Leserbriefe (Archivversion) Luftnummer

Test Enduro-Reifen

MOTORRAD 12/2008, Seite 14

Euer Naked-Bike-Test ist ja wohl nur für absolute Laien gedacht! Ihr könnt mir viel erzählen, aber bitte schreibt nicht, dass die neue Honda CB 1000 R, bei der Kupplung, Schaltung, Getriebe und Fireblade-Motor bestens funktionieren, einen Platz hinter der Ducati belegt. Nur weil die Ducati angeblich mehr Image und Charakter hat! Das 16000 Euro teure Tourenbike K 1200 R hat in diesem Test auch nichts zu suchen. Und Euer Testsieger, die Triumph – für mich eines der hässlichsten Naked Bikes – liegt bei Eurer Design-Bewertung noch vor der Honda! Ebenso kurios bewertet Ihr die zierliche Honda mit bester Ergonomie. Für mich hat die jedoch eindeutig die KTM. Ihr seht, wie wichtig Eure Vergleiche sind – so wichtig wie die Worte unserer Politiker! Die momentan besten drei Naked Bikes kommen eindeutig von KTM, Triumph und Honda. Es ist nur reine Geschmackssache!

Danke für den super Artikel. Allein die Idee, mal nicht Zehntelsekunden beim Beschleunigen oder Zentimeter beim Bremsen zu vergleichen – genial! Als ich mit meiner MZ 1000 S nicht mehr alleine fahren durfte (für eine Partnerbeziehung ist sie wirklich ungeeignet), kaufte ich mir eine eierlegende Wollmilchsau in Gestalt einer R 1100 S. Im Frühjahr wollte ich mich dann von der MZ trennen. Soweit die Theorie. Nach Monaten der erzwungenen Enthaltung startete ich bei den ersten Sonnenstrahlen den Reihenzweier, genoss den einmaligen Sound, das geniale Fahrwerk und freute mich über den Motor, der erst bei Drehzahlen geschmeidig läuft! Das ist Genießen, nicht einfach nur Fahren. Die BMW funktioniert natürlich auch, aber das sinnige Fahrerlebnis enthält sie mir vor. Und so entschied ich mich für die Praxis und nicht für die Theorie.

MOTORRAD 11/2008, Seite 26

Wow! Die Aprilia auf dem Treppchen! Einfach unglaublich! Aber ein ausgewogenes Konzept, notabene mit einem leistungsmäßig unterlegenen Motor, sticht auch noch nach ein paar Modelljahren. Schade, dass das Bike nicht laufend modellgepflegt wurde und nun auf den Abgang vorbereitet wird. Sollte ich mir noch eine Mille zulegen? Kultstatus hat sie heute schon!

MOTORRAD 12/2008, Seite 53, Seite 72

Seit einiger Zeit verfolge ich sehr genau Testberichte im Hinblick auf die Haltbarkeit des Bridgestone BT 021 in der Motorradpresse. Leider tauchen dort keine Berichte leidgeplagter Kawasaki 1400 GTR- und Yamaha FJR 1300-Fahrer zur teilweise indiskutablen Haltbarkeit des Vorderreifens dieses Typs auf – auch bei Euch nicht. Laufleistungen unter 5000 Kilometer sind keine Seltenheit. Von dem im Dezember angekündigten geänderten Vorderreifen für schwerere Motorräder ist bis jetzt nichts zu sehen. Für mich als GTR-Fahrer besonders fatal ist, dass dies momentan der einzige verfügbare Reifen ist. Beschwichtigungen von Bridgestone bringen uns Motorradfahrern leider wenig, da wir fahren und nicht zweimal im Jahr neue Pneus aufziehen wollen.

MOTORRAD 12/2008, Seite 44

Dieses Püppimotorrad soll an die bullige V7 von damals erinnern? Das Ding ist ja wohl nicht mal ein Schatten der V7. Der Tank mickrig, drangefummelte Auspuffblenden und dazu diese schrecklichen eckigen Zylinder. Mich erinnert der Motor eher an die müden V35/65-Modelle. Ich befürchte, die werden nie merken, dass zu einer richtigen Guzzi eine solide Optik gehört. Tankform und Lackierung reichen da nicht. Wenn Moto Guzzi weiterhin derartige Spielzeuge baut, sehe ich ganz schwarz für die Marke. Schade, denn sie könnten es auch heute noch – ganz sicher.

Ich habe lange gewartet und viele Kommentare zu Eurem neuen Layout
gelesen. Ich meine, man gewöhnt sich dran. Für mich das Highlight: dass die Reiseberichte wieder in der Mitte herausnehmbar sind... endlich!!

MOTORRAD 11/2008, Seite 52

Liebe Redaktion, ich hab mir aus Heft 3/98 die Daten der BMW R 850 R herausgesucht. Diese wog bei ähnlichen Fahrleistungen satte 30 Kilogramm mehr, soff wie ein Loch (Landstraße 6,7 Liter/100 km!) und kostete stolze 17825 Mark, also etwa 9000 Euro. Zehn Jahre später bekomme ich die F 650 GS für rund 8000 Euro, da greife ich gerne mal zum Kettenspray. Übrigens habe ich gleich beim Kauf die höhere Scheibe zum Austausch bestellt und musste so nur einen Aufpreis von 80 Euro zahlen.

