Max Neukirchner wahrscheinlich auf Ducati (Archivversion) Alles bleibt anders

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Der Neujahrsknaller kam für den deutschen Superbike-WM-Helden Max Neukirchner mit großer Verspätung. Am 16. Januar eröffnete ihm sein bisheriger Teamchef Klaus Klaffenböck, dass er trotz Zusage für die Saison 2006 leider nicht im Klaffi-Honda-Superbike-WM-Team fahren könne. Es sei denn, er bringe zügig die Summe von 600000 Euro auf.
Die Hintergründe von Klaffenböcks plötzlicher Geldnot
liegen in der Verpflichtung des alternden MotoGP-Stars Alex Barros als Nachfolger von Pierfrancesco Chili. Der Brasilianer hatte zunächst die Sponsorsumme von 1,4 Millionen Euro
zugesagt, von denen er allerdings eine Million wieder verlor, als
festgestellt wurde, dass es in Brasilien keine nennenswerte TV-Übertragung der Superbike-WM geben wird. Als Erster sprang darauf-
hin Superbike-Promoter Flammini in die Bresche und stellte 200000 Euro zur Verfügung. Dann widmete Honda – so erklärt zumindest
Klaus Klaffenböck – seinen 200000-Euro-Beitrag zum Klaffi-Budget von Neukirchner auf Barros um.
Neukirchner blieb nichts anderes übrig, als sich nach den spärlich noch vorhandenen Alternativen umzusehen. Eine letzte Rettungsinitiative von Honda-Österreich-Chef Roland Berger war eher zögerlich angelaufen, und ein Spendenaufruf seines Fanclubs im Internet hatte wenig Resonanz gebracht. Bei Redaktionsschluss sah es danach aus, dass Max Neukirchner wohl im Pedercini-Ducati-Team unterkommt. »Ich erhalte zunächst die 2005er-Duc vom jetzigen Werksfahrer Lanzi und ab dem dritten WM-Rennen in Valencia zusätzlich eine neue 2006er-Ducati 999 RS«, so der Sachse. Als Teamkoordinator kommt mit Ex-Rennfahrer und Fahrwerksspezialist Mario Rubatto ein Mann neu ins Team, der als Deutsch-Italiener sehr hilfreich sein kann – und im Übrigen 1993 Dirk Raudies zum 125er-WM-Titel begleitet hatte. mtr

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