Leserbriefe MOTORRAD 01/2010

MOTORRAD 25/2009, Seite 126
Herzlichen Dank für den unterhaltsamen Beitrag über die Kawasaki 250 TR. Auf den ersten Blick dachte ich, es wäre ein Beitrag über ein restauriertes und mir unbekanntes Stück aus den frühen 80ern. Die Bilder weckten Erinnerungen an meine Anfänge, Pausen und schließlich den ernsthaften Einstieg in die Welt des Motorradfahrens. Gerhard Neugebaur, Aiglsbach


In der jüngeren Vergangenheit hat man in Zeitschriften immer wieder kleine Maschinen von Honda, Kawasaki und Yamaha gesehen, sicher gibt es auch interessante von Suzuki. Ich denke da an Scrambler von 200 bis 400 cm3 mit einer Leistung von 20 bis 35 PS, mit Kickstarter und einfachster technischer Ausstattung. Die Motoren kann man ja bei Beta kaufen. Ich kann mir vorstellen, dass es viele "ältere Herren" gibt, die genau solche Mopeds in Erinnerung an vergangene Zeiten gerne kaufen würden. Der Spaß am Motorradfahren ist nicht abhängig von unglaublicher Leistung, sondern von der Einstellung, wie in dem Fahrbericht der Kawa 250 TR beschrieben. Danke für dieses schöne Motorrad. Bitte stellt solche Mopeds öfter vor. Andreas Weber, Leinfelden-Echterdingen


MOTORRAD 26/2009, Seite 10
Alle Jahre wieder "Vorhang auf" auf der Messe in Mailand, und es gibt Moto Guzzi-Studien und -Umbauten zu sehen; eine schöner als die andere. Dann mal einen Blick auf das aktuelle Modell-programm geworfen: fast zum Gähnen langweilig. Die Formensprache fast immer schwülstig, barock, schwerfällig und rundgelutscht. Ein Programm für die Generation 50+. Gut, ein paar Lichtblicke sind schon dabei: z. B. Griso, Norge, Stelvio und MGS-01. Man vermisst aber das leichte italienische Design, das man bei den anderen italienischen Motor-radmarken finden kann. Ich erinnere mich an 1980, als ich im Schauraum vor einer Le Mans stand. Den großen, weißen Drehzahlmesser hab ich noch vor Augen. Früher war so eine Le Mans für mich ein Traummotorrad. Aber heute fällt mir kein aktuelles Moto Guzzi-Modell ein, das sich bei mir auf der Netzhaut eingebrannt hat und im Bauch das Will-ich-haben-Gefühl auslöst - leider. Was man aus einer Guzzi machen kann, zeigen die ganzen Umbauten. Es ist ein Trauerspiel, was da bei Moto Guzzi abgeht, wenn man weiß, was für ein Potenzial in der Marke mit so viel Geschichte steckt. Früher schaute man einem Le Mans-Fahrer neidisch hinterher; heute erntet der Fahrer einer Moto Guzzi höchstens Mitleid. Aber es gibt Hoffnung: Wenn Piaggio in den nächsten drei Jahren 12 Mio. Euro in Moto Guzzi investieren will, finden sich die Studien hoffentlich bald im offiziellen Modellprogramm, damit es wieder aufwärts geht. Roland Karl, Ketsch


MOTORRAD 25/2009, Seite 87
Leuten wie Herrn Hofmann ist es zu verdanken, dass immer mehr Strecken für Motorräder gesperrt und immer mehr Radarfallen gezielt auf Motorradfahrer angesetzt werden. Es ist nichts dagegen einzuwenden, dem eigenen Bedürfnis nach Freiheit nachzugeben. Die Grenzen nicht dort zu setzen, wo andere eingeschränkt bzw. belästigt werden, zeugt von sozialer Inkompetenz. Es ist schade um jede Strecke, die für Motorräder gesperrt wird. Allerdings kann ich die Anwohner gut verstehen, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr wussten, als sich für die Sperrung dieser Strecken stark zu machen, um ihre Ruhe zu haben. Ebenso wie die Leute, mit denen ich unterwegs bin, bevorzuge ich einen eher sportlichen Fahrstil - allerdings mit dem Anspruch, es nicht dem Glück zu überlassen, ob mein Bike und ich in einem Stück wieder zuhause ankommen. Nötig dafür sind das richtige Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und ein technisch intaktes Bike. Brüll-tüten sind lediglich dazu angetan - in der Regel nicht auf positive Weise - auf sich aufmerksam zu machen. Ob man das nötig hat oder nicht, ist eine Charakterfrage. Wenn man mal ein wenig beobachtet, stellt man schnell fest, dass es sich dabei um die gleichen Zeitgenossen handelt, die vorm Ausmachen des Motors und vorm Losfahren noch zwei-, dreimal am Kabel ziehen, um sicherzustellen, dass auch jeder guckt. Was Tests in Motorrad angeht - in diesem Fall die Warnbekleidung - so verpflichtet das Lesen solcher Artikel nicht dazu, so etwas auch zu tragen. Beiträge, die einen nicht interessieren, kann man einfach überblättern. Das Gros der Leser wird jedoch weiterhin interes-sieren, was es an Innovationen und Neuerungen gibt. Fakt dürfte allerdings sein: Da sich bei immer mehr Autofahrern im Takt der zu laut aufgerissenen Musik das Wagendach nach oben wölbt, macht man mit gut sichtbarer Bekleidung eher auf sich aufmerksam als mit einer Brülltüte. Torsten Walter, Braunschweig


