Michael Schumacher glänzt auf der MotoGP-Ducati (Archivversion) Meister aller Klassen?

Michael Schumacher, siebenfacher Weltmeister in der Automobil-Formel-1 (im Bild links mit Ducati-Cheftechniker Filippo Preziosi), schockierte die MotoGP-Welt mit sensationellen Rundenzeiten am Tag nach dem Saisonfinale im spanischen Valencia. Auf der Ducati Desmosedici GP7 von Motorrad-Weltmeister Casey Stoner schaukelte sich Schumi zusammen mit Altmeister Randy Mamola zu Zeiten um 1.37,9 Minuten hoch. Damit hätte sich der MotoGP-Novize im Zeittraining zwei Tage zuvor zwar knapp, aber immerhin für den Valencia-Grand-Prix qualifiziert.
Den großen Meister selbst und vielleicht auch den einen oder anderen etwas genauer hinschauenden Teilnehmer französischer Amateurfahrer-Renntrainings hat dieser außergewöhnliche Auftritt möglicherweise etwas weniger überrascht als den Rest der Welt. Denn Schumi war nicht nur in Valencia mit drei Longruns auf der Ducati und insgesamt 58 Runden äußerst fleißig. Sondern es ist auch durchaus keine Seltenheit, dass bei Renntrainings irgendwo in Frankreich zwei unauffällige Kleintransporter ins Fahrerlager rollen und anschließend die Herren Michael Schumacher und Sébastien Loeb, der seinerseits kurz vor seinem vierten WM-Titel in Folge als Auto-Rallye-Weltmeister steht, in aller Zurückhaltung höchstpersönlich ihre Rennmaschinen zum Einsatz vorbereiten.
Schumachers Fuhrpark kann sich dabei durchaus sehen lassen. Neben einer Ducati Hypermotard und einer Suzuki GSX-R 750 stehen gleich zwei Triumph parat, eine Daytona 675 und eine Street Triple. Von all diesen Maschinen hat es Schumacher offenbar vor allem das britische Naked Bike angetan. Aufgerüstet mit dem Rennfahrwerk einer Supersport-Daytona, wird die Schumi-Street-Triple zur Geheimwaffe sowie zum Schrecken der französischen Amateur-Racer und ihrer reinrassigen Superbike- oder Supersport-Renngeräte.
Auf dem Circuit de Bresse im Burgund etwa oder dem Circuit du Var in Le Luc an der Côte Azur, zwei der bevorzugten Pisten des Motorrad-Piloten Schumacher, müssen sich die Lokalhelden schon sehr warm anziehen. Um die Bresse-Piste zum Beispiel pflegt Schumi seine Street Triple in Rundenzeiten zu hetzen, die kaum zwei Sekunden über dem Rundenrekord für reinrassige Supersport-Maschinen auf dem Niveau der französischen Meisterschaft liegen. Schumi tritt übrigens als echter Privatfahrer auf, eventuelle PR-Deals mit interessierten Herstellern lehnte er rundweg ab. Alle Maschinen hat er gekauft.mtr

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