Mark, Udo: Interview (Archivversion) Interview

Superbike-Europameister Udo Mark über seine Verletzungen bei Trainingsfahrten

? Udo Mark, bei den Pro Superbike-Tests auf dem Circuit Paul Ricard fuhren Sie noch Bestzeit, beim Weltmeisterschaftsrennen an Ostern in Donington Park sind Sie verletzungsbedingt nicht am Start. Was ist passiert?Zwei Tage nach den Testfahrten in Paul Ricard habe ich auf der Dirt Track-Piste der Kenny Roberts Ranch in Barcelona trainiert. Dabei ist mir in einer Rechtskurve das Motorrad auf einem Stein weggerutscht. Beim Korrigieren knallte die rechte Fußraste voll in meinen Unterschenkel. Das Schienbein ist zweimal, das Wadenbein einmal gebrochen.?Nichtsportler sind damit bis zu drei Monaten außer Gefecht. Wie sehen Sie Ihre Heilungschancen?Nun, ich wurde in der Universitätsklinik Homburg an der Saar von Professor Mutschler, den ich ja noch von meinem Sturz in Zweibrücken im Vorjahr in bester Erinnerung habe und der in der Unfallchirugie als Kapazität gilt, perfekt behandelt und operiert. Er hat das Schienbein mit einem Nagel stabilisiert und oben und unten zu den Gelenken mit Schrauben verstärkt. Nach Ostern werde ich in das Reha-Zentrum von Professor Klümper nach Freiburg wechseln und dort sofort mit intensivem Aufbauprogramm beginnen. Entscheidende Voraussetzung dafür ist, daß das Bein zügig abschwillt. Wenn alles klar geht, werde ich am 25. April beim Pro Superbike-Auftakt auf dem Flugplatz Zweibrücken im Training wieder auf dem Motorrad sitzen und dann entscheiden, ob ich auch das Rennen fahren kann.? Sehen Sie Ihre Chancen auf den Deutschen Meistertitel durch die Verletzung sinken?In Zweibrücken werde ich sicher noch nicht wieder hundertprozentig in Form sein können. Aber in der neuen Suzuki GSX-R 750 mit Benzin-Einspritzung steckt sehr viel Potential. Und selbst das alte Vergaser-Modell ist nicht auf dem Altenteil. Immerhin bin ich damit in Paul Ricard mit Abstand die schnellste Runde gefahren.

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