Marken, berühmte, im Rennsport Teil 2: Yamaha (Archivversion) Neue Töne

In der Seitenwagen-Klasse änderte sich die Geräuschkulisse fast schlagartig. Über 20 Jahre saßen oder knieten die Gespannlenker fast ausschließlich über den dumpf grollenden Viertakt-Boxermotoren von BMW. Nachdem Yamahas brutal kreischender Zweitakter bei den 500er Solomaschinen mit überlegener Leistung Furore machte, wurde dieser Motor für die Gespannbauer erste Wahl. Die beachtliche Baubreite des Reihen-Vierzylinders und die voluminösen Auspuffbirnen bereiteten im Gespann weniger Platzprobleme als im Solomotorrad. Gerade die flache Bauweise des Zweitakters prädestinierten den Yamaha-Motor zum Einbau in die flachen Kneeler-Gespanne. Von 1977 an setzten praktisch alle Gespannbauer auf dieses Triebwerk, das schon damals rund 110 PS bei 11000 U/min leistete und im Lauf der Jahre von verschiedenen Tunern verfeinert wurde. Noch heute, fast 15 Jahre nach Produktionsende, ist der Reihenvierzylinder bei den Dreirädern aktuell. Die meisten Titel mit diesem Triebwerk errangen die sechsmaligen Champions Rolf Biland und Kurt Waltisperg, die inzwischen auf den Swissauto-V4-Motor umgestiegen sind.

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