Marken, berühmte, im Rennsport Teil 6: BMW (Archivversion) Die Off Road-Boxer

Die BMW-Tradition im Geländesport ist so alt wie die Motorradmarke selbst. 1933 gewann das BMW- Werksteam erstmals den berühmtesten Wettbewerb seiner Art, die internationale Sechs-Tage-Fahrt in England. Mit ihrem Sieg brachten die deutschen Fahrer diesen Wettbewerb im folgenden Jahr zum ersten Mal ins bayerische Garmisch und verhalfen dem Geländesport in der Heimat zu neuer Popularität. Berühmte BMW-Fahrer der Vor- und Nachkriegsjahre wie Sepp Stelzer, Ernst Henne, Ludwig Kraus oder Schorsch Meier waren bei der Hatz über Stock und Stein ebenso erfolgreich wie auf der Straße. Die Motorräder jener Zeit unterschieden sich auch nicht wesentlich für die jeweilige Disziplin. Sogar den aufwendigen und im Straßenrennsport erfolgreichen Kompressor-Maschinen blieb der Geländeeinsatz nicht erspart. In den 60er und 70er Jahren folgten eigenständige Entwicklungen auf Basis der BMW R 69 S. Geländespezialisten wie Manfred Sensburg, Sebastian Nachtmann und Herbert Schek oder die Gespannfahrer Karl Ibscher und die Brüder Hartmann brachten BMW internationale Erfolge im Off Road-Sport. Zu Beginn der 80er Jahre zog es die bayerischen Boxer dann in die Wüste. Für die Rallye Paris-Dakar waren die robusten Twins wie geschaffen. Dank ihres hohen Drehmoments ließen die BMW im tiefen Sand die damalige Einzylinder-Konkurrenz von Honda und Yamaha meist hinter sich. Vier Siege gab es bei der härtesten Rallye der Welt zu feiern. 1981 und 1983 gewann der Franzose Hubert Auriol, der heute als Rennleiter bei der Dakar das Sagen hat. 1984 und 1985 war der kleinwüchsige Belgier Gaston Rahier der König der Wüste.

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