Markus Barth beim BMW-Boxer-Cup (Archivversion)

Kampfsportler

Vollgas trotz Verletzung: MOTORRAD-Pilot Markus Barth trumpfte beim BMW-Boxer-Cup auf.

Schwer lädiert traf MOTORRAD-Tester und BMW-Boxer-Cup-Held Markus Barth
in Assen ein. Beim privaten Supermoto-Training hatte er sich äußerst komplizierte Brüche am linken kleinen Finger zugezogen. Dazu kamen ein angebrochenes Steißbein und eine heftigere Gehirnerschütterung. Dennoch war der siebte Startplatz durchaus
Erfolg versprechend für den deutschen Supersport-Ex-Meister. »Ich muss einfach sehen, wie lange ich voll angreifen kann«, schöpfte Barth vor dem Rennen Mut, »aber selbst, wenn ich nur einigermaßen mitrollen kann, das habe ich nach Studium der Trainingszeiten der Kollegen mal durchgerechnet, sollte Rang acht möglich sein.«
Doch »einigermaßen mitrollen« ist weder das Thema von Markus Barth noch der
anderen Preis-Boxer. Dafür ist die Show zu gut und vor allem auch der Preis zu heiß. Schließlich gewinnt der Gesamtsieger am Saisonende einen formidablen BMW M3 CSL, der Zweite einen Z4 und der Dritte ein BMW-Motorrad.
Markus erwischte einen hervorragenden Start und übernahm in der Frühphase des Rennens gar die Führung. »Mit zunehmender Renndistanz musste ich Thomas Hinterreiter leider ziehen lassen«, erklärte er im Ziel. Im Kampf der Verfolgergruppe allerdings setzte sich Barth gegen den Belgier Sébastien LeGrelle durch und
wurde Zweiter. Jürgen Fuchs (Foto unten), RTL-Moderator und ebenfalls MOTORRAD-Tester, wurde als Gast Siebter. In
der Gesamtwertung führt der Österreicher Hinterreiter mit 86 Punkten vor Barth (66), der ergo zumindest auf Z4-Kurs segelt.
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BMW-Boxer-Cup: Kurzbericht (Archivversion)

Klaus Nöhles wurde bei seinem GP-Comeback auf der Castrol-Honda des zurückgetretenen Chris Gemmel
Vorletzter. »Das Motorrad drehte nur 12000/min. Wir werden noch jede Menge Spaß miteinander haben«, zog Teamchef Stefan Kiefer dennoch eine positive Bilanz.

BMW-Boxer-Cup: Kurzbericht (Archivversion)

Derbi kehrte mit dem spanischen Teenager Jorge Lorenzo im Sattel auf die Siegerstraße in der 125er-Klasse zurück – und hat fürs nächste Jahr noch Größeres vor: Der ehemalige Aprilia-
Ingenieur Gigi d’Alligna, zu Saisonbeginn zu Derbi gewechselt, plant den Bau einer 250er, die 2005 zumindest bei einigen
GP ihre Feuertaufe erleben sollen. »Ein Design brauche ich nicht – ich habe
ja schon mal einen Siegmotor gebaut«,
deutete d’Alligna an, dass er an einen Drehschiebermotor denkt. Damit käme
es auch in der 250er-Klasse zum großen Duell mit dem bis Ende 2002 bei Derbi
beschäftigten KTM-Konstrukteur Harald Bartol – denn auch die Österreicher
wollen in die 250er-Kategorie einsteigen.

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