Marken, berühmte, im Rennsport Teil 9: Norton (Archivversion) Norton-Zweizylinder und Wankel-Renner

Während sich Norton im Grand Prix-Sport hauptsächlich auf die Einzylindermotoren konzentrierte, setzte das Werk nach dem Krieg im Serienprogramm vermehrt auf Parallel-Zweizylinder - wie der britische Konkurrent Triumph. Einen Achtungserfolg des Norton-Twins gab es 1961 auf der Isle of Man bei der 500er TT: Platz drei. Mit 750 cm³ Hubraum sorgten Nortons Zweizylinder in den Formel 750-Läufen der 70er Jahre für Aufsehen: auf der Insel Man, in Daytona, Le Mans und auf den englischen Rundstrecken. In der Leistung deutlich der japanischen Konkurrenz unterlegen, zeigten die von der Zigarettenmarke John Player gesponserten Norton aber fortschrittlichste Fahrwerkstechnologie wie Stahlblech-Monocoques oder Gitterrohrrahmen.Anfang der 90er Jahre gab es einen weiteren spektakulären Auftritt der britischen Marke. Mit 588 cm³ großen Wankelmotoren, die auch die neuen Serienmotorräder antrieben, gewann das Werksteam mehrere englische Superbike-Meisterschaften, hielt alle Rundenrekorde auf der Insel und trat 1991 mit Sondererlaubnis sogar zum Grand Prix in Donington an, wo Ron Haslam als Zwölfter immerhin WM-Punkte holte. 1992 gewann Steve Hislop auf der Wankel-Norton eine weitere Senior-TT auf der Isle of Man - 85 Jahre nach dem ersten Sieg der Marke bei dem Traditionsrennen.

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