Moto Cross-WM in Bellpuig/E (Archivversion)

MOTORRAD-Redakteur Peter Mayer zur noch neueren Zukunft der neuen Motocross-WM

Manchmal kann der Abschied vom Bisherigen sehr weh tun. Trotzdem gebe ich zu: Ich war und bin von den Änderungen, welche die Action Group unter Chef Giuseppe Luongo in den vergangenen Jahren in der Motocross-WM durchgesetzt hat, überzeugt. TV-Präsenz, besser ausgestattete Fahrerlager, vernünftige Streckenvorbereitung und gelungene Präsentation lenkten diesen Sport in eine Richtung, die seinem sportlichen Niveau zusteht: weg vom mal schlecht, mal recht organisierten Feld-, Wald- und Wiesen-Championnat hin zu einer wertigen und professionellen WM. Und die Szene hat die Ideen mitgetragen. Nie zuvor traten die Teams aufwendiger auf als heute. Nie zuvor vertrauten die Fahrer und Teamchefs mehr auf eine großartige Zukunft ihres Sports als jetzt.Und noch nie zuvor wurden sie – und ich - so enttäuscht wie in Bellpuig. Was sich Luongo und die neuen Herren im Ring, die spanische Vermarktungsagentur Dorna, leisteten, nennt man Respektlosigkeit und Beutelschneiderei. Vielleicht ist es ein Glück, dass die junge Macht gleich mit der Tür ins Haus fiel. So wissen alle – Teams, Fahrer, Fans und Veranstalter – bereits jetzt, dass ihnen von der FIM mit dem Neuzugang ein trojanisches Pferd ins Fahrerlager geschoben wurde. Doch dem kommt man am schnellsten bei, wenn man ihm kräftig Feuer unterm Hintern macht. Denn manchmal kann der Abschied vom Bisherigen auch gut tun.

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