 80 Nm bei zirka 7000/min, Maximaldrehzahl im vierstelligen Bereich. Tankinhalt zirka 20 Liter, Gewicht fahrfertig 215 Kilo. Halbschale, ABS, Preis maximal 7500 Euro. Wenn Sitzposition, Sitzhöhe und Schwerpunkt noch so sind, dass auch Frau das Gerät in Fahrt und im Stand sicher und bequem handhaben kann, wäre die Welt glücklich.
Udo Schuerer, Biberach

Na endlich bekommt Yamaha wieder die Kurve hin zu Allroundern und besinnt sich rechtzeitig zurück auf ein mehrheitsfähiges Fundament im Produktportfolio. So schön MT/R/Fazer Co-Modelle auch sein mögen, letztlich bedienen diese doch nur mehr oder minder große Nischen. Da nun der Anfang gemacht wurde, möchte ich wetten, dass da auch schon eine XJ9 Diversion im Entstehen ist. Hierzu meine Wünsche: analoge Geschwindigkeitsanzeige, Kardan (sonst kann ich mir auch eine CBF 1000 kaufen), Sechsganggetriebe zum Kardan, 98 PS, Gewicht fahrfertig unter 240 Kilogramm. Ansonsten muss man sich fragen, welchen Fortschritt Yamaha seit der 1985er-XJ 900 in Sachen Leichtbau gemacht hat. Es können nicht nur immer die R-Modelle leichter werden. Für dieses Paket wäre ich gerne bereit, 9000 Euro (mit ABS) auf den Tisch zu blättern. Mein letzter Motorradneukauf ist in Ermangelung wirklicher Alternativen leider schon elf Jahre her.
Bert Möhlmann, Mains


Realistisch
Tracktest 750er, MOTORRAD action-team-testride
MOTORRAD 20/2008, Seite 34, Seite 92
Der Tracktest der 750 war schon eine Wucht. Den Vogel abgeschossen hat aber "Jeder mit Jedem". Der Artikel war so geil wie der Titel. Das war der realistischste Vergleich, den ich je gelesen habe. Der eine wählt die R 1200 R auf Platz eins. Ein anderer auf Platz elf. Daran sieht man doch, dass die Ansprüche und Erwartungen der Fahrer grundverschieden sind. Der Shiver gönne ich den ersten Platz, obwohl ich kein Italo-Fan bin. Die Ducati ist mir zu zickig und die Guzzi zu plump. Was mir nicht ganz klar ist: War nun die "Street" oder die "Speed" dabei?
Karl-Heinz Gawlitzek, Ettenheim


Gift und Galle
Zum Riss im Kolben der Dauertest-Ducati 1098: Lesermeinungen zur Lesermeinung
MOTORRAD 19/2008, Seite 24; 20/2008, Seite 90
Zunächst vielen Dank für fast immer tolles Lesevergnügen. Und über fast alles lässt sich nicht streiten, jede(r) soll es nach seinem Geschmack halten. Trotzdem kann ich den Leserbrief von Werner Seiler nicht unkommentiert lassen. Da hat ein V2-Hochleistungsbike einen Schaden am Motor, wie auch KTM RC8 und Suzuki Intruder –, und Herr Seiler spuckt Gift und Galle, dass es einem den Abend verdirbt. Mit welcher Logik attackiert Herr Seiler die Tester nun wegen ihres Fahrfeelings? Ahnt er etwas vom Erlebnis auf so einer V2? Und dann das unerträgliche Gerede von der Abrissbirne und so weiter. Man zerstört keine Kunst. Und woher kommt das Material des letztjährigen MotoGP-Weltmeisters?
Klaus Buttschardt, Ravensburg

Für mich hört sich dieser Leserbrief nach einem posttraumatischen Erlebnis in Verbindung mit der Marke Ducati an. Eine Pauschalohrfeige gegen die Marke Ducati und deren begeisterte Besitzer hat schon was mit Unvermögen in geistiger Hinsicht zu tun. Ein Schaden, der mit Kolbenriss dokumentiert wurde, kommt in den besten Motoren vor. Ich denke, ich spreche für die meisten Ducati-Fahrer, die sich über diesen Beitrag aufgeregt haben, wenn ich behaupte, dass der Mythos Ducati ein Erlebnis besonderer Art darstellt, egal, ob hier der ein oder andere nicht auszuschließende Mangel vorlag.
Michael Kirchner, Nürtingen

