Moto Cross-WM 500 ccm Castelnau-de-Levis/F (Archivversion)

Georges JobéAlte Liebe rostet nichtGeorges Jobé, der bereits vor 19 Jahren den ersten seiner insgesamt fünf WM-Titel gewonnen hat (zwei bei den 250ern, drei in der 500er Klasse), kann es einfach nicht lassen. Fünf Jahre nach seinem Abschied aus dem Grand Prix-Sport trat der Belgier in Castelnau-de-Levis wieder in der 500er WM an. »Adolf Weil, der deutsche Cross-Star der 60er und 70er Jahre, war schon 39, als er seine besten Leistungen brachte. Ich bin erst 38«, schmunzelte Jobé. Natürlich glaubt der 500er Veteran nicht allen Ernstes daran, daß er in der WM noch einmal einen zweiten Frühling erleben wird: »Ich fahre eine Honda mit 250er Rahmen und 500er Motor, aber das Motorrad ist ehrlich gesagt viel zu stark für mich.« Allen Unkenrufen zum Trotz qualifizierte sich Jobé sogar als 20. seiner Trainingsgruppe, spielte in den Rennen aber keine Rolle. Seine weiteren Pläne: »Ich will einfach Spaß haben. Deshalb möchte ich in diesem Jahr noch einige 500er Grand Prix bestreiten. Außerdem fahre ich Super Moto-Rennen und werde auch wieder bei einigen Tourenwagenrennen an den Start gehen.« Ein Comeback als Teamchef plant Jobé in Zukunft nicht , denn in diesem Job, den er nach dem Rückzug von 1994 gemacht hatte, war er nicht sonderlich erfolgreich gewesen.Gert-Jan van DoornComeback verschobenNoch einer, der es nicht lassen kann: Gert-Jan van Doorn verkündete den Rücktritt vom Rücktritt und wollte in Frankreich auf einer Vertemati eigentlich in eine weitere WM-Saison starten. Doch das italienische Viertakt-Gefährt sagte dem Holländer offenbar nicht zu, und deshalb reiste er vorzeitig wieder nach Hause. Beim österreichischen GP am 2. Mai in Schwanenstadt soll es einen neuen Anlauf geben. Vertemati versprach, bis dahin für van Doorn eine neue Hinterradfederung zu bauen.André MalherbeJob in Monte CarloAndré Malherbe, dreifacher Ex-Weltmeister der 500er und nach einem schweren Sturz bei der Rallye Paris-Dakar 1988 vom Hals abwärts gelähmt, hält immer noch mit dem Motorsport Kontakt. Zur Zeit ist der 43jährige Belgier in Monte Carlo. Dort vermietet er Appartments, von denen aus die Fans den Formel 1-Grand Prix im Mai verfolgen können. Tatkräftig unterstützt bei den Geschäften wird Malherbe von seinem Verwandten Jean-Claude Laquaye, der selbst in den 80er Jahren als Fahrer in der 500er WM aktiv war.

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