Lüthis Kampf (Archivversion)


Der Schweizer 125er-Weltmeister
Tom Lüthi muss die Titelverteidigung vergessen – gibt aber nicht auf.
Dass Alvaro Bautista trotz eines kapitalen Trainingssturzes vorne mitfahren würde, war für die Fans am Sachsenring angesichts der Erfolgsserie des kleinen Spaniers gewohnte Kost, auch wenn er sich seinem Aspar-Aprilia-Teamkollegen Mattia Pasini im Herzschlag-
finale um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben musste. Aufregender war schon, wie sich Thomas Lüthi von seinem diskreten
13. Startplatz in den Verfolgerpulk hineinkämpfte und am Schluss als mit Abstand schnellster Honda-Pilot den sechsten Platz belegte. Die von Cheftechniker Sepp Schlögl präparierte Maschine lag bei der wilden Jagd wie das sprichwörtliche Brett – just an dem Tag, an dem Teamchef Daniel Epp in Schweizer Zeitungen damit zitiert wurde, er habe radikale Umstrukturierungen vor und werde für 2007 auf jeden Fall einen Fahrwerksspezialisten
einstellen. »Ich stehe solchen Ideen aufgeschlossen gegenüber«, kommentierte Cheftechniker Sepp Schlögl, der die Fahrwerksab-
stimmung gemeinsam mit Mechaniker Stefan Haseneder bislang selbst übernommen hatte. »Es ist allerdings sehr schwierig, echte Spe-
zialisten zu finden, die das Motorrad auf den Millimeter genau hinkriegen. Denn es geht nicht nur um den Rahmen und die Federung, sondern auch um ein harmonisches Zusam-
menspiel aller Faktoren bis hin zu Reifentyp und Reifenluftdruck«, warnt Schlögl. fk

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