Leserfragen und Tips (Archivversion) service praxis

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(?)SpiegelbildAuf der Rückfahrt vom Enduro-Urlaub kam ich kürzlich in Stuttgart an einem Unfall vorbei. Ein Motorrad-Polizist sah mich auf meiner KTM und hielt mich an. Ohne einen Blick auf die nicht eingetragene Auspuffanlage oder den zu hohen Spritzschutz zu werfen, beanstandete er sofort meinen klappbaren Acerbis-Spiegel. Mein Motorrad müßte zwei nicht klappbare, große Spiegel haben und nicht einen einzelnen kleinen. Nach kurzem Hin und Her meinte er wörtlich: »Bei Euch KTM-Fahrern nimmt das Fahren mit kleinen Spiegeln überhand. Und damit Sie es lernen, bekommen Sie von mir eine Anzeige.« Schöner Mist. Doch wie groß müssen Spiegel denn nun wirklich sein? Und genügt nicht doch einer?Rainer W., WinnendenEin Rückspiegel auf der linken Seite genügt, wenn das Motorrad eine bauartbestimmte Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 100 km/h erreicht oder vor dem 1.1.1990 erstmals in den Verkehr genommen wurde. Alle anderen Krafträder benötigen zwei Spiegel. Nach EWG-Norm muß die spiegelnde Fläche mindestens 60 cm² betragen und runde Spiegel müssen mindestens 100 Millimeter Durchmesser haben. Nach ECE-Norm geprüfte Spiegel müssen mindestens 69 cm² spiegelnde Fläche aufweisen. Damit keine riesigen LKW-Spiegel angebaut werden, gilt als Obergrenze für Motorrad-Rückspiegel eine Quadratfläche von 150 x 150 Millimeter. Spiegel dürfen auch klappbar ausgeführt sein, wenn sie bis zur Höchstgeschwindigkeit ihre Lage beibehalten und ausreichende Sicht nach hinten gewährleisten.(?)StrahlemannNeulich sprach mich beim Tanken ein Herr auf die Rückstrahler an den Koffern meines Motorrads an. Ihm sei beim TÜV die Plakette verweigert worden, weil er hinten an seinen Koffern ebensolche Reflektoren angebracht hätte. Hierdurch werde, so der TÜV, für nachfolgende Kraftfahrer der Eindruck erweckt, es handele sich um ein mehrspuriges Fahrzeug. Dabei sollte man doch eigentlich annehmen, daß zusätzliche Reflektoren die Sicherheit erhöhen.Thomas Ostrowski, BochumTatsächlich ist sowohl nach deutschem als auch nach EG-Recht nur ein einziger Rückstrahler erlaubt. Dieser muß in einer Höhe von 250 bis 900 Millimeter über der Fahrbahn funkeln. Nur Motorräder mit Seitenwagen dürfen zwei rote Rückstrahler haben. Nicht reflektierende Streifen auf den Koffern, wie auf obigem Bild zu sehen, sind hingegen zugelassen.(!)LichtorgelIn MOTORRAD 9/1998 las ich den Bericht über nachrüstbare Warnblinkanlagen für Motorräder. So ein Warnblinkanlage ist eine tolle Sache, und ich habe mir selbst eine gebaut. Kostenpunkt zirka zehn Mark. Man nehme einen wasserdichten Kippschalter, zapfe die Blinkerleitungen an, führe sie zum Kippschalter und klemme anschließend die vom Kippschalter wegführende Leitung auf beide Blinker - fertig ist die Warnblinkanlage. Nach Umlegen des Kippschalters und Betätigen des Blinkers für eine Richtung blinken beide Seiten.Wolfgang Deiss, Kleinheppach(!)BrechreizAuf diesem Weg möchte ich Besitzer einer Yamaha XJ 600 vom Typ 51 J darauf hinweisen, daß sie womöglich auf einer Zeitbombe sitzen. Mittlerweile besitze ich meine zweite XJ 600, Baujahr 1989, und bemerkte - genau wie bei meiner ersten - nach sechs Monaten und rund 20000 Kilometern einen Bruch des unteren Rahmenquerrohrs im Bereich des Hauptständers. Normalerweise inspiziert kein Mensch diese Stelle auf Beschädigungen, und auch ich entdeckte sie rein zufällig. Falls das besagte Querrohr beim Fahren gänzlich durchbricht, besteht akute Gefahr, da sich die untere Federbeinbefestigung dort befindet.Dirk Weinmann, Hirschhorn

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