MOTORRAD 26/2009, Seite 12
Da wird ein neuer Wolf im Schafspelz vorgestellt. Mit einer Beleuchtung wie die Augen von Captain Hook: Kawa verbaut zwei Scheinwerfer, doch statt die Lichtaustrittsfläche möglichst groß zu halten, wird dem aktuellen Trend gefolgt, nur eine Lampe als Abblend-licht zu gestalten. Alle jammern über übersehene Motorradfahrer, doch die Industrie verschärft die Situation durch den Entfall der zweiten Abblendlampe aus Kostengründen: Yamaha Fazer, Honda Fireblade, Ducati etc. etc. Den Vogel schießt die BMW S 1000 RR mit ihrem perfektionierten Karl-Dall-Design ab: eine Abblendleuchte an einem 193-PS-Moped, die von schräg rechts noch nicht einmal gesehen werden kann. Ich gratuliere. Peter Speckmann, Gifhorn


MOTORRAD 26/2009, Seite 124
Serienmotoren ab 2012 im MotoGP, weil die Kosten zu hoch werden? Leidet Herr Ezpeleta unter Altersdemenz? Der Grand Prix lebt seit Jahren nur noch von seiner Technik, da die sehenswerten Rennen immer rarer werden. Und wer oder was ist schuld? Die Elektronik. Also raus damit! Die Bikes nehmen von der Leistung wieder ab, damit sie fahrbar sind, das fahrerische Talent rückt in den Vordergrund, die Rennen gewinnen Brisanz und das Fahrerfeld wird voller. Ach, noch was: Es gibt sicherlich Dinge, auf die man sich das ganze Jahr freut (MOTORRAD 26/2009, Seite 135); aber doch nicht auf Mini-Salzbrezeln und ein Bier im Sunkist-Format. Einen echten Bayer lockt das nicht aus der warmen Stube. Hoffe, der Katalog bietet so viel wie immer und nicht so wenig, wie die "Brotzeit" da vermuten lässt. Benjamin Jungbauer, Deggendorf


MOTORRAD 24/2009, Seite 14
Ich bin seit Jahrzehnten Honda-Fan. Aber zur VFR 1200 F kann ich nur sagen: ein absolut hässliches Motorrad. Es kann vor Technik strotzen, aber wem gefällt die Kreuzung zwischen Jabba the Hutt und einem Wal auf Rädern? Dagegen ist die Honda Tiger aus Ihrem Bali-Reisebericht ja ein wahres Kleinod. Roland Cremer, Bonn


MOTORRAD 25/2009, Seite 25
Als ich die rote Honda 1100 sah, dachte ich, jetzt kommen sie wieder: Motor-räder, die noch Motorräder sind. Ein brandheißes Teil! Aber leider sei dies nur ein Einzelstück, welches nicht in Serie gehe. Schade. Ich blättere das Heft um eine Seite zurück und sehe eine Honda CBF 1000 F. Die wird kommen, leider. Peter Strohmaier, CH-Forch


MOTORRAD 26/2009, Seite 91
Recht hast du, lieber Ralf. Nachvollziehbar ist aber nicht, was du dir wünschst: Du möchtest Motorradfahrer mit einem Nagelbrett stoppen und würdest dabei locker und laufend § 315 b, Sachbeschädigung, Unfälle, Verletzungen und Tod von Menschen in Kauf nehmen! Und lässt dich dafür gerne Spießer nennen. Toll, ganz toll. Menschen wie dich braucht kein Mitmensch auf der Straße. Bleib also bitte immer schön im Garten sitzen - mit Ohrstöpseln. Bernd Poschen, Sankt Augustin


Bei den Leserbriefen weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Es ist doch egal, mit welchem Moped wir unserem Hobby fröhnen! Viele von uns sind Individualisten, wir fahren unterschiedlich. Deshalb muss man sich doch nicht an den Kragen gehen! Ich freue mich, wenn mir im Ausland BMW-Fahrer versichern, wie sehr sie uns Deutsche um diese Marke benei-den, die auf der ganzen Welt Ersatz-teile liefern kann. Ebenso lässig unter-halten lässt es sich mit Italienern, die auf Ducs oder Guzzis schwören. Burkhard Dickhöver, Aachen

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