Leser Hans-Werner Seiler soll sich einen Japaner kaufen. Noch besser, ein Auto.
Sascha Haase, Hamburg

Natürlich würde auch ich nach langer, schmerzhafter Abstinenz gerne wieder Duc fahren. Aber erstens ist Motorradfahren wirklich Luxus (wenngleich ein schöner), und zweitens schlägt Eure 1098 wieder alle Taschengelder. Warum, zur Hölle, begreifen die Bologneser das eigentlich nicht? Bis zum Kilometerstand Halbzeit wird man durch horrende Kosten nicht nur arm (ich stelle mir gerade meine Frau vor, wenn ich ihr die Inspektionsrechnung zeigen würde), sondern hat auch noch ein bildschönes Motorrad mit einem "Ratsch im Kappes"! Außerdem kitzelt man die zirka 150 Pferde locker auch aus einer 999 heraus. DIE hat wirklich einen hohen Wiedererkennungswert, aber wird zu Unrecht mit Missachtung gestraft.
Udo Dicker-Höltje, Dorsten


Alle im Urlaub
Reisebericht Italien
MOTORRAD 19/2008, Seite 60
Das überrascht mich jetzt aber sehr. Da fährt die Monika Schulz doch tatsächlich lange 3000 Kilometer in Italien ohne Handschuhe und in Turnschuhen herum. Und was passiert in Heft 20? Nix! Kein einziger böser Leserbrief aus der Fraktion der Sicherheits-Apostel und Fingerzeiger. Sollten die alle im Urlaub gewesen sein? Oder respektieren sich Deutschlands Biker plötzlich? Egal, wie und was man fährt! Solange der Spaß an der Sache "Motorrad" im Vordergrund steht und nicht auf Kosten anderer geht, sollte das unter Motorradfahrern eigentlich selbstverständlich sein.
Andreas Rosenow, Minden


Allgemeindeutsch
Thema MZ
MOTORRAD 14/2008, Seite 20; 16/2008, Seite 108; 21/2008, Seite 90
Es steht schlecht um MZ, was man so liest. Immer wieder tauchen in dem Zusammenhang die Wörter "ostdeutsch", "schlechtes Image" auf. Wer bitte spricht denn von BMW als süddeutsch? Die "neuen" Bundesländer" sind schon lang keine neuen mehr. Das Image von MZ war selbst in den "alten" Bundesländern nicht schlecht. Schlecht war meiner Meinung nach das Management. Erst ließ die lange angekündigte MZ 1000 S auf sich warten, dann gab es endlich eine 1000 S, ein ideales Sport-Touring-Bike, nur zum Touren war der Heckrahmen nicht ausgelegt. Und so gab es die ST. Mit der S und einem tourentauglichen Heck wären viele vielleicht zufriedener gewesen als mit einer S, die nicht Sportler genug war, oder mit einer ST, die nicht Tourer genug war. Dann gab es wilde Gerüchte, Managementwechsel, das kann potenzielle Kunden abschrecken. Dann die Vernachlässigung in den Medien, denen meistens perfekt nicht gut genug ist, weil irgendwelche Tester nach dem Haar in der Suppe suchen. Dann ein dünnes Händlernetz... Ich denke, das Problem liegt nicht am "Ossi-Image". Nur die Medien sollten mal endlich von einem guten "allgemeindeutschen" Moped reden, denn das kann/konnte MZ schließlich bauen!
Mark Reineke, Uelzen


Kein Bremsklotz
Leser monieren: Yamaha TDM wird in MOTORRAD vernachlässigt
MOTORRAD 19/2008, Seite 95
Während einer Schweiz-Tour kaufte ich MOTORRAD in Sierre. Und kann zu Manfred Holzmüllers Leserbrief nur sagen: Stimmt! All die Schweizer können nicht irren. Als Gelegenheitsfahrer auf gemieteter TDM 850 mit Erfahrungen auf DL 1000, Bandit 1200, SV 650 und anderen war ich mit Sicherheit kein Bremsklotz für unsere Fünfer-Reisegruppe. Das Motorrad IST Sahne, nicht nur in den Bergen, sondern auch im innerstädtischen Gewühl und auf unumgänglichen Autobahnetappen. Testberichte melden Lastwechselreaktionen. Bitte? Der Griff rechts am Lenker hat doch mehr als "zwei Stellungen".
Olaf Jacob, Stuttgart

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