MOTORRAD 10/2008, Seite 66

Ich habe mit großem Interesse den Test für Lederkombis in Heft 10 gelesen. Was mich besonders gefreut hat, war, dass immer mehr Hersteller mittlerweile auch Damengrößen anbieten. Was mir aber fehlte, war eine Info über die Passform bei Damengrößen. Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich einen perfekten Körper habe und genau einer Konfektionsgröße entspreche. Findet man dann eine Jacke, die gefällt, bleibt immer noch das Problem der Passform. Und da in den meisten Fällen die gewünschte Farbe in der benötigten Größe nicht erhältlich ist, hat man am Ende die Wahl, eine Herrengröße zu nehmen. Mit der Folge, dass sich Hose und Jacke nicht mehr mit dem Reißverschluss verbinden lassen.

MOTORRAD 11/2008, Seite 84

Furchtbar – Stefan Kaschel ist verloren! Er hat einen Pakt mit den finsteren Mächten des Drehmoments geschlossen. Um die Kunst der höllischen Herbrennung zu erlangen, hat er seine Seele dem burnenden Satan verkauft. Er hat sich den Dämonen des Wheelens und dem Teufel der Lebensfreude verschrieben. Aber keine Angst, die Priester des ABS-Ordens werden im Kloster Sankt Goretex für ihn beten. Sie werden die Engel des Verlags und der Obrigkeit anrufen, ihn zu läutern. Sie werden Opfer darbringen in Form Ihrer Abos, um seine Seele vor dem Fegefeuer der Speedhölle zu retten.

Herrlich, der Text von Stefan Kaschel. Gelungen sind die Formulierungen, mit denen er die Urgewalt von Beschleunigung und Geschwindigkeit in Worte kleidet. Als Pilot eines asphaltgebundenen Marschflugkörpers vom Typ CBR 1100 XX kann ich jeden Satz projizieren und freue mich, dass es mehr Menschen gibt, die sich offen zur Geschwindigkeit bekennen. Es gibt einen Unterschied zwischen Schnellfahrern und Rasern. Schnellfahrer haben fast immer Familie und werden mit Ihren Maschinen zusammen alt, weil sie viel zu viel Spaß am Leben haben, als es durch unüberlegte Handlungen wegzuwerfen!

Immer wieder erstaunlich: Auf Seite zehn berichtet Ihr, dass Fahrer von Supersportlern besonders oft in Unfälle verwickelt werden, auf Seite 84ff. wird dann die Raserei im öffentlichen Straßenverkehr gefeiert. Höhepunkt: Der Autor dieses Irrsinns-Artikels ist offenbar Vater einer kleinen Tochter und rechtfertigt damit die Geschwindigkeitsorgie. Über soviel Unvernunft und Größenwahn kann man nur den Kopf schütteln. Ihr bleibt mein Lieblings-Fachorgan, aber nehmt bitte Eure Verantwortung ernster. Übrigens: Mit der Bahn ist man freitags in 4:40 Stunden entspannt von Stuttgart in Herford.

Klasse geschrieben, Stefan Kaschels Rasebericht über seine Hausstrecke Stuttgart – Herford, und brillant fotografiert. Und eine grandiose Steilvorlage für alle, die schon immer einen Hass auf Motorrad-Raser haben – oder diesen mit noch mehr Vorschriften und Strafen den Gashahn zudrehen wollen. Doch halt, Leute, bevor die Emotionen hier oder dort allzu hoch kochen: Der brave Familienvater Kaschel wollte doch nur mal eine fetzige Satire schreiben. Ist gelungen!

P.S.: Auf diesem Weg herzliche Grüße an Rolf Henniges aus dessen Heimat!

Von dir lese ich alles, egal, auf welchem Gefährt du gesessen hast, macht immer mächtig Spaß. Gut, dass die dich aus unserer Provinz gelockt haben (musst auch keine Satire schreiben).

Heute möchte ich mal einen Leserbrief über verschiedene Themen schreiben. Was Herr Kasprzak aus Braunschweig schreibt, kann ich nur unterstreichen. Mehr bitte über Bikes für 3000 Euro und ähnliches! Gerade die Gebrauchten werden in deutlich größeren Mengen gehandelt als die Neuen, und mit solchen Artikeln trifft man sehr den Nerv der Leserschaft. Weiter so!
Die neue Aufmachung der Zeitschrift MOTORRAD ist sehr peppig, neu, witzig, für mich sehr schön anzusehen und auf der Höhe der Zeit.
Und nun genug mit der Honig-ums-Maul-Schmiererei: Ich sehe auch hier eine Tendenz wie in vielen Auto-Zeitschriften. Es wird viel über Sicherheit, Komfort, Umweltschutz geschrieben, die Tendenz geht Richtung Vernunft. Naja, zumindest kommt mir das im Vergleich zu deutlich älteren Ausgaben so vor. Mal ganz ehrlich: Wenn ich vernünftig sein will, dann fahre ich Auto. Daher: Vergesst bitte nicht, dass Motorradfahren eigentlich sinnlos, unvernünftig und alles andere als bequem ist. Aber genau das wollen wir vielleicht, und ich denke, ich bin da nicht allein. In diesem Sinne: Mehr Unvernunft, und das bitte verpackt in einen schnittigen und schön zu lesenden Text. Ich weiß, Ihr könnt das. Und zwar gut!

MOTORRAD 11/2008, Seite 126

Der Enduro-Reifentest ging bei mir als „Luft“-Nummer durch: „Keine Rolle beim Test spielte das Verhalten im Gelände, da Profil und Gummimischung der ausgewählten Reifen ausschließlich auf asphaltierten Einsatz zielen.“ Warum wurden ausgerechnet diese Reifen ausgewählt? Wenn ich mir eine R 1200 GS Adventure kaufe, dann nicht, weil ich die nur auf Asphalt bewegen will.

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