Marderschutz (Archivversion)

Marderschutz
In unserem Wohnviertel haben in letzter Zeit gehäuft Marder unsere geparkten Autos attackiert. Wie schütze ich mein Motorrad am besten gegen die gemeinen Nager? Helfen einfache Hausmittel, oder benötigt man spezielle Fallen oder etwa Abschreckungssprays?
Rainer Gsell, Bundesvorsitzender Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V. in Essen, www.dsvonline.de:
Entgegen der landläufigen Meinung, Marder würden etwa durch Gerüche von bestimmten Weichmachern oder Lösungsmitteln in Schläuchen und Kabeln an Fahrzeugen angezogen, liegen die Ursachen von Marderschäden woanders. Der Marderbiss ist Ausdruck einer Revierstreitig-
keit. Hat ein Marder am Fahrzeug eine gemütliche Nische
gefunden, nistet er sich dort gerne ein und hinterlässt
Duftmarken. Parkt das Fahrzeug nun auf einem anderen Platz, an dem sich ebenfalls ein Marder aufhält, reagiert Letzterer nicht gerade begeistert auf die fremden Gerüche des Kontrahenten und beißt an der entsprechenden Stelle Kabel und Schläuche durch. Allerdings bevorzugen Marder ausschließlich sehr sichtgeschützte Plätze am Fahrzeug,
wo sie sich verstecken können. Am Auto sind diese Stellen
bevorzugt unter der Motorhaube, die das Tier meist über
die Radkästen erreicht. Solche Verstecke würde ein Marder höchstens bei einem fast schon autoähnlichen Motorrad à
la Honda Gold Wing mit großzügiger Verkleidung vorfinden. Ansonsten ist für Motorradhalter die Gefahr eines Schadens durch Marderbiss an ihrer Maschine äußerst gering.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote