Mit Schmackes aufs Bike und zum GP an den Ring (Archivversion) Mit Schmackes aufs Bike und zum GP an den Ring

Keine Frage: Die Lust am Motor-Spitzensport feiert auch in Deutschland nach Jahren herber Stagnation enthusiastisch ihre Wiederauferstehung. Mögen die Politiker, vor allem grüner Couleur, noch so vehement gegen alles zu Felde ziehen, was sich anders vom Fleck bewegt als mit Muskelkraft.Nein, weltweit wird motorisch Angetriebenes geliebt; die Begeisterung eint, wirkt auf ihre Art oftmals stärker völkerverbindend als so manche Worthülse in Festtagsreden zur europäischen Einheit.Der Countdown läuft. Nur fünf Wochen sind es noch, dann kämpfen die besten Biker der Welt beim Grand Prix auf dem Nürburgring wieder um Platz und Sieg. Wer den Auto-GP Ende April und den erbitterten Zweikampf um die Plätze 1 und 2 zwischen dem Kanadier Villeneuve und dem Deutschen Schumacher verfolgt hat, wünscht sich in den Zweirad-GP-Klassen natürlich ähnlich packende Duelle Rad an Rad.Die Ausgangslage für die Zuschauer zumindest ist erfreulich. Bei den Eintrittspreisen wird nicht mehr schamlos gemolken, und den Besuchern wird neben hoffentlich packenden Rennen unter Beteiligung deutscher Spitzenpiloten auch sonst ein spannendes Programm während der drei tollen Tage vom 5. bis 7. Juli präsentiert.Deshalb schon heute mein Aufruf an alle Motorsportbegeisterte: Kommen Sie zum GP-Rennen an den Ring. Wir alle wollen diese Veranstaltung zu einem Großereignis machen. Es bietet sich die medienwirksame Chance, Politikern und Kleingeistern aller Couleur eindrucksvoll zu demonstrieren, daß die Motorradszene in Deutschland schon lange kein Freizeitspaß von kritisch beäugten Minderheiten mehr ist, sondern aktiv von rund zwei Millionen Menschen betrieben wird. Tedenz weiter steigend. Abstimmungen mit den Füßen haben schon oft vieles bewegen und viele beeindrucken können.Zwei heiße Themen brennen den Motorradfahrern dabei ganz besonders unter den Nägeln: Wann wird in Deutschland endlich eine gemeinsame, länderübergreifende Smogregelung für motorisierte Zweiräder verabschiedet, die der Industrie auch eine gewisse Sicherheit mit Blick auf Modell-Neuentwicklungen gibt? Und zum zweiten ist die delikate Frage noch völlig ungeklärt, wie das Motorrad in die von der Bundesregierung geplante Reform der Kfz-Steuer eingebettet werden soll, bei der ja das Thema Schadstoffausstoß ein Knackpunkt werden wird.Vielleicht könnte die Motorrad-Industrie, die - mit Ausnahme der knickerigen Marken Honda und BMW - den Nürburgring-GP trägt, diese Großveranstaltung dazu nutzen, per riesiger Unterschriftenaktion an drei Tagen einmal gezielt Politik zu machen. Der Bundesverkehrsminister wäre sicher obendrein ein willkommener Gast am Ring.In diesem Sinne: Herzlich willkommen Herr Wissmann!Es grüßt Sie Ihr

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